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Über die Unendlichkeit

Über die Unendlichkeit
(OM DET OÄNDLIGA)

Regie und Buch: Roy Andersson, Schweden/Deutschland/Norwegen/Frankreich 2019,
78 Min, schwedische OmU.

Über die Unendlichkeit

In Roy Anderssons neuem Film nimmt uns eine unverzagte Erzählerin an der Hand und lässt uns in anekdotenhaften kurzen Episoden traumgleich umherschweifen: vom Alltäglichsten zur absoluten Ausnahmesituation. Mit jedem Schnitt eröffnet ÜBER DIE UNENDLICHKEIT ein Fenster in eine elegische Welt, eine hyperreale Version der unseren. Ihre Bewohner sehen aus, als hätten sie nie die Sonne gesehen. Sie wirken abgekämpft, schäbig und traurig, die wenigen Ausnahmen bestätigen spöttisch die Regel.
Die meisten Miniaturen stehen für sich und werden nicht wieder aufgegriffen: Ein Paar beobachtet vorbeiziehende Vögel. Ein Kellner überfüllt ein Weinglas. Ein Ehestreit eskaliert auf offener Straße. Ein Mann wird im Bus von einer Existenzkrise überwältigt, ein anderer hingerichtet. Ein Liebespaar schwebt über einer ausgebrannten Stadt. Hitler erlebt seine letzten Stunden im Bunker. Ein Mädchen gießt eine Topfpflanze.
Der schwedische Regisseur bleibt seinen Markenzeichen treu: geisterhaft weißgeschminkte Männer, historische Referenzen, präzise gestaltete Tableaus, größtmögliche Reduktion. Manchmal werfen die einzelnen Situationen philosophische Fragen auf. Manchmal sind die Dinge, von denen berichtet wird, grotesk lustig, so wie der Zahnarzt, der frustriert von seinem Patienten mitten in der Behandlung aufsteht und lieber zum Trinken in die Kneipe geht. Die farbreduzierten lebenden Tableaus legen es jedoch nicht auf Pointen an, ihr Humor speist sich aus der tieferen Einsicht in die existenzielle Absurdität menschlichen Strebens. (nach: viennale.at; filmstarts.de; movies.ch, leokino.at)

Der Film erhielt den Europäischen Filmpreis 2019 für die Besten visuellen Effekte und den Silbernen Löwen für die beste Regie, Venedig 2019.
Nicht versäumen! Nur noch heute!

Ausführliche Kritik von Walter Gasperi und Trailer  hier.

Über die Unendlichkeit

Über die Unendlichkeit
(OM DET OÄNDLIGA)

Regie und Buch: Roy Andersson, Schweden/Deutschland/Norwegen/Frankreich 2019,
78 Min, schwedische OmU.

In Roy Anderssons neuem Film nimmt uns eine unverzagte Erzählerin an der Hand und lässt uns in anekdotenhaften kurzen Episoden traumgleich umherschweifen: vom Alltäglichsten zur absoluten Ausnahmesituation. Mit jedem Schnitt eröffnet ÜBER DIE UNENDLICHKEIT ein Fenster in eine elegische Welt, eine hyperreale Version der unseren. Ihre Bewohner sehen aus, als hätten sie nie die Sonne gesehen. Sie wirken abgekämpft, schäbig und traurig, die wenigen Ausnahmen bestätigen spöttisch die Regel.
Die meisten Miniaturen stehen für sich und werden nicht wieder aufgegriffen: Ein Paar beobachtet vorbeiziehende Vögel. Ein Kellner überfüllt ein Weinglas. Ein Ehestreit eskaliert auf offener Straße. Ein Mann wird im Bus von einer Existenzkrise überwältigt, ein anderer hingerichtet. Ein Liebespaar schwebt über einer ausgebrannten Stadt. Hitler erlebt seine letzten Stunden im Bunker. Ein Mädchen gießt eine Topfpflanze.
Der schwedische Regisseur bleibt seinen Markenzeichen treu: geisterhaft weißgeschminkte Männer, historische Referenzen, präzise gestaltete Tableaus, größtmögliche Reduktion. Manchmal werfen die einzelnen Situationen philosophische Fragen auf. Manchmal sind die Dinge, von denen berichtet wird, grotesk lustig, so wie der Zahnarzt, der frustriert von seinem Patienten mitten in der Behandlung aufsteht und lieber zum Trinken in die Kneipe geht. Die farbreduzierten lebenden Tableaus legen es jedoch nicht auf Pointen an, ihr Humor speist sich aus der tieferen Einsicht in die existenzielle Absurdität menschlichen Strebens. (nach: viennale.at; filmstarts.de; movies.ch, leokino.at)

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Die meisten Miniaturen stehen für sich und werden nicht wieder aufgegriffen: Ein Paar beobachtet vorbeiziehende Vögel. Ein Kellner überfüllt ein Weinglas. Ein Ehestreit eskaliert auf offener Straße. Ein Mann wird im Bus von einer Existenzkrise überwältigt, ein anderer hingerichtet. Ein Liebespaar schwebt über einer ausgebrannten Stadt. Hitler erlebt seine letzten Stunden im Bunker. Ein Mädchen gießt eine Topfpflanze.
Der schwedische Regisseur bleibt seinen Markenzeichen treu: geisterhaft weißgeschminkte Männer, historische Referenzen, präzise gestaltete Tableaus, größtmögliche Reduktion. Manchmal werfen die einzelnen Situationen philosophische Fragen auf. Manchmal sind die Dinge, von denen berichtet wird, grotesk lustig, so wie der Zahnarzt, der frustriert von seinem Patienten mitten in der Behandlung aufsteht und lieber zum Trinken in die Kneipe geht. Die farbreduzierten lebenden Tableaus legen es jedoch nicht auf Pointen an, ihr Humor speist sich aus der tieferen Einsicht in die existenzielle Absurdität menschlichen Strebens. (nach: viennale.at; filmstarts.de; movies.ch)

Ausführliche Kritik von Walter Gasperi und Trailer hier.