Nowhere Special

Nowhere Special

Italien/Rumänien/Großbritannien 2020,
96 min, engl. O.m.U.
Regie: Uberto Pasolini

Nowhere Special

John, Fensterputzer in einer kleinen nordirischen Stadt, kümmert sich um seinen vierjährigen Sohn Michael, seit die Mutter kurz nach der Geburt weggegangen ist. Eine tiefe Liebe verbindet die beiden, ein schier grenzenloses Vertrauen, das keine Worte braucht. Es ist ein einfaches Leben, das sie führen, bestimmt von den täglichen Notwendigkeiten und Ritualen.

Was John seinem Sohn verschweigt: Er ist unheilbar krank, ihm bleiben nur noch wenige Monate. Die will er nutzen, um eine Adoptivfamilie für Michael zu finden. Aber wie kann er das tun, ohne ihn zu belasten? Wie kann er seinem Sohn erklären, warum sie jetzt all diese Menschen besuchen? Gibt es das überhaupt, eine perfekte Familie, ein besseres Leben? Welche Verbindung soll dieses neue Leben mit dem wirklichen, jetzigen Leben von John und Michael haben? Und kennt John seinen Sohn gut genug, um zu wissen, welche Entscheidung die richtige ist?

Nach und nach beginnt John zu begreifen, dass er nicht nur eine Entscheidung für die Zukunft treffen muss, sondern eine für die Gegenwart. Dass er Michael vertrauen muss. Dass sie leben, jetzt, in diesem Moment.

Festivalteilnahmen und Preise:
Seine Weltpremiere feierte „Nowhere Special“ in der Sektion Orrizonti des Festivals von Venedig, wo er mit dem Jurypreis des Premio Bisata d’Oro ausgezeichnet wurde. Es folgten die Publikumspreise der Festivals von Valladolid, Warschau und Pula, wo „Nowhere Special“ auch mit dem Hauptpreis als bester Film ausgezeichnet wurde.

„Bewegende Vater-Sohn-Geschichte im Schatten des Todes.“ (Die Zeit).

Trailer: https://youtu.be/t_q__oGVrDI

Nowhere Special

Nowhere Special

Italien/Rumänien/Großbritannien 2020,
96 min, engl. O.m.U.
Regie: Uberto Pasolini

Nowhere Special

John, Fensterputzer in einer kleinen nordirischen Stadt, kümmert sich um seinen vierjährigen Sohn Michael, seit die Mutter kurz nach der Geburt weggegangen ist. Eine tiefe Liebe verbindet die beiden, ein schier grenzenloses Vertrauen, das keine Worte braucht. Es ist ein einfaches Leben, das sie führen, bestimmt von den täglichen Notwendigkeiten und Ritualen.

Was John seinem Sohn verschweigt: Er ist unheilbar krank, ihm bleiben nur noch wenige Monate. Die will er nutzen, um eine Adoptivfamilie für Michael zu finden. Aber wie kann er das tun, ohne ihn zu belasten? Wie kann er seinem Sohn erklären, warum sie jetzt all diese Menschen besuchen? Gibt es das überhaupt, eine perfekte Familie, ein besseres Leben? Welche Verbindung soll dieses neue Leben mit dem wirklichen, jetzigen Leben von John und Michael haben? Und kennt John seinen Sohn gut genug, um zu wissen, welche Entscheidung die richtige ist?

Nach und nach beginnt John zu begreifen, dass er nicht nur eine Entscheidung für die Zukunft treffen muss, sondern eine für die Gegenwart. Dass er Michael vertrauen muss. Dass sie leben, jetzt, in diesem Moment.

Preise und Festivalteilnahmen:
Seine Weltpremiere feierte „Nowhere Special“ in der Sektion Orrizonti des Festivals von Venedig, wo er mit dem Jurypreis des Premio Bisata d’Oro ausgezeichnet wurde. Es folgten die Publikumspreise der Festivals von Valladolid, Warschau und Pula, wo „Nowhere Special“ auch mit dem Hauptpreis als bester Film ausgezeichnet wurde.

