Schlagwort-Archiv: Dokumentarfilm

Gestorben wird morgen (mit Event)

ABGESAGT

Gestorben wird morgen

Deutschland 2019, 73 min, engl. O.m.U.
Regie: Susan Gluth

Doku über die nur für Rentner entworfene Retortenstadt Sun City im US-Bundesstaat Arizona. Der Film hinterfragt das Leben im Seniorenreservat nicht, sondern porträtiert seine unternehmungslustigen Bewohner mit viel Sympathie. (filmdienst)

Sun City in Arizona ist ein Ort, an den man zum Sterben kommt. Aber bis es so weit ist, kann man ja noch etwas Spaß haben. Das kleine Paradies unter der Sonne Arizonas ist perfekt auf die Rentner eingestellt, mit extrabreiten Straßen, einer Überfülle an Apotheken und Discount-Bestattern. Das heißt aber nicht, dass es langweilig werden muss. Filmemacherin Susan Gluth taucht in den Alltag des Ortes ein und begleitet einige der Bewohner, die mit ihrer Haltung zum Alter überraschen: Im Alter kommen ja Schmerz und Leid. Das stimmt zwar, aber Olive (87) lässt sich trotzdem ihren kindlichen Humor nicht nehmen. Wenn die Schmerzen zu stark werden, könne man ja auch einfach eine Pille nehmen, wie Betty Jane (90) erklärt. Oder man lässt einfach wie Jim (83) Fünfe gerade sein. Roger (75) und Kitty (74) genießen Ausritte auf ihrer Harley und obwohl Dee (88) fast blind ist und nur schwer hören kann, hat sie den besten Sex ihres Lebens! Die jüngsten Protagonisten sind 65, der Älteste 101 Jahre!

„’Gestorben wird morgen‘ erzählt ungewöhnliche Alltagsgeschichten und bietet spannende Einblicke in eine fremde Welt, ohne jedoch die Ernsthaftigkeit der Thematik zu verschweigen.“ (programmkino.de)

„Eine Dokumentation, die mit Leichtigkeit und Witz schwere Themen behandelt und die Frage stellt, wie wir selbst leben wollen, wenn wir einmal in dem hohen Alter angekommen sind.“ (volkskino.net)

„Faszination zwischen Staunen, Wundern, Schrecken.“ (TV Spielfilm)

„Ein grandioser Dokumentarfilm, der auch visuell überzeugt.“ (3SAT Kulturzeit)

„Der Film ist nicht gänzlich frei von Realsatire, etwa wenn die Kamera die unzähligen Apotheken entlang der Straße abfährt oder eine Seniorin in Lederkluft mit einer Rockband einen Song namens „Menopause“ performt. Aber alte Menschen im Jugendwahn gibt es schließlich auch außerhalb von Sun City. Der Song bezeugt auch eine Selbstironie, die unter den Bewohnern erstaunlich ausgeprägt ist. Dass „Gestorben wird Morgen“ dieses Seniorenreservat nicht infrage stellt, wird manchen irritieren. Doch es spricht für den Film, dass er das Urteil über Sun City den Zuschauern überlässt.“ (Filmdienst.de)

Gestorben wird Morgen

Kann das Alter Glück sein? In Sun City, einer Stadt nur für Rentner, wo der Tod bereits um viele Ecken schleicht, lautet die Antwort meist: Ja! Mit der richtigen Haltung schon! – „Faszination zwischen Staunen, Wundern, Schrecken.“ (TV Spielfilm)

Trailer: https://player.vimeo.com/video/315466395

Bei der Vorstellung am Donnerstag wird die Regisseurin Susan Gluth,  der Landesobmann des Senorenbundes, Alt-Bürgermeister und Alt-Landtagsabgeordneter Werner Huber, sowie eine Vertreterin der Stadt anwesend sein und zur Diskussion zur Verfügung stehen.

