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Der unsichtbare Gast

Spannendes auf Netflix:

Der unsichtbare Gast (spanischer Originaltitel „Contratiempo“)

Spanien 2016, 110 Min, Cinemascope, Regie: Oriol Paulo

Auch die Spanier machen gute Krimis und Thriller. Doch sind sie etwas anders als das deutsche „Tatort“-Schema, wo meist am Anfang eine Leiche herumliegt, die beiden Komissar*innen kommen, dann ein Falscher verdächtigt wird und am Schluss doch alles aufgeklärt wird.

Bei diesem Film steht der Fokus auf dem sehr erfolgreichen Geschäftsmann Adrian, der, wie es für Machos artgerecht zu sein scheint, ab und zu fremd geht. Er täuscht seiner Frau vor geschäftlich nach Paris zu müssen, trifft sich aber in ruhiger Umgebung mit einer Geliebten. Bei der Heimfahrt gibt es einen Wildwechsel und ein voranfahrender Autofahrer scheint getötet worden zu sein. Doch leider kommen noch andere dazu,… jedenfalls versenkt er dessen Auto, meldet das eigene als gestohlen und lässt es verschrotten – damit die Frau nichts ahnt. Seine Geliebte nimmt unterdessen das Angebot eines in der Nähe lebenden Mechanikers an, den nur leicht beschädigten BMW zu reparieren, dabei stellt sie fest, dass der Getötete dessen Sohn ist. Von jetzt an wird es turbulent, die beiden in eine Falle gelockt und letztlich wird Adrian beschuldigt, seine Geliebte in einem abgelegenen Berghotel getötet zu haben. Alle Indizien sprechen dafür, eine Staranwältin soll ihm aus der misslichen Lage helfen…

In vielen Rückblenden werden nun verschiedene Sichtweisen eingenommen, wie man es dem Richter sagen könnte, dass es glaubhaft ist, er sei unschuldig. Doch das überraschende Ende lässt alles offen…

**** gute Kamera und Außenaufnahmen und extrem spannend!

Bajocero (Unter Null)

BAJOCERO

Spanien 2021, ca. 107 Min, Regie: Lluís Quílez
Drehbuch: Lluís Quílez, Fernando Navarro, mit Javier Gutiérrez in der Hauptrolle.

Seit 29.1.21 ist der spanische Thriller auf Netflix zu sehen und wer Hochspannung liegt richtig.
Martin ist Polizist und fährt auch Gefangenentransporter mit einem Spezialfahrzeug, das für jeden Gefangenen eine kleine Einzelzelle hat. Diesmal sind nicht nur die zu verlegenden Personen äußerst aggressiv, auch das Wetter ist entsprechend eiskalt und neblig und die Nachtfahrt somit kein Vergnügen.
Das voranfahrende Begleitfahrzeug verschwindet plötzlich und der Gefangenentransporter wird überfallen.
Martin ist kein brutaler Polizist und versucht die Lage zu deeskalieren.
Langsam erfährt man auch das Motiv des Mannes, der den Transport überfällt: er will aus einem der Gefangenen herauspressen, wo die Leiche seiner Tochter liegt, die er vergewaltigt und ermordet hat; dazu ist ihm jedes Mittel recht.
Es gelingt ihm Martin  im Transporter einzusperren und er lenkt das Fahrzeug auf einen zugefrorenen See, wo er ihn samt den eingeschlossenen Menschen versenkt, doch dank Martins Fachwissen gelingt einigen die Flucht aus dem eiskalten Wasser….
*** Wie bei all solchen Action -Filmen ist das Überleben in dieser Situation nicht sehr realistisch und natürlich gibt es einige Tote, aber für kurzweilige und eher typisch europäische Unterhaltung ist gesorgt.