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Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien

23 November 18:00 - 20:00

€12

Für die Vielen –
Die Arbeiterkammer Wien

Österreich 2022, 120 min, deutsche OF, Dokumentarfilm;
Regie: Constantin Wulff

Das Porträt einer Institution zwischen reicher Vergangenheit und ungewisser Zukunft — sowie des gesellschaftlichen Ausnahmezustands der Gegenwart an sich. – „Ein Must-See“ (FM4)

Constantin Wulffs neuer Dokumentarfilm porträtiert eine einzigartige österreichische Institution in einem Schlüsselmoment: die Arbeiterkammer wird während der Vorbereitungen für ihr 100-Jahr-Jubiläum begleitet und erweist sich als umsichtige Anlaufstelle für die vielen Menschen, die um ihre Rechte kämpfen. Die vielfältigen Einblicke zeigen, wie sich die Aufgaben der AK mit Digitalisierung und Globalisierung geändert haben. Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie wird zur nächsten großen Herausforderung…Ein umfassendes beeindruckendes und kluges Fresko der AK. (Leokino)

Am Puls der Zeit ist Wulff, wenn er die Veränderung der Arbeitsbedingungen auch in der Arbeiterkammer in Zeiten der Pandemie dokumentiert, lässt die Mitarbeiter*innen der AK aber auch die Auswirkungen der Pandemie auf die soziale Situation der Arbeitnehmer*innen ansprechen. So sachlich-nüchtern Wulffs Blick ist, so ist der Film doch gleichzeitig ein entschiedenes Statement zur Bedeutung dieser Institution als wichtige Vertretung der Schwachen gegen ausbeuterische Unternehmen.

Klassisches Direct Cinema in der Tradition eines Frederick Wiseman bietet Constantin Wulff, der in „Für die Vielen – Die Arbeiterkammer Wien“ kommentarlos Einblick in vielfältige Bereiche einer Institution bietet, die sonst vielfach nur dem Namen nach bekannt ist. Im Zentrum steht dabei immer wieder der Einsatz für Arbeitnehmer*innen, die von den Arbeitgeber*innen ausgebeutet und betrogen werden. (Walter Gasperi)

Fast hätte ich es vergessen, es ist wurscht, ob der Arbeitgeber zornig ist, es gibt ja eine Gesetzeslage. Fast hätte ich es vergessen, wie es ist, am Limit zu sein und seit fünf Monaten kein Gehalt mehr bekommen zu haben. Fast hätte ich es vergessen, es sind so viele, 3,7 Millionen Pflichtmitglieder hat die Arbeiterkammer, die der Handelskammer gegenübersteht, die rote Kammer neben der schwarzen, die beiden politischen Kräfte, die sozialpartnerschaftlich institutionalisiert wurden. Es gibt ihn also immer noch, diesen Ort, an den man sich wenden kann, und, um es gleich zu verraten: Es ist ein Ort der endlosen Wiederholungen. Da ist die Frage nach dem Arbeitgeber. Wie viele Stunden. Die Krankheit. Wie lange schon nicht gezahlt. Kam es zur Kündigungsandrohung? An welche Adresse?

Der Film Für die Vielen von Constantin Wulff ist eine großartige Erinnerung an das Klein-Klein des Kampfs um gerechte und faire Entlohnung, um die Rechte der Arbeitnehmer:innen, vielleicht das, was Bertolt Brecht als „Mühen der Ebene“ bezeichnete, eine Erinnerung an das, was man mehr oder weniger verdrängen möchte, dass „die Vielen“ einer Herrschaft unterworfen sind, von Eigentümern, Arbeitgebern, ob Firma, Unternehmen oder Personen. Einer Herrschaft mit einem grundsätzlichen Hang zur Ausbeutung und, wie man am Ende des Films sehen wird, zum massiven Betrug, dem am effektivsten mit juristischen Mitteln zu begegnen ist.

Wulffs Film zeigt die Systematik der Ausbeutung, es wirkt, als wären die Bedingungen für eine moderne Sklavengesellschaft perfekt eingerichtet.
Die Montage lässt uns von den Orientierungsdesks in die Besprechungszimmer wandern, hinter dem Postdienst her weiter zu den Büroräumen der Leitungsebene, um wieder zum Wartebereich zurückzukehren, wo wir Putzkräften zusehen, die sich um den Erhalt des Gebäudes kümmern. Eingerahmt wird unsere filmische Reise von dem Koloss der Arbeiterkammer im vierten Wiener Gemeindebezirk, am Ende erweitert durch zahlreiche Perspektiven auf sozialistische Bauten in Wien, vom ARBÖ bis zu den Gemeindebauten, um vielleicht den Zusammenhang zwischen den Hilfesuchenden und den Hilfestellenden aus dem Hier und Jetzt zu holen, ihm eine historische Perspektive zu verleihen. (Kathrin Röggla)

Preis für bestes Sounddesign in einem Dokumentarfilm
und Preis für beste künstlerische Montage, Diagonale 2022 Graz!

Nur am Donnerstag in Anwesenheit von AK-Vorarlberg Direktor
Rainer Keckeis.  Für diesen Termin unbedingt Karten reservieren!

Details

Datum:
23 November
Zeit:
18:00 - 20:00
Eintritt:
€12
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,
Webseite:
https://www.cinema-dornbirn.at

Veranstalter

FKC Dornbirn
E-Mail:
info@fkc.at
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Veranstaltungsort

Cinema Dornbirn
Sankt-Martin-Straße 3
Dornbirn, Vorarlberg 6850 Österreich
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Telefon:
05572/21973
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