Gestorben wird morgen

ABGESAGT

Gestorben wird morgen

Deutschland 2019, 73 min, engl. O.m.U.
Regie: Susan Gluth

Gestorben wird Morgen

Der Film hinterfragt das Leben im Seniorenreservat nicht, sondern porträtiert seine unternehmungslustigen Bewohner mit viel Sympathie. (filmdienst)

Sun City in Arizona ist ein Ort, an den man zum Sterben kommt. Aber bis es so weit ist, kann man ja noch etwas Spaß haben. Das kleine Paradies unter der Sonne Arizonas ist perfekt auf die Rentner eingestellt, mit extrabreiten Straßen, einer Überfülle an Apotheken und Discount-Bestattern. Das heißt aber nicht, dass es langweilig werden muss. Filmemacherin Susan Gluth taucht in den Alltag des Ortes ein und begleitet einige der Bewohner, die mit ihrer Haltung zum Alter überraschen: Im Alter kommen ja Schmerz und Leid. Das stimmt zwar, aber Olive (87) lässt sich trotzdem ihren kindlichen Humor nicht nehmen. Wenn die Schmerzen zu stark werden, könne man ja auch einfach eine Pille nehmen, wie Betty Jane (90) erklärt. Oder man lässt einfach wie Jim (83) Fünfe gerade sein. Roger (75) und Kitty (74) genießen Ausritte auf ihrer Harley und obwohl Dee (88) fast blind ist und nur schwer hören kann, hat sie den besten Sex ihres Lebens! Die jüngsten Protagonisten sind 65, der Älteste 101 Jahre!

„’Gestorben wird morgen‘ erzählt ungewöhnliche Alltagsgeschichten und bietet spannende Einblicke in eine fremde Welt, ohne jedoch die Ernsthaftigkeit der Thematik zu verschweigen.“ (programmkino.de)

„Faszination zwischen Staunen, Wundern, Schrecken.“ (TV Spielfilm)

„Ein grandioser Dokumentarfilm, der auch visuell überzeugt.“ (3SAT Kulturzeit)

„Der Film ist nicht gänzlich frei von Realsatire, etwa wenn die Kamera die unzähligen Apotheken entlang der Straße abfährt oder eine Seniorin in Lederkluft mit einer Rockband einen Song namens „Menopause“ performt. Aber alte Menschen im Jugendwahn gibt es schließlich auch außerhalb von Sun City. Der Song bezeugt auch eine Selbstironie, die unter den Bewohnern erstaunlich ausgeprägt ist. Dass „Gestorben wird Morgen“ dieses Seniorenreservat nicht infrage stellt, wird manchen irritieren. Doch es spricht für den Film, dass er das Urteil über Sun City den Zuschauern überlässt.“ (Filmdienst.de)

Kann das Alter Glück sein? In Sun City, einer Stadt nur für Rentner, wo der Tod bereits um viele Ecken schleicht, lautet die Antwort meist: Ja! Mit der richtigen Haltung schon! – „Faszination zwischen Staunen, Wundern, Schrecken.“ (TV Spielfilm)

Trailer: https://player.vimeo.com/video/315466395

„Eine Dokumentation, die mit Leichtigkeit und Witz schwere Themen behandelt“
Hinweis: Eine Diskussion mit der Regisseurin Susan Gluth ist nur am Donnerstag möglich!

Die Dohnal

Die Dohnal
FRAUENMINISTERIN | FEMINISTIN | VISIONÄRIN

Regie: Sabine Derflinger, Österreich 2019, Dokumentarfilm, 104 Min. Protagonist_innen: Annemarie Aufreiter, Ingrid Dohnal, Johanna-Helen Dohnal, Ferdinand Lacina, Alice Schwarzer, Bruno Kreisky, Franz Vranitzky, Elisabeth Rosenmayr, Christine Stromberger, Trautl Brandstaller, Julia Pühringer u.a.