„Bewegende Vater-Sohn-Geschichte im Schatten des Todes.“ (Die Zeit).

Trailer: https://youtu.be/t_q__oGVrDI

Parallele Mütter

Madres Paralelas

Spanien 2021, 120 min, spanische O.m.U.
Regie: Pedro Almodóvar
mit Penélope Cruz, Milena Smit, Aitana Sánchez Gijón, Rossy de Palma,
Israel Elejalde, Julieta Serrana

Pedro Almodóvar erzählt die Geschichte von zwei Müttern, die am selben Tag ihre Kinder zur Welt bringen.
„Ein
todschick inszeniertes Melodrama“ (filmstarts.de)

Janis bittet Arturo, ihr bei der Aushebung eines Grabes zu helfen, in dem zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs vermutlich ihr Urgroßvater nach der Ermordung durch Falangisten verscharrt wurde.

Zwei Frauen, zwei Schwangerschaften, zwei Leben. Janis und Ana erwarten beide ihr erstes Kind und lernen sich zufällig im Krankenhaus kurz vor der Geburt kennen. Beide sind Single und wurden ungewollt schwanger. Janis, mittleren Alters, bereut nichts und ist in den Stunden vor der Geburt überglücklich. Ana, das genaue Gegenteil, ist ein Teenager, verängstigt und traumatisiert, die auch in ihrer Mutter Teresa kaum Unterstützung findet. Janis aber versucht Ana aufzumuntern. Die wenigen Worte, die sie in diesen Stunden im Krankenhausflur austauschen, schaffen ein enges Band zwischen den beiden. Doch ein Zufall wirft alles durcheinander und verändert ihr Leben auf dramatische Weise.

Parallele Mütter

Der international gefeierte Regisseur Pedro Almodóvar erzählt in seinem neuen Film Madres Paralelas von Identität und mütterlicher Leidenschaft anhand von drei sehr unterschiedlichen Müttern: Janis, Ana und Anas Mutter Teresa. In dem spannungsgeladenen Drama begibt sich Pedro Almodóvar auf Spurensuche – innerhalb der Familiengeschichte sowie der ganz persönlichen Wahrheit. In dem spannungsgeladenen Drama spielen Oscar-Preisträgerin Penélope Cruz (Offenes Geheimnis) und Neuentdeckung Milena Smit (Cross the
Line – Du sollst nicht töten) virtuos zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aitana Sánchez Gijón (Dem Himmel so nah) spielt Teresa, eine Mutter ohne Mutterinstinkt. In weiteren Rollen glänzen Kultstar Rossy de Palma (Zerrissene Umarmungen), Julieta Serrano (Leid und Herrlichkeit) und Israel Elejalde (Einer gegen Alle). Die Musik stammt von dem preisgekrönten
Filmkomponisten Alberto Iglesias (Volver) der seit über zwanzig Jahren erfolgreich mit Almodóvar zusammenarbeitet. Auch mit dem Kameramann José Luis Alcaine (Die Haut, in der ich wohne) verbindet ihn eine jahrelange künstlerische Freundschaft.

Madres paralelas

Madres Paralelas eröffnete die  Filmfestspiele 2021 in Venedig, wo Penélope Cruz als Beste Darstellerin ausgezeichnet wurde.

„Pedro Almodóvar erzählt gern und gut Geschichten. Aber vor allem macht er eines: großes Kino.“ (SRF)

„Herausragend gespieltes, von Pedro Almodóvar natürlich wieder todschick inszeniertes Melodrama, das die (abgründigen) Erwartungen des Publikums immer wieder unterläuft und stattdessen Frauen präsentiert, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und trotz all ihrer Fehler mit einem Höchstmaß an Empathie umeinander kümmern.“ (filmstarts.de)

„Ein weiterer virtuoser Eintrag in die beeindruckende Filmografie eines der wenigen männlichen Regisseure, die überzeugende Frauengeschichten erzählen können.“ (maximumcinema.ch)

