The Lost Leonardo

The Lost Leonardo

Dänemark / Frankreich / Schweden 2021, 96 min, franz.-engl. O.m.U.;
Regie: Andreas Koefoed
Buch: Andreas Dalsgaard, Christian Kirk Muff, Andreas Koefoed, Mark Monroe, Duska Zagorac; Mit: Jerry Saltz, Dianne Dwyer Modestini, Martin Kemp u.a.;

Salvator Mundi – Gemälde

Die fesselnde Geschichte des teuersten Gemäldes der Welt erzählt spannend wie ein Krimi von Geld, Macht und Gier. – „Selten war ein Crashkurs über den Kunstmarkt unterhaltsamer“ (Der Spiegel)Eine Sensation in der Kunstwelt: ein Bild von Leonardo da Vinci wird auf einer Auktion in New Orleans gefunden! Eine große Schau des allseits bekannten Universalgenies der italienischen Renaissance, dessen Malerei so berühmt ist wie seine Entwürfe allerhand Fahr- und Flugmaschinen, wird in der National Gallery, London gezeigt, mit dem wiedergefundenen Werk aus Amerika als eines der Herzstücke. Aber wie “echt” ist dieser Salvator Mundi wirklich? Diese Kunst(handel)-Doku gerät zu einem wahren Thriller, über Kunst-Expertentum und den Einfluss von Kunstinstitutionen, über den Aberwitz des Kunsthandels.

Die ebenso spannende wie unterhaltsame Kunst-Doku THE LOST LEONARDO erzählt die Geschichte des Gemäldes Salvator Mundi, das 2017 für 450 Millionen versteigert wurde und somit das teuerste Gemälde der Welt ist. Es gilt als das lange verschollene Meisterwerk von Leonardo da Vinci, doch ist es auch echt? Jedenfalls entlarvt der Film die Falschheit der Welt!

Im Jahr 2008 versammelten sich die weltweit renommiertesten Leonardo da Vinci Experten an einer Staffelei der National Gallery in London, um ein mysteriöses Gemälde zu untersuchen – ein Salvator Mundi (lateinisch für „Erlöser der Welt“). Ungeachtet dessen, dass die National Gallery keine formellen Experten-Gutachten einholt, präsentiert sie in ihrer Blockbuster-Ausstellung von 2011 den Salvator Mundi als Originalgemälde von Leonardo da Vinci und initiierte damit eine der verführerischsten und verblüffendsten Kunstgeschichten unserer Zeit.

Der über einen Zeitraum von drei Jahren gedrehte Film The Lost Leonardo enthüllt auf akribische Weise die Geschichte hinter dem Salvator Mundi in ihrer gesamten Bandbreite und präsentiert als packender Real-Life-Thriller verschiedene Hauptfiguren aus der Welt der Kunst, Finanzen und Politik wie beispielsweise die Restauratorin Dianne Modestini, die zum ersten Mal den Zugang hinter die Kulissen freimachte.
The Lost Leonardo ist die Insider-Geschichte hinter dem Salvator Mundi, dem teuersten Gemälde, das für 450 Millionen US-Dollar verkauft wurde. Das Schicksal des Salvator Mundi wird von unersättlichem Streben nach Ruhm, Geld und Macht angetrieben, beginnend in jenem Moment, als das Gemälde in einem dubiosen Auktionshaus in New Orleans für 1175 US-Dollar gekauft wird und der Restaurator unter dem dicken Firnis der billigen Restaurierung meisterhafte Pinselstriche der Renaissance entdeckt. Mit Emporschnellen des Preises vermehren sich auch die Fragen nach der Authentizität des Gemäldes: Ist es wirklich ein Werk Leonardo da Vincis?