Die Dohnal

Johanna Dohnal (14.2.1939 – 20.2.2010) war nicht nur eine Politikerin, die für Frauen und Mädchen in Österreichs konservativer Gesellschaft die gesetzlichen und sozialen Rahmenbedingungen grundlegend verbessert hat, sie war eine Feministin und Visionärin, die leider viel zu früh an der Umsetzung ihrer Visionen gehindert wurde. Anders auf den Punkt gebracht: „Johanna Dohnal war eine lesbisch-feministische Superheldin.“ (Katja Wiederspahn in: viennale.at).
Trotzdem weiß die jüngere Generation erstaunlich wenig über das politische Wirken der ehemaligen Staatssekretärin für Frauenfragen und Bundesministerin für Frauenangelegenheiten, auf die wichtige Gesetze zur Gleichstellung von Frauen, zum Gewaltschutz und zur Frauenförderung zurückgehen. „Sabine Derflinger hat in DIE DOHNAL der unermüdlichen Kämpferin und Wegbereiterin der Frauensache ein vielstimmiges Portrait gewidmet.“ (Karin Schiefer, AFC)
Interviews mit Johanna Dohnals Tochter, mit der Enkelin, der Lebenspartnerin sowie mit ehemaligen beruflichen und politischen Weggefährt_innen werden mit TV-Beiträgen des ORF geschickt verknüpft. „Das Archivmaterial, in dem Johanna Dohnal zu Wort kommt, bildet das Herz des Filmes“ meint Sabine Derflinger. Ausschnitte aus legendären Sendungen wie Club 2 oder Prisma vermitteln nicht nur das gesellschaftliche Klima der 1970er und 80er Jahre sondern nebenbei auch ein Stück Mediengeschichte. Der Regisseurin gelingt es dadurch, den patriarchalen Zeitgeist sichtbar zu machen und die Person Johanna Dohnal lebendig in Erinnerung zu rufen: ihren Humor, ihre geistreiche und unbeirrbare Art, ihren Willen, ihre Beharrlichkeit und ihre Zuversicht.
Derflinger erinnert mit historischer Präzision an Dohnals politisches Vermächtnis und schlägt eine Brücke zu Gegenwart und Zukunft, indem sie auch den Überlegungen junger Journalist_innen und Aktivist_innen Raum gibt. „Der Film ist genau das geworden, was ich mir gewünscht hatte: es sollte ein Film werden, in dem sich die Generationen begegnen, einer, der Johanna Dohnal lebendig werden lässt und ein Film, der Feminismus begreifbar macht, nämlich nicht als etwas, das man als Hobby betreibt, sondern [etwas,] das ein grundlegendes Menschenrecht darstellt, das sich absurderweise noch immer nicht durchgesetzt hat.“ (Sabine Derflinger)

Der Regisseurin gelingt es dadurch, den patriarchalen Zeitgeist sichtbar zu machen und die Person Johanna Dohnal lebendig in Erinnerung zu rufen: ihren Humor, ihre geistreiche und unbeirrbare Art, ihren Willen, ihre Beharrlichkeit und ihre Zuversicht.

Ausführliche Filmkritik von Walter Gasperi und Trailer

Honeyland

Regie: Tamara Kotevska & Ljubomir Stefanov;
Nord-Mazedonien 2019, 89 Min; türkisch-mazedonisch-bosnisch- serbo-kroatische OmU;
Mit: Hatidze Muratova, Nazife Muratova, Hussein Sam, Ljutvie Sam und deren Kinder.

Honeyland

Wenn eine Nomadenfamilie ins „Honeyland“ einzieht und alle Grundregeln bricht, muss die letzte Wildimkerin Europas ihre Bienen retten und das notwendige Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur wiederherstellen.