Madres paralelas

Ausführliche Rezension von Walter Gasperi unter: https://www.film-netz.com/post/madres-paralelas-parallele-m%C3%BCtter

Trailer: https://www.constantinfilm.at/media/parallelemuetter_trailer_de_1920x1080_trailer_hd720.mp4

 

Madres paralelas

Madres paralelas (Parallele Mütter)

Spanien 2021, 120 min, spanische O.m.U.
Regie: Pedro Almodóvar
mit Penélope Cruz, Milena Smit, Aitana Sánchez Gijón, Rossy de Palma,
Israel Elejalde, Julieta Serrano

Pedro Almodóvar erzählt die Geschichte von zwei Müttern, die am selben Tag ihre Kinder zur Welt bringen.
„Ein
todschick inszeniertes Melodrama“ (filmstarts.de)

Janis bittet Arturo, ihr bei der Aushebung eines Grabes zu helfen, in dem zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs vermutlich ihr Urgroßvater nach der Ermordung durch Falangisten verscharrt wurde.

Zwei Frauen, zwei Schwangerschaften, zwei Leben. Janis und Ana erwarten beide ihr erstes Kind und lernen sich zufällig im Krankenhaus kurz vor der Geburt kennen. Beide sind Single und wurden ungewollt schwanger. Janis, mittleren Alters, bereut nichts und ist in den Stunden vor der Geburt überglücklich. Ana, das genaue Gegenteil, ist ein Teenager, verängstigt und traumatisiert, die auch in ihrer Mutter Teresa kaum Unterstützung findet. Janis aber versucht Ana aufzumuntern. Die wenigen Worte, die sie in diesen Stunden im Krankenhausflur austauschen, schaffen ein enges Band zwischen den beiden. Doch ein Zufall wirft alles durcheinander und verändert ihr Leben auf dramatische Weise.

Parallele Mütter

Der international gefeierte Regisseur Pedro Almodóvar erzählt in seinem neuen Film Madres Paralelas von Identität und mütterlicher Leidenschaft anhand von drei sehr unterschiedlichen Müttern: Janis, Ana und Anas Mutter Teresa. In dem spannungsgeladenen Drama begibt sich Pedro Almodóvar auf Spurensuche – innerhalb der Familiengeschichte sowie der ganz persönlichen Wahrheit. In dem spannungsgeladenen Drama spielen Oscar-Preisträgerin Penélope Cruz (Offenes Geheimnis) und Neuentdeckung Milena Smit (Cross the
Line – Du sollst nicht töten) virtuos zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aitana Sánchez Gijón (Dem Himmel so nah) spielt Teresa, eine Mutter ohne Mutterinstinkt. In weiteren Rollen glänzen Kultstar Rossy de Palma (Zerrissene Umarmungen), Julieta Serrano (Leid und Herrlichkeit) und Israel Elejalde (Einer gegen Alle). Die Musik stammt von dem preisgekrönten
Filmkomponisten Alberto Iglesias (Volver) der seit über zwanzig Jahren erfolgreich mit Almodóvar zusammenarbeitet. Auch mit dem Kameramann José Luis Alcaine (Die Haut, in der ich wohne) verbindet ihn eine jahrelange künstlerische Freundschaft.

Madres paralelas

Madres Paralelas eröffnete die  Filmfestspiele 2021 in Venedig, wo Penélope Cruz als Beste Darstellerin ausgezeichnet wurde.

„Pedro Almodóvar erzählt gern und gut Geschichten. Aber vor allem macht er eines: großes Kino.“ (SRF)

„Herausragend gespieltes, von Pedro Almodóvar natürlich wieder todschick inszeniertes Melodrama, das die (abgründigen) Erwartungen des Publikums immer wieder unterläuft und stattdessen Frauen präsentiert, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten und trotz all ihrer Fehler mit einem Höchstmaß an Empathie umeinander kümmern.“ (filmstarts.de)

„Ein weiterer virtuoser Eintrag in die beeindruckende Filmografie eines der wenigen männlichen Regisseure, die überzeugende Frauengeschichten erzählen können.“ (maximumcinema.ch)