The Lost Leonardo

Die Zeitachse:
ca. 1500: Salvator Mundi wird beauftragt, möglicherweise für Ludwig XII. von Frankreich, im Anschluss an dessen Eroberungen von Genua und Mailand. Es existieren keine Beweise aus da Vincis Lebzeiten, dass er selbst das Gemälde gemalt hat.
1900: Die erste sichere Sichtung des Salvator Mundi bei seinem Kauf durch den wohlhabenden Textilhersteller Sir Francis Cook. Dieser kaufte das Gemälde – als Werk von Leonardo da Vincis Getreuem Bernardino Luini – im Jahre 1900 für 120 Pfund von Sir Charles Robinson, dem damaligen Surveyor of the Queen’s Pictures. Kunsthistoriker sind sich noch stets unsicher über den Verbleib des Salvator Mundi zwischen 1500 und 1900. Es existiert ein Foto des Gemäldes aus dem Jahr 1911 mit einer alten und amateurhaften Restaurierung, die es schwierig macht, es als dasselbe Gemälde zu erkennen.
1958: Nachdem das Gemälde bis 1958 im Haus der Familie Cook, dem Doughty House in Richmond, gehangen hat, wird es bei Sotheby’s in London für 45 Pfund an den amerikanischen Geschäftsmann Warren Kuntz verkauft.
2005: Warren Kuntz und dessen Frau Minnie lebten in New Orleans. Nach ihrer beider Tod erbte ihr Neffe Basil Clovis Hendry Sr das Gemälde, der es bis zu seinem Tod im Jahr 2005 in seinem Haus in Baton Rouge bewahrte. Daraufhin wurde es bei der New Orleans Auktion zum Verkauf angeboten, wo es durch den geschulten und auf Spekulationen ausgerichteten Blick des New Yorker Kunsthistorikers und Händlers Alex Parish entdeckt wurde. Parish schließt sich mit Robert B. Simon zusammen, um den Salvator Mundi für nur 1175 US-Dollar zu kaufen.
2006: Die Restauratorin Dianne Modestini beginnt ihre Arbeit am Salvator Mundi.
2008: Die National Gallery in London bittet fünf Leonardo da Vinci Experten, sich an einem Nachmittag den Salvator Mundi anzuschauen. Während des informellen Gesprächs stehen die Fachleute dem Gemälde als Werk Leonardo da Vincis offen gegenüber, jedoch werden sie nicht damit beauftragt, das Gemälde gründlich zu untersuchen oder formale Einschätzungen zu liefern.
2011: Die National Gallery in London präsentiert den Salvator Mundi als Originalgemälde Leonardo da Vincis in ihrer Blockbuster-Ausstellung Leonardo da Vinci: Painter at the Court of Milan.
2012: Das Dallas Museum of Art versucht, das Gemälde zu erwerben, kann die dafür notwendigen Mittel jedoch nicht aufbringen.
2013: Der russische Oligarch Dmitry Rybolovlev kauft den Salvator Mundi am 3. Mai für 127,5 Millionen US-Dollar. Später erfährt Rybolovlev, dass sein Kunstberater Yves Bouvier das Gemälde am Vortag von einem durch Robert Simon geführten Konsortium in einem von Sotheby’s vermittelten Privatverkauf erworben hatte. Bouvier zahlte dem Konsortium 83 Millionen US-Dollar, bevor er das Gemälde mit einem Aufschlag von 44,5 Millionen US-Dollar an Rybolovlev übergab.
2015: Am 25. Februar wird Bouvier in Monaco wegen Betrugs und Beteiligung an Geldwäsche angeklagt. Laut Rybolovlev hatte Bouvier ihn um mehr als 1 Milliarde US-Dollar betrogen, indem er Gemälde oft innerhalb weniger Tage mit Aufschlägen von bis zu 70 % weiterverkaufte. Der Streit um Rybolovlevs Sammlung von 38 Gemälden führte in mindestens fünf Gerichtsbarkeiten weltweit zu zivil- und strafrechtlichen Verfahren – Singapur, Schweiz, Frankreich, Monaco und den Vereinigten Staaten. Der Rechtsstreit läuft noch heute.
2017: Im Vorfeld der Auktion entwickelt Christie’s eine umfangreiche Marketingkampagne für den Salvator Mundi und schickt das Gemälde auf eine Tour nach Hongkong, London, San Francisco und New York, wo es am 15. November zu einem Weltrekord-Auktionspreis von 450.300.000 US-Dollar verkauft wird. Nach der Auktion enthüllt die New York Times, dass der Käufer des Salvator Mundi der Kronprinz von Saudi-Arabien, Mohammad bin Salman, war.
2018: Das erste öffentliche Erscheinen des Gemäldes ist für den September im Louvre Abu Dhabi geplant, doch die Präsentation wird in letzter Minute abgesagt. Die Enthüllung wird ohne Angabe von Gründen auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Gemälde wird stattdessen zur wissenschaftlichen Untersuchung an das Zentrum für Forschung und Restaurierung der Museen Frankreichs (C2RMF) geschickt.
2019: Im Oktober eröffnet der Louvre in Paris seine Leonardo da Vinci Blockbuster-Ausstellung anlässlich des 500. Todestages des Renaissance-Meisters. Der Salvator Mundi wird nicht ausgestellt.
2020: Das Art Newspaper berichtet über ein geheimes 46-seitiges Booklet mit dem Titel „Léonard de Vinci: Le Salvator Mundi“, das vom Louvre erstellt und im Dezember2019 gedruckt wurde. Die Veröffentlichung des Buches wurde abgebrochen, als die Salvator Mundi Leihgabe abgelehnt wurde, einige Exemplare des Buches wurden jedoch in der Buchhandlung des Louvre gekauft. Der Sprecher des Louvre bestätigt, dass „das Buch für den Fall vorbereitet wurde, dass der Louvre die Möglichkeit hat, das Gemälde zu präsentieren. Da dies nicht der Fall war, wird es nicht veröffentlicht“. Das Booklet enthält detaillierte Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen des Louvre und folgert: „Die Ergebnisse der historischen und wissenschaftlichen Untersuchung (…) erlauben uns, die Zuschreibung des Werkes an Leonardo da Vinci zu bestätigen“. Der gesamte Inhalt des geheimen Buches wird im April 2021 durch das französische Kunstmagazin „La tribune de l’art“ veröffentlicht.

