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Maixabel

14 September 18:00 - 20:00

€12

Spanien 2021, 116 min, Scope, span. O.m.U.
Regie: Icíar Bollaín , mit Blanca Portillo, Luis Tosar, Urko Alazabal, María Cerezuela

Die wahre Geschichte der Maixabel Lasa, deren Mann von einem ETA- Kommando im spanischen Baskenland getötet wurde und die sich dem Dialog stellt – mit den Mördern ihres Mannes. – „Ein großer Wurf, großes Schauspiel und noch größeres Kino“ (Der Standard) –
Nach „Rosas Hochzeit“, „El Olivo“ und „Und dann der Regen“ der neue, zutiefst bewegende Film von Icíar Bollaín.
Ausgezeichnet/nominiert für 9 spanische Goyas, bester baskischer Film (Festival San Sebastian)  u.v.a.m.


Im Jahr 2000 wird Juan Mari Jáuregui, der frühere sozialistische Zivilgouverneur der baskischen Provinz Gipuzkoa, durch einen Mordanschlag
der ETA getötet. Eine Welt bricht zusammen für Maixabel Lasa, seine Frau und
politische Weggefährtin. So schwer es ihr fällt, sie muss die Kraft zum Weitermachen finden, für ihre Tochter María, für den Dialog, für den
Juan Mari sich so leidenschaftlich eingesetzt hatte. Elf Jahre später erhält sie eine ungewöhnliche Anfrage: Zwei der Mörder bitten sie um ein Gespräch. Maixabel wagt die Begegnung, gegen alle Widerstände, auch ihre
eigenen. Sie stellt sich dem Dialog mit denen, die ihr so unendlichen Schmerz zugefügt haben, den Mördern ihres Mannes.

Maixabel

„Wir sind davon ausgegangen, dass diese Geschichte ebenso wahr wie unglaublich ist“, sagt Icíar Bollaín. „Sie ist singulär, nicht repräsentativ.
Maixabel ist eine sehr außergewöhnliche Frau. Es gab nur sehr wenige Begegnungen von Opfern mit den wirklichen Tätern: Maixabel hat das gemacht. … Sie hat viel Gegenwind erfahren, von Seiten der Opfer, aber auch aus ihrem Umfeld.“ Icíar Bollaín kannte das Risiko, fiktionale Filme über wirkliche, lebende Menschen zu machen, … entschieden sich Campo und Bollaín bei ‚Maixabel’ dafür, nah und nüchtern an den Ereignissen zu bleiben. Das eigentliche Drama, die Emotionen sind in den Zwischenräumen der
Geschichte angesiedelt.
FAKTEN UND FIKTION
So wenig ‚Maixabel’ ein Biopic ist, so eng hält er sich an die Tatsachen. „Man kann diese Geschichte und vieles von dem, was passiert ist, nicht erfinden“, sagt Icíar Bollaín, „es ist zu unglaublich.  Eigentlich ist das Einzige, was von
den tatsächlichen Begebenheiten abweicht,  die Zeit. In unserem Film ist alles konzentrierter, verdichteter.“ Dabei ging es nicht nur um die Begegnungen Maixabels mit den Mördern. ihres Mannes, sondern auch um die Details.

JUAN MARI JÁUREGUI wurde 1996  nach dem Regierungsantritt der konservativen PP als Zivilgouverneur abberufen. Weiter auf den Todeslisten der ETA, ging er als Repräsentant der halbstaatlichen Aldeasa nach Chile, Maixabel Lasa und María blieben im Baskenland. Am 29. Juli 2000 wurde er bei einem
seiner regelmäßigen Besuche von den Mitgliedern des ETA-Kommandos Buruntza – Luis Carrasco, Patxi Makazaga und Ibon Etxezarreta– mit zwei Schüssen in den Hinterkopf getötet. Er hatte sich ohne Leibwächter mit einem
Freund in einer Bar seiner Heimatstadt Tolosa getroffen. Maixabel Lasa blieb nach der Ermordung ihres Mannes weiter politisch aktiv. Von 2001 bis 2011 war sie Direktorin des „Amtes für die Betreuung der Opfer des Terrorismus“
der baskischen Regierung. 2008 öffnete sie die Arbeit der Agentur gegen heftige Widerstände für alle Opfer der Gewalt, auch die Opfer der paramilitärischen GAL und der Polizeigewalt. Daneben engagierte sie sich in der zivilgesellschaftlichen „Coordinadora Gesto por la Paz de Euskal
Herria“, die wesentlich zur Deeskalation der Gewalt im Baskenland beitrug, u.a. durch die Organisation von 15-minütigen Schweigekundgebungen nach jedem gewaltsamen Todesfall. Für ihr Engagement wurde Maixabel Lasa u.a. mit dem Preis der Stiftung López de Lacalle, dem Nationalen Preis der Menschenrechte und dem Preis Memorial Joan XXIII ausgezeichnet.
(Presseheft Polyfilm)

Trailer: https://youtu.be/VB5y8Xbpjdg

Details

Datum:
14 September
Zeit:
18:00 - 20:00
Eintritt:
€12
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,
Webseite:
https://www.cinema-dornbirn.at

Veranstalter

FKC Dornbirn
E-Mail:
info@fkc.at
Webseite:
https://www.fkc.at

Veranstaltungsort

Cinema Dornbirn
Sankt-Martin-Straße 3
Dornbirn, Vorarlberg 6850 Österreich
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Telefon:
05572/21973
Webseite:
http://www.cinema-dornbirn.at/