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Alcarrás

16 November 18:00 - 20:00

€12
Alcarrás

Alcarràs – Die letzte Ernte

Spanien / Italien 2022, 120 min, spanische O.m.U.
Regie: Carla Simón

Seit Generationen lebt die Familie Solé im Sommer von der Ernte auf ihrer Pfirsichplantage in der katalonischen Stadt Alcarrás, doch nachdem der Besitzer des Anwesens stirbt, will dessen Erbe das Land verkaufen.

Der Siegerfilm der Berlinale 2022 nimmt uns mit auf eine Pfirsichplantage im kleinen katalanischen Dorf Alcarràs. Seit über 80 Jahren bearbeitet Familie Solé dieses Land, doch nun läuft die Pacht aus, und die Bäume sollen im nächsten Jahr modernen Solaranlagen weichen. Während die ältere Generation unverdrossen und stur weitermacht, begreifen die Jüngeren die Notwendigkeit des Wandels – der innerfamiliäre Zwist ist somit vorprogrammiert … Regisseurin Carla Simón schöpft für ihren zweiten Film aus eigenen Erfahrungen und arbeitete ausschließlich mit Laien aus der Region. Das Ergebnis ist ein sonnendurchflutetes, naturalistisches Drama, das subtil und betörend die Themen unserer Zeit verhandelt. (Florian Widegger)

Alcarrás

Das katalanische Dorf Alcarràs ist nicht nur Namensgeber, sondern auch Schauplatz für den Film. Alcarràs beginnt mit einer Leichtigkeit, wie man sie wohl nur als Kind während eines heißen Sommers auf dem Land erleben kann: Die drei jüngsten Kinder des Solé-Clans spielen in einem verschrotteten VW, umgeben von nichts als ewigen Feldern und den familieneigenen Pfirsichplantagen. Diese Szenen gaukeln eine Idylle vor, die zu schön ist um ewig zu währen.

Die harte, für viele Familien zukunftslose Realität der Agrarwirtschaft bestimmt zwar den Plot des Films, ist aber eher unausgesprochener Hintergrund ihrer Geschichte. Zu Beginn erfährt die Familie, dass ihr Land nicht offiziell ihnen gehört, da frühere Generationen sich mündliche Versprechen machten und keinerlei Verträge unterschrieben. Deshalb entscheidet nun die Familie des offiziellen Besitzers, dass die Solés ihr Land entweder verlassen müssen, oder ihre Pfirsichplantagen gegen Solarpanels eintauschen sollen.

So tragisch und realitätsnah das Thema ist, so wenig wird es dramatisch aufgebauscht. Die Idylle und Schönheit der Natur, kombiniert mit der ruhigen Kameraführung sorgen für eine fast entspannte Stimmung, während die Familienmitglieder versuchen, eine Lösung zu finden. Die beiden Kinder im Teenageralter sind eher mit ihren eigenen Problemen beschäftigt – trinken, tanzen, heimlich Cannabis anbauen – als sich zu fest um die Plantagen zu sorgen.
Die Figuren akzeptieren ihr Schicksal jeweils auf ihre eigene Art – es herrscht zwar der eine oder andere Widerstand, doch generell bleiben alle im Jetzt und versuchen, aus der letzten Pfirsichernte noch das Beste herauszuholen. Als Zuschauende:r nimmt man eine beobachtende Rolle ein: Dadurch, dass der Film sich viel Zeit nimmt und der Plot zeitweise wenig dicht wirkt, scheint es immer wieder, als würde man mit der Familie und ihren Alltagsproblemen verweilen.
Goldener Bär, Berlin 2022

Alcarràs ist ein entschleunigter Film, der das Motto «weniger ist mehr» ernst nimmt und gekonnt umsetzt. Dass der wirtschaftliche Kampf ums Überleben unfair und für kleine Familienbetriebe chancenlos ist, wird hier mit Mitgefühl und Sorgfalt illustriert. (filmbulletin.ch)

Trailer:https://youtu.be/7M20Qhmb0nU

Details

Datum:
16 November
Zeit:
18:00 - 20:00
Eintritt:
€12
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,
Webseite:
https://www.cinema-dornbirn.at

Veranstalter

FKC Dornbirn
E-Mail:
info@fkc.at
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Veranstaltungsort

Cinema Dornbirn
Sankt-Martin-Straße 3
Dornbirn, Vorarlberg 6850 Österreich
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Telefon:
05572/21973
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