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Last Film Show

Das Licht, aus dem die Träume sind – Last Film Show

Frankreich / Indien 2021, 112 min, Scope, guyarati- ind. O.m.U.
Regie: Pan Nalin
Als die Magie des Kinos das Herz des neunjährigen Samay erobert, setzt er Himmel und Erde in Bewegung, um seine 35mm-Träume zu verwirklichen. – „Ein zärtlicher und bewegender Liebesbrief an die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens.“ (Stadtkino Wien)

Der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch die Welt von Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird auf den Kopf gestellt, als er von seinem Vater zum ersten Mal in das örtliche Kino mitgenommen wird. Danach ist er sich sicher: Er möchte Filme machen! Ein glücklicher Zufall lässt ihn auf den Filmvorführer Fazal treffen, der von den Kochkünsten von Samays Mutter begeistert ist und ihn im Austausch gegen den Inhalt seiner Lunchbox kostenlos Filme schauen lässt. Kurzerhand beginnt Samay die Schule zu schwänzen und seine Zeit lieber im Projektionsraum des Kinos zu verbringen. Hier taucht er Tag für Tag in fantastische Welten ein. Doch die Idylle droht ein jähes Ende zu finden: Die Ära des Zelluloids neigt sich ihrem Ende zu und dem örtlichen Kino droht die Schließung. Samays Vater ist außerdem nicht begeistert von den Plänen seines Sohnes, Licht einzufangen und Bilder in Bewegung zu setzen. Um seinen Traum zu verwirklichen, muss Samay die Rettung des Kinos selbst in die Hand nehmen – denn seine Geschichte besteht darauf, erzählt zu werden.

Last Film Show

In warmen, nostalgischen Bildern lässt DAS LICHT, AUS DEM DIE TRÄUME SIND die ersten Berührungspunkte mit der großen Liebe zum Kino auferstehen. Regisseur Pan Nalin ist ein zärtlicher und bewegender Liebesbrief an die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens auf der großen Leinwand gelungen. Ein kraftvoller und entzückender Film, der in eine wunderbare Welt aus Licht und Zelluloid entführt und beweist, dass der Traum des Kinos nie zu groß geträumt werden kann. ( Stadtkino Filmverleih),

Last Film Sho

Meine eigene Meinung – Filmkritik von Norbert Fink
Bislang galt „Cinema Paradiso“ als der Film, der wohl als letzter Film eines sterbenden Kinos passend erschien. Die „Last Film Show“ hat das Zeug, ihm den Rang abzulaufen.
Anfangs meint man in einem Kinderfilm zu sein. Doch der Film ist vielmehr eine Würdigung des analogen Zeitalters des chemischen Celluloid-Films, das überall recht abrupt zu Ende ging.
Samay ist ein aufgeweckter Junge, der in Indien in der Nähe einer Meterspur-Bahnlinie wohnt und dort den Reisenden Tee verkauft, er ist vor allem der Held des Films.
Sein strenger Vater, an sich der obersten Kaste der Brahmanen zugehörig, aber nicht englisch sprechend, ist nur Teekocher. Als er ihn in ein Kino mitnimmt, ist Samay vom Kino fasziniert und er will einmal Filmemacher werden.
Als er sich kurz danach ins Kino schmuggelt, wird er unsanft hinausgeschmissen, doch der Filmvorführer Fazal hat ein Herz für ihn und zeigt ihm die analogen 35mm-Filmprojektoren.
Da Samays Mutter eine hervorragende Köchin ist, versorgt er ihn mit einer guten Lunchbox und darf dafür vom Vorführraum aus Filme anschauen, auch bekommt die Kinotechnik und Grundlagen des Films erklärt.

Samay und seine Freunde klauen nun am Bahnhof ganze Filmrollen und wollen selber einen Projektor basteln. Was ihnen im Film im Prinzip mit Abdeckflügeln zu gelingen scheint, dürfte aber in der Realität mangels eines Malterserkreuzes wohl nicht klappen. Samay wird erwischt und kommt in eine Jugendstrafanstalt…
Doch die Zeiten wandeln sich. Die Eisenbahngesellschaft plant schon schnellere elektrische Breitspurzüge, was bedeuten würde, dass in dem Dorf dann kein Zug mehr hält und der Vater arbeitslos wird. Und im Kino kommt es noch dicker: die Digitalprojektoren kommen, die kann nur ein Computerfreak bedienen und dazu muss man gut Englisch können. Die schweren 35mm-Projektoren werden eingeschmolzen und Besteck daraus gemacht. Tonnen von Filmrollen werden ebenfalls recycelt und zu bunten Armreifen verwandelt. Samays einzige Chance für ein besseres Leben ist in eine Stadt zu ziehen, wo es eine gute Schule für ihn gibt.
Sowohl im Vorspann als auch in den Credits ist der Film vielen bekannten Regisseuren, von Lina Wertmüller, Tarkowski, Fellini, Antonioni, Godard, Kubrick usw. gewidmet.
*** nettes Feelgood-Kino, das als letzte Aufführung des TASKino Filmclubs im Rio-Kino Feldkirch der absolut richtige Film war.