Eine abgelegene Bergregion Nordmazedoniens. Hier lebt Hatidze Muratova mit ihrer alten Mutter. In einem Dorf ohne Straßen, Strom und fließendes Wasser, ist sie die letzte in einer langen Reihe von Wildbienenzüchter_innen, die ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf ihres nachhaltig produzierten Honigs in kleinen Chargen bestreitet. Die friedliche Koexistenz von Hatidze und ihren Wildbienen wird durch die Ankunft einer Wanderfamilie mit ihren brüllenden Motoren, sieben Kindern sowie einer Viehherde ins Wanken gebracht. Hatidze begegnet der Veränderung im ersten Moment optimistisch, doch es dauert nicht lange, bis sich ein Konflikt entfacht, der die grundlegende Spannung zwischen Mensch und Natur, Harmonie und Zwietracht, Ausbeutung und Nachhaltigkeit offenbart.

Wer hätte gedacht, dass sich eine der bemerkenswertesten Dokus dieses Jahres ausgerechnet auf eine abgelegene Bergregion tief im Balkan konzentriert, auf ein mazedonisches Dorf ohne Straßen, Strom und fließendes Wasser? Dort lebt Hatidze Muratova, die letzte in einer langen Reihe von Wildbienenzüchterinnen, die ihren Lebensunterhalt durch das Sammeln wilden Honigs verdient, den sie in der nächsten Stadt in kleinen Portionen verkauft. Trotz minimaler Schutzausrüstung scheint Hatidze niemals gestochen zu werden. Merken die Bienen, mit wieviel Respekt sie sie behandelt? Hören sie die Lieder, die sie leise singt, während sie ihre Arbeit macht? Hatidze lebt in den Ruinen eines Bauerndorfes, einige Stunden von der Hauptstadt Skopje entfernt. Sie ist eine Frau mit unfassbarer Lebenskraft und trockenem Humor. Sie muss nicht nur sich selbst, sondern auch ihre 85-jährige kranke Mutter mit dem Erlös versorgen, doch die beiden kommen in ihrem eingespielten Alltag gut zurecht.
Die Filmcrew rund um die RegisseurInnen Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov begleitete die Imkerin über drei Jahre lang mit leichter, unauffälliger Ausrüstung, ohne den türkischen Bergdialekt, der in der Gegend gesprochen wird, zu verstehen. Während dieser Zeit wird Hatidzes friedliches Dasein durch die Ankunft einer wandernden Familie mit ihren sieben wild lebenden Kindern und einer Rinderherde auf den Kopf gestellt. Voller Wärme und Humor und mit außerordentlich schönen Bildern ist der Film eine Parabel über die drohende Zerstörung der fragilen Beziehung zwischen Mensch und Natur. (nach: orf.at)

Auszeichnungen:
Oscar Nominierung „Bester Dokumentarfim“ und „Bester internationaler Film“
Sundance Film Festival 2019: Cinematography Award, Grand Jury Prize, World Cinema Documentary Special Jury Award;
Best Cinematography, International Documentary Association Awards, 2019, L.A.
Sarasota Film Festival 2019: Special Jury Prize;
Montclair Film Festival (MFF) 2019: Bruce Sinofsky Prize for Documentary Feature;
Millennium Docs Against Gravity 2019: Bydgoszcz ART.DOC Award, Grand Prix Bank Millenium Award, The Mayor of Gdynia Award;
DocsBarcelona, ES 2019: DocsBarcelona TV3 Award;
DocAviv Film Festival 2019: Best International Film;
Berkshire International Film Festival (BIFF) 2019: Jury Award;

Trailer ist auf dieser Seite: http://stadtkinowien.at/film/1186/

Leo Kaserer mit „Last Fisherman“ beim FKC

Last Fischerman – Diskussion mit Leo Kaserer
Am 17. und 18.5.17 war Leo Kaserer zu Gast beim FKC.  Am Donnerstag abend ergab
sich im Cinema Dornbirn eine interessante Diskussion um seinen „Wohlfühl-Dokumentarfilm“, der den letzten traditionellen und nachhaltigen Fischer in Cornwall, Malcolm Baker, in den Vordergrund stellte.

Während der Film lief lud FKC-Obmann Norbert Fink Leo Kaserer zu einem Abendessen ins Gemsle ein.