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Parasite

Parasite

Regie: Bong Joon-ho, Südkorea, 2019, 132 Min, Dolby 5.1.

Der Film, der nicht nur die Goldene Palme von Cannes und einen Golden Globe, sondern auch vier Oscars errang ist deswegen (wieder) im Kino zu sehen.
Er fasziniert nicht nur durch seine vielen überraschenden Wendungen, sondern auch durch extreme Ping-Pong-Stereo Effekte über alle 5 Kanäle.

Es geht um arm und reich. Die ganz arme Familie Gi-taek, die zu viert in einem Kellerloch haust und als Erwerbsarbeit höchstens Pizzaschachteln faltet, steht einer ganz reichen gegenüber, die in einer riesigen Luxusvilla in einem Park lebt und auch so heißt.
Als der Sohn der Gi-taeks die seltene Chance erhält, bei den Parks Englisch-Nachhilfe zu geben (natürlich mit gefälschten Diplomen) gelingt es ihm, die gesamten Angestellten der Fam. Park abspenstig zu machen und die eigene Familie dort in den Einsatz zu bringen, was eigentlich gut gelingt, wäre da nicht ein eigenartiger Geruch, den sie verströmen.
Auch der Keller mit Atombunker (schließlich ist ja Nordkorea in der Nähe) birgt ein dunkles Geheimnis, auf das sie aufmerksam werden, als die Parks einen Ausflug machen und die Ga-taeks den Luxus einmal in vollen Zügen genießen wollen. Doch die Hausbesitzer kehren vorzeitig zurück und planen für die Kinder ein großes Indianerfest, alle Gi-taeks müssen da anpacken, doch dann wirds sehr blutig.

**** Was harmlos beginnt und böse endet, bietet uns klassische Kinounterhaltung, wer die Parasiten sind, mag jeder selbst entscheiden. Die Armen die sich trickreich einnisten, oder die Reichen, die ihre Hausangestellten und Fahrer zwar bezahlen, aber auch jederzeit wieder willkürlich entlassen, wenn sie nicht immer und jederzeit für sie schuften? Jedenfalls wird die kräftige Familienbande der Südkoreaner zelebriert.