Madres paralelas

Ausführliche Rezension von Walter Gasperi unter: https://www.film-netz.com/post/madres-paralelas-parallele-m%C3%BCtter

Trailer: https://www.constantinfilm.at/media/parallelemuetter_trailer_de_1920x1080_trailer_hd720.mp4

Abteil Nr. 6

Abteil Nr. 6 – Hytti nro 6

Finnland / Russland 2021, Scope, 107 min, russische O.m.U.
Regie: Juho Kuosmanen
mit Seidi Haarla (Laura),Yuriy Borisov (Ljoha), Dinara Drukarova  (Irina), Julia Aug (Zugführerin Natalia Nemova), Lidia Kostina (Ljoha’s Mutter), u.a.

Eigentlich sollte es eine gemeinsame Zugreise mit ihrer Geliebten werden, doch schließlich tritt die schüchterne Finnin Laura alleine die Fahrt in den Norden Russlands an, um alte Felsmalereien zu besichtigen. Als sie ihr Schlafabteil zugewiesen bekommt, sitzt dort ein kahl geschorener Minenarbeiter namens Ljoha, der sich mit derben Sprüchen und Wodka als unausstehlicher Nachbar präsentiert. In den kommenden Tagen müssen die ungleichen Passagiere auf engstem Raum miteinander auskommen. Erst als Laura ihre abweisende Haltung allmählich aufgibt, zeigt sich, dass die beiden viel mehr verbindet, als sie je gedacht hätte. Regisseur Juho Kuosmanen (DER GLÜCKLICHSTE BTAG IM LEBEN DES OLLI MÄKI) schickt zwei Außenseiter auf eine amüsante und zutiefst berührende Reise, auf der sie – ganz ohne Kitsch – mit der Wahrheit ihrer Gefühle konfrontiert werden. (Quelle: Zürich Film Festival)

Abteil Nr.6

Wie sich ein Zug durch den Arktischen Polarkreis  schlängelt, teilen sich zwei Fremde eine Reise, die ihre Perspektive auf das Leben ändern wird.
Eine junge Finnin entkommt einer rätselhaften Liebesbeziehung in Moskau, indem Sie in einen Zug in Richtung Murmansk besteigt. Sie ist gezwungen
die lange Fahrt in einem engen Schlafwagen mit einem russischer Bergmann zu teilen. Die unerwartete Begegnung zwingt die Reisenden von Abteil Nr. 6 sich mit der Wahrheit über ihre eigene Sehnsucht nach menschlichen Beziehungen auseinander zu setzen.

Statement des Regisseurs:
Abteil Nr. 6 ist ein arktisches Roadmovie, vielleicht könnte man es
als ungeschickter Versuch sehen, Harmonie und Seelenfrieden zu finden in einer Welt von Chaos und Angst.
Der Kern der Geschichte liegt im Begriff der Akzeptanz. Es ist eine schwere Last
zu akzeptieren, dass wir Teil dieser chaotischen Welt sind, und dass wir existieren so wie wir sind. Unsere Heldin, die finnische Studentin Laura, nimmt eine lange Zugfahrt auf sich, um einige alte Petroglyphen zu besuchen. Sie zitiert einen Mann, den sie getroffen hat:
„Um sich selbst zu kennen, muss man seine Vergangenheit kennen“. Sie möchte
ein Archäologin sein, die an solchen Dingen Erfüllung findet, Petroglyphen und so. Aber ist sie wirklich so eine Person? Oder ist das nur ein gestohlener Traum von einer Person, die sie gerne wäre?
Im Zug trifft sie Ljoha, einen nervigen russischen Bergarbeiter, der ihr wie ein Schatten folgt. Sie wollte ihre Vergangenheit kennen lernen, und Ljoha ist die
Verkörperung davon. Es ist unangenehm und banal, aber es ist, wie es ist.
Roadmovies handeln oft von Freiheit. In einem Auto können Sie hinfahren, wohin Sie wollen, jede Kreuzung ist eine Möglichkeit. Aber ich denke, dass Freiheit keine endlose Anzahl von Optionen ist, sondern die Fähigkeit Ihre Einschränkungen zu akzeptieren. Eine Zugfahrt ist eher wie das Schicksal. Sie können sich nicht entscheiden wohin es gehen soll, du musst nehmen, was kommt. – Juho Kuosmanen

