Operation Schwarze Krabbe / Windfall

Neu auf Netflix Mitte März 22:

OPERATION SCHWARZE KRABBE
Schweden 110 Min, Scope; Regie: Adam Berg.
In einer postapokalyptischen Welt, die von einem noch immer währenden Krieg weitgehend zerstört wurde, wird in einem besonders harten Winter ein aus sechs Soldaten (darunter eine ehemalige Eisschnellläuferin) bestehendes Team auf eine geheime Mission geschickt. Sie sollen zwei mysteriöse Kapseln über einen gefrorenen Archipel auf Schlittschuhen transportieren. Unter ihnen befindet sich Caroline Edh, der man versprochen hat, sie könne nach erfolgreichem Abschluss der Mission ihre Tochter wiedersehen, dies spornt sie zu unmenschlichen Leistungen an.
Das Eis ist manchmal sehr dünn und bricht manchmal. Das Team verliert durch Feindeinwirkung mehrere Männer, selbst harmlos scheinende Zivilisten sind es nicht und  die mysteriösen Kapseln dürften die Komponenten für virale Biowaffen sein, die den Krieg entscheidend ändern, aber wohl auch die Menschheit auslöschen könnten.

Extrem spannender Kriegsfilm mit verstörenden Bildern, der eigentlich in der Gegenwart spielt und natürlich momentan hochaktuell ist.  Die Musik stammt von Dead People. Die Premiere des Films erfolgte Anfang Februar 2022 beim Göteborg International Film Festival. ****

WINDFALL
USA 2022, 92 Min, Scope, Regie: Charlie McDowell

Die ersten Szenen wähnten mich in einem Haneke-Film zu sein, etwas erinnerte er mich an die Funny Games de österr. Professors.
Ein Mann bricht in das weitläufige, von Orangenhainen und Parkanlagen umsäumte Luxus-Anwesen eines Tech-Millionärs ein. Die Villa ist schlecht gesichert und Überwachungskameras scheinen auch keine vorhanden zu sein. Er findet ein paar Tausend Dollar und eine Rolex und wäre mit dieser Beute eigentlich zufrieden gewesen. Doch gerade jetzt taucht der reiche Mann mit seiner Frau auf, er tut so, als ob er bewaffnet wäre und fesselt die beiden. Nun fordert er 150.000$, doch dazu meint der Milliardär, da komme er nicht weit und könne nicht lange ein schönes Leben führen, bietet ihm praktisch mehr an, allerdings sei es auch für ihn nicht so einfach, das Geld physisch schnell zu beschaffen und außerdem habe es ein großes Gewicht,
Allerdings verläuft nichts, wie geplant und es entwickelt sich schnell ein Psychospielchen zwischen den drei Menschen, besonders als auch noch der Gärtner, ein Latino, dazu kommt. Nach längeren Dialogen kommt es dann schließlich zum Show-Down, als einen Tag später das Geld geliefert wird und es kommt zu einer überraschenden Wendung.

Gedreht weitgehend in der schönen Villa, wird das Cinemascope-Format voll ausgespielt, nicht durchgehend hochspannend, im mittleren Teil ziemlich dialoglastig, aber doch sehenswert! **

Kommentare sind geschlossen.