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The Power of the Dog

The Power of the Dog

Neuseeland / Australien 2021, 127 min, Scope, engl. O.m.U.
Regie: Jane Campion
Mit Benedict Cumberbatch, Jesse Plemons, Kirsten Dunst, Kodi Smit-McPhee
Das Jahr 1925 im ländlichen Montana: Die unverheirateten, wohlhabenden Brüder Phil und George Burbank, die schon lange zusammen leben, kehren während ihres Viehtriebs bei der verwitweten Gasthausbesitzerin Rose ein. Der ruhige und einfache George sucht zusehends nach weiblicher Wärme und ist schnell von Rose angetan; sein hochintelligenter, aber rau und menschenfeindlich auftretender Bruder Phil macht sich hingegen über Roses feminin wirkenden Sohn Peter lustig. George und Rose heiraten kurz darauf. Phil denkt, dass Rose George nur des Geldes wegen geheiratet hat. Ihr Verhältnis zu Rose wird immer gespannter, sie beginnt zu trinken. Als Peter, der Medizin studiert,  in den Sommerferien auf die Ranch kommt, wird er erst angefeindet. Als er jedoch Phil´s homoerotische Neigungen entdeckt, wird Phil plötzlich freundlich zu ihm… Milzbrand taucht in der Gegend auf…

The Power of the Dog, George und Rose

1925. Zwei Brüder, die gemeinsam eine große Ranch in Montana besitzen, versuchen auf ihre Weise das gemeinsame Land zu führen. Allerdings könnten Phil und George nicht unterschiedlicher sein: Während Phil mit Strenge und Härte auf der Farm anpackt, will sich George der Kontrolle seines Bruders entziehen. Er legt mehr Wert auf teure Autos, gute Kleidung und ein Leben fernab von Rindern und Feldarbeit. Die Heirat mit der Witwe Rose  könnte sein Ausweg aus seinem bisherigen Leben sein. Zusammen mit ihr und ihrem Sohn Peter will er auf der Ranch einen neuen Lebensabschnitt markieren. Die Fronten zu seinem Bruder Phil scheinen sich durch die Anwesenheit von Rose jedoch nur zu verstärken. Von familiärer Liebe und Gastfreundlichkeit ist nichts zu spüren. Allerdings beginnen sich die Machtverhältnisse nach und nach zu verschieben.

„Ein bildgewaltig-sinnliches Drama um verdrängtes homosexuelles Begehren und die Fetischisierung der Cowboy-Kultur als Idol archaischer Maskulinität; formal meisterlich inszeniert und hervorragend gespielt.“ (filmdienst.de)

Power of the Dog, Benedict Cumberbatch


Eine Netflix-Produktion.
Gewinner von 5 Golden Globes – Best Picture Drama, beste männliche Nebenrolle für Kodi Smit-McPhee, beste Regie für Jane Campion, bester Hauptdarsteller für Benedict Cumberbatch, beste weibliche Nebenrolle für Kirsten Caroline Dunst
12 Oscar – Nominationen für 2022

Meine Bewertung: Ein herausragender Neo-Western ****

Trailer: https://youtu.be/mkLrUNsu3oY

Ausführliche Rezension von Walter Gasperi unter: https://www.film-netz.com/post/the-power-of-the-dog

 

The Power of the Dog

The Power of the Dog

Neuseeland / Australien 2021, 127 min, Scope, engl. O.m.U.
Regie: Jane Campion
Mit Benedict Cumberbatch, Jesse Plemons, Kirsten Dunst, Kodi Smit-McPhee
Das Jahr 1925 im ländlichen Montana: Die unverheirateten, wohlhabenden Brüder Phil und George Burbank, die schon lange zusammen leben, kehren während ihres Viehtriebs bei der verwitweten Gasthausbesitzerin Rose ein. Der ruhige und einfache George sucht zusehends nach weiblicher Wärme und ist schnell von Rose angetan; sein hochintelligenter, aber rau und menschenfeindlich auftretender Bruder Phil macht sich hingegen über Roses feminin wirkenden Sohn Peter lustig. George und Rose heiraten kurz darauf. Phil denkt, dass Rose George nur des Geldes wegen geheiratet hat. Ihr Verhältnis zu Rose wird immer gespannter, sie beginnt zu trinken. Als Peter, der Medizin studiert,  in den Sommerferien auf die Ranch kommt, wird er erst angefeindet. Als er jedoch Phil´s homoerotische Neigungen entdeckt, wird Phil plötzlich freundlich zu ihm… Milzbrand taucht in der Gegend auf…