Der Film ist übrigens, wie ich gestern feststellen konnte, nicht in finnischer sondern weitgehend in russischer Sprache. Die Geschichte der Archäologie-Studentin Laura, welche die Petroglyphen von Murmansk besuchen will. Eigentlich sollte ihre Freundin mitfahren, doch sie sagt ab und so muss sie alleine die lange Zugfahrt im Schlafwagenabteil antreten. Dort ist Ljoha ein Mann, der erstmal keinen guten Eindruck macht, er trinkt viel und pöbelt sie ab. Aber vielleicht hat er hinter der harten Schale einen weichen Kern? Jedenfalls geht sie mit ihm, als der Zug eine ganz Nacht Pause macht und er zur Großmutter fährt. In Murmansk machen die beiden Sachen, die größtes gegenseitiges Vertrauen voneinander verlangen. (Norbert Fink)

Zwei Frauen beim Abendessen

Abteil Nr. 6

Cannes Filmfestival 2021: Großer Preis der Jury
Oscars 2022: Offizieller Kandidat Finnlands
Golden Globes: Nominiert als Bester fremdsprachiger Film
Europäische Filmpreise 2022: Drei Nominierungen Bester Film, Beste Hauptdarstellerin, Bester Hauptdarsteller

Filmfestival Göteborg 2022: geschlechtsunabhängiger Schauspielpreis für Seidi Haarla; Preis der internationalen Filmkritik/Fipresci-Preis

Trailer: https://youtu.be/m77YOHZfxws

Abteil Nr. 6

Abteil Nr. 6 – Hytti nro 6

Finnland / Russland 2021, 107 min, finn. O.m.U.
Regie: Juho Kuosmanen
mit Seidi Haarla (Laura),Yuriy Borisov (Ljoha), Dinara Drukarova  (Irina), Julia Aug (Zugführerin Natalia Nemova), Lidia Kostina (Ljoha’s Mutter), u.a.

Eigentlich sollte es eine gemeinsame Zugreise mit ihrer Geliebten werden, doch schließlich tritt die schüchterne Finnin Laura alleine die Fahrt in den Norden Russlands an, um alte Felsmalereien zu besichtigen. Als sie ihr Schlafabteil zugewiesen bekommt, sitzt dort ein kahl geschorener Minenarbeiter namens Ljoha, der sich mit derben Sprüchen und Wodka als unausstehlicher Nachbar präsentiert. In den kommenden Tagen müssen die ungleichen Passagiere auf engstem Raum miteinander auskommen. Erst als Laura ihre abweisende Haltung allmählich aufgibt, zeigt sich, dass die beiden viel mehr verbindet, als sie je gedacht hätte. Regisseur Juho Kuosmanen (DER GLÜCKLICHSTE BTAG IM LEBEN DES OLLI MÄKI) schickt zwei Außenseiter auf eine amüsante und zutiefst berührende Reise, auf der sie – ganz ohne Kitsch – mit der Wahrheit ihrer Gefühle konfrontiert werden. (Quelle: Zürich Film Festival)

Abteil Nr. 6

Wie sich ein Zug durch den Arktischen Polarkreis  schlängelt, teilen sich zwei Fremde eine Reise, die ihre Perspektive auf das Leben ändern wird.
Eine junge Finnin entkommt einer rätselhaften Liebesbeziehung in Moskau, indem Sie in einen Zug in Richtung Murmansk besteigt. Sie ist gezwungen
die lange Fahrt in einem engen Schlafwagen mit einem russischer Bergmann zu teilen. Die unerwartete Begegnung zwingt die Reisenden von Abteil Nr. 6 sich mit der Wahrheit über ihre eigene Sehnsucht nach menschlichen Beziehungen auseinander zu setzen.