Ausführliche Rezension unter: https://www.film-netz.com/post/das-licht-aus-dem-die-tr%C3%A4ume-sind-last-film-show

 

Last Film Show

Das Licht, aus dem die Träume sind – Last Film Show

Frankreich / Indien 2021, 112 min, Scope, guyarati- ind. O.m.U.
Regie: Pan Nalin
Als die Magie des Kinos das Herz des neunjährigen Samay erobert, setzt er Himmel und Erde in Bewegung, um seine 35mm-Träume zu verwirklichen. – „Ein zärtlicher und bewegender Liebesbrief an die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens.“ (Stadtkino Wien)

Der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch die Welt von Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird auf den Kopf gestellt, als er von seinem Vater zum ersten Mal in das örtliche Kino mitgenommen wird. Danach ist er sich sicher: Er möchte Filme machen! Ein glücklicher Zufall lässt ihn auf den Filmvorführer Fazal treffen, der von den Kochkünsten von Samays Mutter begeistert ist und ihn im Austausch gegen den Inhalt seiner Lunchbox kostenlos Filme schauen lässt. Kurzerhand beginnt Samay die Schule zu schwänzen und seine Zeit lieber im Projektionsraum des Kinos zu verbringen. Hier taucht er Tag für Tag in fantastische Welten ein. Doch die Idylle droht ein jähes Ende zu finden: Die Ära des Zelluloids neigt sich ihrem Ende zu und dem örtlichen Kino droht die Schließung. Samays Vater ist außerdem nicht begeistert von den Plänen seines Sohnes, Licht einzufangen und Bilder in Bewegung zu setzen. Um seinen Traum zu verwirklichen, muss Samay die Rettung des Kinos selbst in die Hand nehmen – denn seine Geschichte besteht darauf, erzählt zu werden.

Last Film Show

In warmen, nostalgischen Bildern lässt DAS LICHT, AUS DEM DIE TRÄUME SIND die ersten Berührungspunkte mit der großen Liebe zum Kino auferstehen. Regisseur Pan Nalin ist ein zärtlicher und bewegender Liebesbrief an die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens auf der großen Leinwand gelungen. Ein kraftvoller und entzückender Film, der in eine wunderbare Welt aus Licht und Zelluloid entführt und beweist, dass der Traum des Kinos nie zu groß geträumt werden kann. ( Stadtkino Filmverleih),

Meine eigene Meinung – Filmkritik von Norbert Fink
Bislang galt „Cinema Paradiso“ als der Film, der wohl als letzter Film eines sterbenden Kinos passend erschien. Die „Last Film Show“ hat das Zeug, ihm den Rang abzulaufen.
Anfangs meint man in einem Kinderfilm zu sein. Doch der Film ist vielmehr eine Würdigung des analogen Zeitalters des chemischen Celluloid-Films, das überall recht abrupt zu Ende ging.
Samay ist ein aufgeweckter Junge, der in Indien in der Nähe einer Meterspur-Bahnlinie wohnt und dort den Reisenden Tee verkauft, er ist vor allem der Held des Films.
Sein strenger Vater, an sich der obersten Kaste der Brahmanen zugehörig, aber nicht englisch sprechend, ist nur Teekocher. Als er ihn in ein Kino mitnimmt, ist Samay vom Kino fasziniert und er will einmal Filmemacher werden.
Als er sich kurz danach ins Kino schmuggelt, wird er unsanft hinausgeschmissen, doch der Filmvorführer Fazal hat ein Herz für ihn und zeigt ihm die analogen 35mm-Filmprojektoren.
Da Samays Mutter eine hervorragende Köchin ist, versorgt er ihn mit einer guten Lunchbox und darf dafür vom Vorführraum aus Filme anschauen, auch bekommt die Kinotechnik und Grundlagen des Films erklärt.

Samay und seine Freunde klauen nun am Bahnhof ganze Filmrollen und wollen selber einen Projektor basteln. Was ihnen im Film im Prinzip mit Abdeckflügeln zu gelingen scheint, dürfte aber in der Realität mangels eines Malterserkreuzes wohl nicht klappen. Samay wird erwischt und kommt in eine Jugendstrafanstalt…
Doch die Zeiten wandeln sich. Die Eisenbahngesellschaft plant schon schnellere elektrische Breitspurzüge, was bedeuten würde, dass in dem Dorf dann kein Zug mehr hält und der Vater arbeitslos wird. Und im Kino kommt es noch dicker: die Digitalprojektoren kommen, die kann nur ein Computerfreak bedienen und dazu muss man gut Englisch können. Die schweren 35mm-Projektoren werden eingeschmolzen und Besteck daraus gemacht. Tonnen von Filmrollen werden ebenfalls recycelt und zu bunten Armreifen verwandelt. Samays einzige Chance für ein besseres Leben ist in eine Stadt zu ziehen, wo es eine gute Schule für ihn gibt.
Sowohl im Vorspann als auch in den Credits ist der Film vielen bekannten Regisseuren, von Lina Wertmüller, Tarkowski, Fellini, Antonioni, Godard, Kubrick usw. gewidmet.
*** nettes Feelgood-Kino, das als letzte Aufführung des TASKino Filmclubs im Rio-Kino Feldkirch der absolut richtige Film war.

Ausführliche Rezension unter: https://www.film-netz.com/post/das-licht-aus-dem-die-tr%C3%A4ume-sind-last-film-show