The Power of the Dog

1925. Zwei Brüder, die gemeinsam eine große Ranch in Montana besitzen, versuchen auf ihre Weise das gemeinsame Land zu führen. Allerdings könnten Phil und George nicht unterschiedlicher sein: Während Phil mit Strenge und Härte auf der Farm anpackt, will sich George der Kontrolle seines Bruders entziehen. Er legt mehr Wert auf teure Autos, gute Kleidung und ein Leben fernab von Rindern und Feldarbeit. Die Heirat mit der Witwe Rose  könnte sein Ausweg aus seinem bisherigen Leben sein. Zusammen mit ihr und ihrem Sohn Peter will er auf der Ranch einen neuen Lebensabschnitt markieren. Die Fronten zu seinem Bruder Phil scheinen sich durch die Anwesenheit von Rose jedoch nur zu verstärken. Von familiärer Liebe und Gastfreundlichkeit ist nichts zu spüren. Allerdings beginnen sich die Machtverhältnisse nach und nach zu verschieben.

„Ein bildgewaltig-sinnliches Drama um verdrängtes homosexuelles Begehren und die Fetischisierung der Cowboy-Kultur als Idol archaischer Maskulinität; formal meisterlich inszeniert und hervorragend gespielt.“ (filmdienst.de)

Power of the Dog, Benedict Cumberbatch


Eine Netflix-Produktion.

Gewinner von 5 Golden Globes – Best Picture Drama, beste männliche Nebenrolle für Kodi Smit-McPhee, beste Regie für Jane Campion, bester Hauptdarsteller für Benedict Cumberbatch, beste weibliche Nebenrolle für Kirsten Caroline Dunst
12 Oscar – Nominationen für 2022

Meine Bewertung: Ein herausragender Neo-Western ****

Trailer: https://youtu.be/mkLrUNsu3oY

Ausführliche Rezension von Walter Gasperi unter: https://www.film-netz.com/post/the-power-of-the-dog

Parasite

Parasite

Regie: Bong Joon-ho, Südkorea, 2019, 132 Min, Dolby 5.1.

Der Film, der nicht nur die Goldene Palme von Cannes und einen Golden Globe, sondern auch vier Oscars errang ist deswegen (wieder) im Kino zu sehen.
Er fasziniert nicht nur durch seine vielen überraschenden Wendungen, sondern auch durch extreme Ping-Pong-Stereo Effekte über alle 5 Kanäle.

Es geht um arm und reich. Die ganz arme Familie Gi-taek, die zu viert in einem Kellerloch haust und als Erwerbsarbeit höchstens Pizzaschachteln faltet, steht einer ganz reichen gegenüber, die in einer riesigen Luxusvilla in einem Park lebt und auch so heißt.
Als der Sohn der Gi-taeks die seltene Chance erhält, bei den Parks Englisch-Nachhilfe zu geben (natürlich mit gefälschten Diplomen) gelingt es ihm, die gesamten Angestellten der Fam. Park abspenstig zu machen und die eigene Familie dort in den Einsatz zu bringen, was eigentlich gut gelingt, wäre da nicht ein eigenartiger Geruch, den sie verströmen.
Auch der Keller mit Atombunker (schließlich ist ja Nordkorea in der Nähe) birgt ein dunkles Geheimnis, auf das sie aufmerksam werden, als die Parks einen Ausflug machen und die Ga-taeks den Luxus einmal in vollen Zügen genießen wollen. Doch die Hausbesitzer kehren vorzeitig zurück und planen für die Kinder ein großes Indianerfest, alle Gi-taeks müssen da anpacken, doch dann wirds sehr blutig.

**** Was harmlos beginnt und böse endet, bietet uns klassische Kinounterhaltung, wer die Parasiten sind, mag jeder selbst entscheiden. Die Armen die sich trickreich einnisten, oder die Reichen, die ihre Hausangestellten und Fahrer zwar bezahlen, aber auch jederzeit wieder willkürlich entlassen, wenn sie nicht immer und jederzeit für sie schuften? Jedenfalls wird die kräftige Familienbande der Südkoreaner zelebriert.