Statement des Regisseurs:
Abteil Nr. 6 ist ein arktisches Roadmovie, vielleicht könnte man es
als ungeschickter Versuch sehen, Harmonie und Seelenfrieden zu finden in einer Welt von Chaos und Angst.
Der Kern der Geschichte liegt im Begriff der Akzeptanz. Es ist eine schwere Last
zu akzeptieren, dass wir Teil dieser chaotischen Welt sind, und dass wir existieren so wie wir sind. Unsere Heldin, die finnische Studentin Laura, nimmt eine lange Zugfahrt auf sich, um einige alte Petroglyphen zu besuchen. Sie zitiert einen Mann, den sie getroffen hat:
„Um sich selbst zu kennen, muss man seine Vergangenheit kennen“. Sie möchte
ein Archäologin sein, die an solchen Dingen Erfüllung findet, Petroglyphen und so. Aber ist sie wirklich so eine Person? Oder ist das nur ein gestohlener Traum von einer Person, die sie gerne wäre?
Im Zug trifft sie Ljoha, einen nervigen russischen Bergarbeiter, der ihr wie ein Schatten folgt. Sie wollte ihre Vergangenheit kennen lernen, und Ljoha ist die
Verkörperung davon. Es ist unangenehm und banal, aber es ist, wie es ist.
Roadmovies handeln oft von Freiheit. In einem Auto können Sie hinfahren, wohin Sie wollen, jede Kreuzung ist eine Möglichkeit. Aber ich denke, dass Freiheit keine endlose Anzahl von Optionen ist, sondern die Fähigkeit Ihre Einschränkungen zu akzeptieren. Eine Zugfahrt ist eher wie das Schicksal. Sie können sich nicht entscheiden wohin es gehen soll, du musst nehmen, was kommt. – Juho Kuosmanen

Zwei Frauen beim Abendessen

Abteil Nr. 6

Cannes Filmfestival 2021: Großer Preis der Jury
Oscars 2022: Offizieller Kandidat Finnlands
Golden Globes: Nominiert als Bester fremdsprachiger Film
Europäische Filmpreise 2022: Drei Nominierungen Bester Film, Beste Hauptdarstellerin, Bester Hauptdarsteller

Filmfestival Göteborg 2022: geschlechtsunabhängiger Schauspielpreis für Seidi Haarla; Preis der internationalen Filmkritik/Fipresci-Preis

Trailer: https://youtu.be/m77YOHZfxws

Rimini

RIMINI

Spielfilm, AT/DE/FR 2022, 114 min, Regie: Ulrich Seidl

Ein ehemaliger Schlagerstar singt und säuft im winterlichen Rimini gegen die Wirklichkeit an. Ulrich Seidls neuer Film, der seine Uraufführung im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale gefeiert hat, ist das vielschichtige Porträt eines Taumelnden, formuliert in gewohnter Härte, versetzt mit überraschender Zärtlichkeit. In RIMINI steht Michael Thomas, der beste Crooner Österreichs, auf der Bühne, Inge Maux und Claudia Martini begeistern als seine Fans.(diagonale.at)

Der gealterte Schlagersänger Richie Bravo (den gab es wirklich, er ist in Neunkirchen 1963 geboren!), dessen Mutter gerade gestorben ist und dessen Vater, schwer an Alzheimer erkrankt, in einem Pflegeheim in Österreich lebt geht im Winter nach Rimini, wo er in den sonst leer stehenden Strandhotels älteren Damen und Herren seine bekannten Schlager (Amore mio) im Karaoke-Verfahren vorsingen kann, er tröstet aber auch kostenpflichtig viele Frauen seines Alters und erfüllt ihnen die sexuellen Wünsche, gibt ihnen die Illusion noch begehrenswert und sexy zu sein. Er braucht das Geld dringend, denn mit der Gage von 300€, die ihm die Hotels zahlen,  kann er kaum seine Schnäpse zahlen, die er konsumiert oder ausgibt. Das Wetter ist fürchterlich, Schneeregen, trotzdem kauern viele Flüchtlinge fast reglos an den Strandbuden, ihr Schicksal ist noch trostloser als jenes der weiblichen Fans von Richie, die sich von ihm trösten lassen.
Eine überraschende Wendung taucht kurz vor der Hälfte des Films in Person seiner Tochter Tessa auf, für die er nie da war, nie Alimente bezahlte oder sonstwie unterstützte. Sie ist nun mit einer Gruppe syrischer Immigranten in Rimini aufgetaucht und fordert, was ihr zustehe, doch Richie hat kein Geld und muss sich etwas einfallen lassen.

