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Ich bin dein Mensch

Ich bin dein Mensch

Regie: Maria Schrader, Drehbuch: Jan Schomburg, Maria Schrader, frei nach Motiven der Kurzgeschichte von Emma Braslavsky, Deutschland 2021,
104 Minuten, dt. OF, Format 2:1

Alma (Maren Eggert) ist Wissenschaftlerin am berühmten Pergamon-Museum in Berlin. Um an Forschungsgelder für ihre Arbeit zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse zugeschnittenen humanoiden Roboter zusammenleben, dessen künstliche Intelligenz darauf angelegt ist, der perfekte Lebenspartner für sie zu sein. Alma trifft auf Tom (Dan Stevens), eine hochentwickelte Maschine in Menschengestalt, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen….
ICH BIN DEIN MENSCH erzählt von einer Begegnung, die uns in der nahen Zukunft vielleicht erwartet. Es ist eine melancholische Komödie um die Fragen der Liebe, der Sehnsucht und was den Menschen zum Menschen macht.

Als Wissenschaftlerin steht Alma dem Humanoiden Tom naturgemäß skeptisch gegenüber. Dass sie den auf Wunscherfüllung programmierten, zudem recht ansehnlichen Robotermann testet, spült jedoch dringend benötigte Forschungsmittel an ihr Institut, also was bleibt ihr übrig? Außer, sich nach Kräften gegen den Charme der Maschine zu wehren…
(Alexandra Seitz / Katalog Crossing Europe)

Mein Kommentar:
Durchaus lustig und geistreich ist Maria Schraders Film, der hier in Linz zum ersten Mal vor echtem Publikum in einem echten Kino lief. Die am Pergamon-Institut in führender Position tätige Keilschrift-Expertin und überzeugte Single-Frau Alma – sie glaubt weder an Gott noch an die Liebe – soll über humanoide Roboter ein Gutachten schreiben und bekommt so ein Exemplar zum Test für drei Wochen mit nach Hause. Sex will sie (vorerst) keinen mit ihm, bzw. als sie einmal sturzbetrunken welchen von ihm einfordert, verweigert er die Dienstleistung. Der Roboter ist natürlich hochintelligent, hat Zugriff zum gesamten Internetwissen und rechnet auch so schnell wie ein Computer. Mit symbolischen Vergleichen, Satire und Witzen tut er sich jedoch schwer. Eigentlich will sie ihn ja wieder zurückgeben, aber die Perspektive, dass er einfach gelöscht wird ihr dann doch zu hart. ***1/2 (Norbert Fink)

„Wie ein gelungener Flirt, keine Szene, keine Geste ist ohne Bedeutung, und ständig gibt es etwas zu lachen.“ Süddeutsche Zeitung;
Silberner Bär, Berlinale 2021: für Maren Eggert (beste Darstellerin)

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