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Honeyland

Regie: Tamara Kotevska & Ljubomir Stefanov;
Nord-Mazedonien 2019, 89 Min; türkisch-mazedonisch-bosnisch- serbo-kroatische OmU;
Mit: Hatidze Muratova, Nazife Muratova, Hussein Sam, Ljutvie Sam und deren Kinder.

Honeyland

Wenn eine Nomadenfamilie ins „Honeyland“ einzieht und alle Grundregeln bricht, muss die letzte Wildimkerin Europas ihre Bienen retten und das notwendige Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur wiederherstellen.

Eine abgelegene Bergregion Nordmazedoniens. Hier lebt Hatidze Muratova mit ihrer alten Mutter. In einem Dorf ohne Straßen, Strom und fließendes Wasser, ist sie die letzte in einer langen Reihe von Wildbienenzüchter_innen, die ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf ihres nachhaltig produzierten Honigs in kleinen Chargen bestreitet. Die friedliche Koexistenz von Hatidze und ihren Wildbienen wird durch die Ankunft einer Wanderfamilie mit ihren brüllenden Motoren, sieben Kindern sowie einer Viehherde ins Wanken gebracht. Hatidze begegnet der Veränderung im ersten Moment optimistisch, doch es dauert nicht lange, bis sich ein Konflikt entfacht, der die grundlegende Spannung zwischen Mensch und Natur, Harmonie und Zwietracht, Ausbeutung und Nachhaltigkeit offenbart.

Wer hätte gedacht, dass sich eine der bemerkenswertesten Dokus dieses Jahres ausgerechnet auf eine abgelegene Bergregion tief im Balkan konzentriert, auf ein mazedonisches Dorf ohne Straßen, Strom und fließendes Wasser? Dort lebt Hatidze Muratova, die letzte in einer langen Reihe von Wildbienenzüchterinnen, die ihren Lebensunterhalt durch das Sammeln wilden Honigs verdient, den sie in der nächsten Stadt in kleinen Portionen verkauft. Trotz minimaler Schutzausrüstung scheint Hatidze niemals gestochen zu werden. Merken die Bienen, mit wieviel Respekt sie sie behandelt? Hören sie die Lieder, die sie leise singt, während sie ihre Arbeit macht? Hatidze lebt in den Ruinen eines Bauerndorfes, einige Stunden von der Hauptstadt Skopje entfernt. Sie ist eine Frau mit unfassbarer Lebenskraft und trockenem Humor. Sie muss nicht nur sich selbst, sondern auch ihre 85-jährige kranke Mutter mit dem Erlös versorgen, doch die beiden kommen in ihrem eingespielten Alltag gut zurecht.
Die Filmcrew rund um die RegisseurInnen Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov begleitete die Imkerin über drei Jahre lang mit leichter, unauffälliger Ausrüstung, ohne den türkischen Bergdialekt, der in der Gegend gesprochen wird, zu verstehen. Während dieser Zeit wird Hatidzes friedliches Dasein durch die Ankunft einer wandernden Familie mit ihren sieben wild lebenden Kindern und einer Rinderherde auf den Kopf gestellt. Voller Wärme und Humor und mit außerordentlich schönen Bildern ist der Film eine Parabel über die drohende Zerstörung der fragilen Beziehung zwischen Mensch und Natur. (nach: orf.at)

Auszeichnungen:
Oscar Nominierung „Bester Dokumentarfim“ und „Bester internationaler Film“
Sundance Film Festival 2019: Cinematography Award, Grand Jury Prize, World Cinema Documentary Special Jury Award;
Best Cinematography, International Documentary Association Awards, 2019, L.A.
Sarasota Film Festival 2019: Special Jury Prize;
Montclair Film Festival (MFF) 2019: Bruce Sinofsky Prize for Documentary Feature;
Millennium Docs Against Gravity 2019: Bydgoszcz ART.DOC Award, Grand Prix Bank Millenium Award, The Mayor of Gdynia Award;
DocsBarcelona, ES 2019: DocsBarcelona TV3 Award;
DocAviv Film Festival 2019: Best International Film;
Berkshire International Film Festival (BIFF) 2019: Jury Award;

Trailer ist auf dieser Seite: http://stadtkinowien.at/film/1186/

Leo Kaserer mit „Last Fisherman“ beim FKC

Last Fischerman – Diskussion mit Leo Kaserer
Am 17. und 18.5.17 war Leo Kaserer zu Gast beim FKC.  Am Donnerstag abend ergab
sich im Cinema Dornbirn eine interessante Diskussion um seinen „Wohlfühl-Dokumentarfilm“, der den letzten traditionellen und nachhaltigen Fischer in Cornwall, Malcolm Baker, in den Vordergrund stellte.

Während der Film lief lud FKC-Obmann Norbert Fink Leo Kaserer zu einem Abendessen ins Gemsle ein.