Vielschichtiger, stimmig – trostlos fotografierter, spannender und weitgehend unterhaltsamer Film, der wieder tief in die Seele der Menschen blickt. Die Schlagermusik von damals nimmt dabei erfreulicherweise nicht überhand. Herausragendes Meisterwerk von Ulrich Seidl: vielschichtig, ehrlich, emotional. *****

25. Diagonale Graz 2022

Bericht von der 25.Diagonale Graz, 5. – 10.4.22
von Dr. Norbert Fink

blau=Katalogtext
Ausführlicher illustrierter Langbericht (pdf)

Alle Preise der Diagonale 2022

Die großen Preise gingen an Ulrich Seidl für Rimini (bester Spielfilm)
und an Sabine Derflinger für Alice Schwarzer (bester Doc)

Sin señas particulares

Was geschah mit Bus 670? –
Sin señas particulares

Mexiko / Spanien 2020, 97 min, Scope, span. O.m.U.
Regie: Fernanda Valadez
Mit: Mercedes Hernández, David Illescas, Juan Jesús Varela

In der Todeszone Nord-Mexikos begibt sich eine entschlossene Mutter auf Spurensuche. – „In jeder Hinsicht beeindruckend vollendetes Kino.“ (Screen Daily)
Jesús macht sich mit einem Freund auf den Weg von Mexiko in die USA. Nach zwei Monaten wird die Leiche des Freundes gefunden, von Jesús fehlt weiterhin jede Spur. Seine Mutter begibt sich daraufhin auf die Suche in die gefährliche Grenzregion, um zu verstehen, was mit ihrem Sohn passiert ist. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, ihn lebend zu finden, auch wenn alles, was sie unterwegs erfährt, diese Hoffnung nicht beflügelt. Als sie auf Miguel trifft, der auch nach Norden gegangen war und nun zurückkommt, um seine Mutter zu suchen, setzen die beiden ihre Odyssee, ihre Suche nach Antworten, gemeinsam fort. (iffi.at)

Bus 670

Ich schrieb nach der Sichtung des Films beim Innsbrucker Filmfestival 2021:
Sehr berührend die Geschichte einer Mutter, die von den Behörden die Mitteilung erhält, ihren ermordeten Sohn gefunden zu haben, den sie identifizieren soll. Doch die verbrannte Leiche ist so unkenntlich, dass sie dies nicht kann. Bei der Fahrt von Mexiko in die USA sollen viele Busse überfallen worden sein und alle Insassen getötet und verbrannt. Mutig spürt die Mutter diesen Wegen nach und trifft dabei auf einen jungen Mann, der ähnlich alt wie ihr verschollener Sohn ist, und stößt mit ihm in eine Gegend Mexikos vor, wo kein Gesetz mehr gilt und kriminelle Banden alle terrorisieren, die Straßen sperren etc. Kein Wunder, dass von hier jeder flüchtet. ****
Und „epd-film“ (2.2022/S.58) schreibt:
Seine beträchtliche emotionale Wirkung erzeugt der Film vor allem durch den unbarmherzig genauen Blick auf Rechtlosigkeit und Chaos. … Was dieser unversöhnliche, erschütternde Film da erzählt, ist nur als Alptraum realistisch darzustellen.

