Harriet – Der Weg in die Freiheit

USA 2019, 126 Minuten, Cinemascope,  Regie: Kasi Lemmons

In der Corona-Krise und nach den „Black-Life-Matters“ – Protesten bringen sogar die amerikanischen Großverleiher wie Universal Werke gegen die Sklaverei in die spärlich besuchten Kinos. Cynthia Erivo wurde dafür mit einem Oscar ausgezeichnet.

Der Sklavin Minty und ihren Kindern wurde eigentlich von ihrem „Besitzer“ die Freiheit versprochen. Nachdem es dem Hof aber nicht so gut geht, sollen sie in den Süden der USA verkauft werden. Jeder Hoffnung beraubt, dass wenigstens ihre Kinder einmal frei sein werden, flüchtet sie alleine in den Norden und es gelingt ihr trotz Sklavenjäger-Suchtrupps zur Fluchthelfer-Organisation Underground Railroad vorzustoßen, wo sie eine sehr erfolgreiche „Schaffnerin“ wird und den Namen Harriet Tubman erhält. Sie kehrt sogar in dieser Funktion wieder auf ihren ehemaligen Hof zurück, um ihren Mann zu holen, der jedoch inzwischen mit einer anderen Frau zusammen ist.

** Der sehr pathetische Film verliert durch ihre religiösen Visionen sehr an Glaubwürdigkeit, und nachdem typisch amerikanische Filme meist ein Happy-End haben, auch etwas an Spannung. Gewalt gegen die Sklaven wird nicht explizit gezeigt, wohl aber erzählt.

Im Abspann erfahren wir, dass sie eine der Initiatorinnen des amerikanischen Sezessionskrieges (1861-1864) war, in dem die Südstaaten-Konföderation pro-Sklaverei gegen die dagegen kämpfenden nördlichen Unionsstaaten war und eine der wenigen Befehlshaberinnen des Bürgerkrieges.
Obama wollte sie als erste Frau und erste Schwarze auf einer 20$ Note ehren, Trump verhinderte dies bis jetzt.