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Apples – Mila

Apples – Mila

Griechenland / Polen / Slowenien 2020, 90 min, griech. O.m.U.
Regie: Christos Nikou
Ein Mann, der sich nach einer Pandemie nicht mehr an seine Vergangenheit erinnern kann, soll wieder ins Alltagsleben eingeführt werden. – „Ein herrlich schräges, sanft melancholisches Kleinod.“ (film-netz.com)

Mila – Apples

Eine rätselhafte Pandemie hat Teile der Menschheit befallen. Die Betroffenen können sich an ihr bisheriges Leben nicht erinnern und stranden im Nirgendwo, wie der Protagonist Aris, der in einem Bus in Athen aufgegriffen wird. Er kommt ins Spital, und nachdem er offenbar von niemandem vermisst wird, verordnet man ihm ein staatliches Programm, das ihn langsam wieder ans Alltagsleben heranführen soll. Dazu muss er verschiedene Aufgaben bewältigenRegisseur Nikou begleitet ihn mit einem herrlich lakonischen Humor. Wer sich an Yorgos Lanthimos erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch: Nikou war dessen Regieassistent bei DOGTOOTH (2009). (Andreas Ungerböck)

In Griechenland grassiert eine neue Pandemie, die eine sofortige Amnesie auslöst. Menschen in der Straßenbahn wissen nicht mehr, wer sie sind, wo sie wohnen, wohin sie wollten. Sie werden von der Rettung aufgegriffen, und wenn sie keine Dokumente bei sich haben, ins Spital gebracht. Dort werden sie fotografiert und aufwändige psychologische Gedächtnistests werden mit ihnen gemacht. Aris, der gerne Äpfel isst, wird ein Neustart-Programm angeboten. Er bekommt eine Wohnung, Geld und Anweisungen per Tonbandkassetten. Diese werden immer komplexer und können auch „geh in eine Tanzbar, trink viel, suche dir eine gute Tänzerin aus und mach mit ihr auf der Toilette Sex! So freundet er sich tatsächlich mit einer Frau an, die genau diese Anweisung offenbar kurz zuvor bekommen hat; doch sie möchte eine Beziehung aufbauen, keinen one-night-stand. (Norbert Fink)

Ich schrieb nach der Sichtung des Films in Linz 2021: Zweifellos sind mit der krankhaften Amnesie auch politische Zustände gemeint. Der Film ist durchgehend spannend, auch Musik spielt eine große Rolle, tragen alte Schlager und Filmfiguren auch zum Erinnern bei, genauso wie das Twist-Tanzen, und was die aktuelle Pandemie betrifft, so ein Neustart wäre für viele gar nicht schlecht. Der bislang beste Film! ****

CROSSING EUROPE AWARDS 2021:
 CROSSING EUROPE Audience Award – Best Fiction Film
Publikumspreis Spielfilm

Mila – Apples

Ausführliche Rezension von Walter Gasperi unter: https://www.film-netz.com/post/apples-mila

Apples – Mila

Apples – Mila

Griechenland / Polen / Slowenien 2020, 90 min, griech. O.m.U., Format 3:4
Regie: Christos Nikou
Ein Mann, der sich nach einer Pandemie nicht mehr an seine Vergangenheit erinnern kann, soll wieder ins Alltagsleben eingeführt werden. – „Ein herrlich schräges, sanft melancholisches Kleinod.“ (film-netz.com)

Apples – Mila

Eine rätselhafte Pandemie hat Teile der Menschheit befallen. Die Betroffenen können sich an ihr bisheriges Leben nicht erinnern und stranden im Nirgendwo, wie der Protagonist Aris, der in einem Bus in Athen aufgegriffen wird. Er kommt ins Spital, und nachdem er offenbar von niemandem vermisst wird, verordnet man ihm ein staatliches Programm, das ihn langsam wieder ans Alltagsleben heranführen soll. Dazu muss er verschiedene Aufgaben bewältigenRegisseur Nikou begleitet ihn mit einem herrlich lakonischen Humor. Wer sich an Yorgos Lanthimos erinnert fühlt, liegt nicht ganz falsch: Nikou war dessen Regieassistent bei DOGTOOTH (2009). (Andreas Ungerböck)

In Griechenland grassiert eine neue Pandemie, die eine sofortige Amnesie auslöst. Menschen in der Straßenbahn wissen nicht mehr, wer sie sind, wo sie wohnen, wohin sie wollten. Sie werden von der Rettung aufgegriffen, und wenn sie keine Dokumente bei sich haben, ins Spital gebracht. Dort werden sie fotografiert und aufwändige psychologische Gedächtnistests werden mit ihnen gemacht. Aris, der gerne Äpfel isst, wird ein Neustart-Programm angeboten. Er bekommt eine Wohnung, Geld und Anweisungen per Tonbandkassetten. Diese werden immer komplexer und können auch „geh in eine Tanzbar, trink viel, suche dir eine gute Tänzerin aus und mach mit ihr auf der Toilette Sex! So freundet er sich tatsächlich mit einer Frau an, die genau diese Anweisung offenbar kurz zuvor bekommen hat; doch sie möchte eine Beziehung aufbauen, keinen one-night-stand. (Norbert Fink)

Ich schrieb nach der Sichtung des Films in Linz 2021: Zweifellos sind mit der krankhaften Amnesie auch politische Zustände gemeint. Der Film ist durchgehend spannend, auch Musik spielt eine große Rolle, tragen alte Schlager und Filmfiguren auch zum Erinnern bei, genauso wie das Twist-Tanzen, und was die aktuelle Pandemie betrifft, so ein Neustart wäre für viele gar nicht schlecht. Der bislang beste Film! ****

CROSSING EUROPE AWARDS 2021:
 CROSSING EUROPE Audience Award – Best Fiction Film
Publikumspreis Spielfilm

Mila – Apples

Ausführliche Rezension von Walter Gasperi unter: https://www.film-netz.com/post/apples-mila

Publikumspreis Spielfilm beim Crossing Europe Festival in Linz, 2021

„Absurde Komik, leise Melancholie: ‚Apples‘ – ein griechischer Spielfilm über das Vergessen, den man so schnell nicht vergisst.“ (SRF Kultur)

„In zeitloser Form und mit leisem, leicht schrägem Humor erzählt der Grieche Christos Ni­kou in seinem Debüt eine so originelle wie univer­selle Geschichte über Erinnern und Vergessen und darüber, was Identität ausmacht.“ (Schweiz am Wochenende)