Auf der Suche nach dem Sohn

Bus 670

Preise:
Gotham Awards 2021: Auszeichnung als Bester internationaler Spielfilm

Sundance Film Festival 2020: 2 Auszeichnung mit dem Publikumspreis World Cinema – Dramatic und für das Beste Drehbuch mit dem World Cinema Dramatic Special Jury Award

Zürich Film Festival 2020: Auszeichnung als Bester internationaler Spielfilm mit dem Goldenen Auge


Ausführliche Rezension von Walter Gasperi unter: https://www.film-netz.com/post/streaming-sin-se%C3%B1as-particulares-was-geschah-mit-bus-670

Trailer: https://www.mydrive.ch/show/428081378-1641881725/WasGeschahBus670_Trailer.mov

Was geschah mit Bus 670?

Was geschah mit Bus 670? –
Sin señas particulares

Mexiko / Spanien 2020, 97 min, Scope, span. O.m.U.
Regie: Fernanda Valadez
Mit: Mercedes Hernández, David Illescas, Juan Jesús Varela

In der Todeszone Nord-Mexikos begibt sich eine entschlossene Mutter auf Spurensuche. – „In jeder Hinsicht beeindruckend vollendetes Kino.“ (Screen Daily)
Jesús macht sich mit einem Freund auf den Weg von Mexiko in die USA. Nach zwei Monaten wird die Leiche des Freundes gefunden, von Jesús fehlt weiterhin jede Spur. Seine Mutter begibt sich daraufhin auf die Suche in die gefährliche Grenzregion, um zu verstehen, was mit ihrem Sohn passiert ist. Sie gibt die

Bus 670

Hoffnung nicht auf, ihn lebend zu finden, auch wenn alles, was sie unterwegs erfährt, diese Hoffnung nicht beflügelt. Als sie auf Miguel trifft, der auch nach Norden gegangen war und nun zurückkommt, um seine Mutter zu suchen, setzen die beiden ihre Odyssee, ihre Suche nach Antworten, gemeinsam fort. (iffi.at)
Ich schrieb nach der Sichtung des Films beim Innsbrucker Filmfestival 2021:
Sehr berührend die Geschichte einer Mutter, die von den Behörden die Mitteilung erhält, ihren ermordeten Sohn gefunden zu haben, den sie identifizieren soll. Doch die verbrannte Leiche ist so unkenntlich, dass sie dies nicht kann. Bei der Fahrt von Mexiko in die USA sollen viele Busse überfallen worden sein und alle Insassen getötet und verbrannt. Mutig spürt die Mutter diesen Wegen nach und trifft dabei auf einen jungen Mann, der ähnlich alt wie ihr verschollener Sohn ist, und stößt mit ihm in eine Gegend Mexikos vor, wo kein Gesetz mehr gilt und kriminelle Banden alle terrorisieren, die Straßen sperren etc. Kein Wunder, dass von hier jeder flüchtet. ****
Und „epd-film“ (2.2022/S.58) schreibt:
Seine beträchtliche emotionale Wirkung erzeugt der Film vor allem durch den unbarmherzig genauen Blick auf Rechtlosigkeit und Chaos. … Was dieser unversöhnliche, erschütternde Film da erzählt, ist nur als Alptraum realistisch darzustellen.

Auf der Suche nach dem Sohn

Bus 670

Preise:
Gotham Awards 2021: Auszeichnung als Bester internationaler Spielfilm

Sundance Film Festival 2020: 2 Auszeichnung mit dem Publikumspreis World Cinema – Dramatic und für das Beste Drehbuch mit dem World Cinema Dramatic Special Jury Award

Zürich Film Festival 2020: Auszeichnung als Bester internationaler Spielfilm mit dem Goldenen Auge


Ausführliche Rezension von Walter Gasperi unter: https://www.film-netz.com/post/streaming-sin-se%C3%B1as-particulares-was-geschah-mit-bus-670

Trailer: https://www.mydrive.ch/show/428081378-1641881725/WasGeschahBus670_Trailer.mov