Lupin

Sehenswert bei Netflix: Lupin

Eine besonders gut gemachte Serie – es gab bis Juni 21 nur den ersten Teil mit 5 Folgen  – ist Lupin. Die Serie ist an die Abenteuer des Meisterdiebs Arsène Lupin, einer fiktiven literarischen Figur des französischen Schriftstellers Maurice Leblanc aus dem Jahre 1905, angelehnt. Omar Sy spielt die Rolle des Assane Diop, der als 16-Jähriger ein Exemplar der Kriminalromane von seinem Vater erhält und, durch ihn inspiriert, selbst zum Meisterdieb wird. Doch brach für den junge Assane eine Welt zusammen: Sein Vater starb, nachdem er für ein Verbrechen angeklagt wurde, das er offensichtlich nicht begangen hatte. Wie das literarische Vorbild Lupin raubt Assane aus dem Louvre wertvollen Schmuck, ersteigert ihn für Unsummen (obwohl er mittellos ist), und tauscht das Original mit einer Kopie. Hinter ihm her ist natürlich die Pariser Polizei und ihr korrupterer Chef Pelligrini, der schon Assane´s Vater unschuldig ins Gefängnis steckte und in den Selbstmord trieb. Eine inzwischen mundtot gemachte Journalistin war ebenfalls diesem Pelligrini auf der Spur. Das köstliche Katz-und-Maus Spiel zwischen dem Meisterdieb ist extrem gut gemacht und spannend.
Es endet mit der Entführung des Sohnes von Assanes Freundin. Das ist natürlich ein guter Auftakt für den zweiten Teil, der nun, Mitte 2021, wieder mit 5 Folgen zu etwa 45 Min. auf Netflix zu sehen ist.
Nun deckt Lupin auf, dass der scheinbare Wohltäter Pelligrini ein übler Betrüger ist, der vom Polizeipräsidenten gedeckt wird und schlägt bei einer seiner Wohltätigkeitsveranstaltungen in gewohnt raffinierter Weise zu. Ein ehrlicher Kommissar verhaftet die beiden, doch deswegen ist Lupin noch nicht von der Fahndungsliste verschwunden.
Eine dritte Staffel kommt sicher, wahrscheinlich schon im November 21.
Tolle, unterhaltsame Spannung!

Vgl. Matthias Greuling in der Wiener Zeitung:

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/medien/2088569-Ein-sympathischer-Meisterdieb-und-die-Leiden-der-unteren-Decks.html

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