Trailer:
https://youtu.be/padjQGAfkwY

The lost Leonardo

The Lost Leonardo

Dänemark / Frankreich / Schweden 2021, 96 min, franz.-engl. O.m.U.;
Regie: Andreas Koefoed
Buch: Andreas Dalsgaard, Christian Kirk Muff, Andreas Koefoed, Mark Monroe, Duska Zagorac; Mit: Jerry Saltz, Dianne Dwyer Modestini, Martin Kemp u.a.;

Salvator Mundi – Gemälde

Die fesselnde Geschichte des teuersten Gemäldes der Welt erzählt spannend wie ein Krimi von Geld, Macht und Gier. – „Selten war ein Crashkurs über den Kunstmarkt unterhaltsamer“ (Der Spiegel)Eine Sensation in der Kunstwelt: ein Bild von Leonardo da Vinci wird auf einer Auktion in New Orleans gefunden! Eine große Schau des allseits bekannten Universalgenies der italienischen Renaissance, dessen Malerei so berühmt ist wie seine Entwürfe allerhand Fahr- und Flugmaschinen, wird in der National Gallery, London gezeigt, mit dem wiedergefundenen Werk aus Amerika als eines der Herzstücke. Aber wie “echt” ist dieser Salvator Mundi wirklich? Diese Kunst(handel)-Doku gerät zu einem wahren Thriller, über Kunst-Expertentum und den Einfluss von Kunstinstitutionen, über den Aberwitz des Kunsthandels.

Die ebenso spannende wie unterhaltsame Kunst-Doku THE LOST LEONARDO erzählt die Geschichte des Gemäldes Salvator Mundi, das 2017 für 450 Millionen versteigert wurde und somit das teuerste Gemälde der Welt ist. Es gilt als das lange verschollene Meisterwerk von Leonardo da Vinci, doch ist es auch echt? Jedenfalls entlarvt der Film die Falschheit der Welt!

Im Jahr 2008 versammelten sich die weltweit renommiertesten Leonardo da Vinci Experten an einer Staffelei der National Gallery in London, um ein mysteriöses Gemälde zu untersuchen – ein Salvator Mundi (lateinisch für „Erlöser der Welt“). Ungeachtet dessen, dass die National Gallery keine formellen Experten-Gutachten einholt, präsentiert sie in ihrer Blockbuster-Ausstellung von 2011 den Salvator Mundi als Originalgemälde von Leonardo da Vinci und initiierte damit eine der verführerischsten und verblüffendsten Kunstgeschichten unserer Zeit.

Der über einen Zeitraum von drei Jahren gedrehte Film The Lost Leonardo enthüllt auf akribische Weise die Geschichte hinter dem Salvator Mundi in ihrer gesamten Bandbreite und präsentiert als packender Real-Life-Thriller verschiedene Hauptfiguren aus der Welt der Kunst, Finanzen und Politik wie beispielsweise die Restauratorin Dianne Modestini, die zum ersten Mal den Zugang hinter die Kulissen freimachte.
The Lost Leonardo ist die Insider-Geschichte hinter dem Salvator Mundi, dem teuersten Gemälde, das für 450 Millionen US-Dollar verkauft wurde. Das Schicksal des Salvator Mundi wird von unersättlichem Streben nach Ruhm, Geld und Macht angetrieben, beginnend in jenem Moment, als das Gemälde in einem dubiosen Auktionshaus in New Orleans für 1175 US-Dollar gekauft wird und der Restaurator unter dem dicken Firnis der billigen Restaurierung meisterhafte Pinselstriche der Renaissance entdeckt. Mit Emporschnellen des Preises vermehren sich auch die Fragen nach der Authentizität des Gemäldes: Ist es wirklich ein Werk Leonardo da Vincis?

The Lost Leonardo

Die Zeitachse:
ca. 1500: Salvator Mundi wird beauftragt, möglicherweise für Ludwig XII. von Frankreich, im Anschluss an dessen Eroberungen von Genua und Mailand. Es existieren keine Beweise aus da Vincis Lebzeiten, dass er selbst das Gemälde gemalt hat.
1900: Die erste sichere Sichtung des Salvator Mundi bei seinem Kauf durch den wohlhabenden Textilhersteller Sir Francis Cook. Dieser kaufte das Gemälde – als Werk von Leonardo da Vincis Getreuem Bernardino Luini – im Jahre 1900 für 120 Pfund von Sir Charles Robinson, dem damaligen Surveyor of the Queen’s Pictures. Kunsthistoriker sind sich noch stets unsicher über den Verbleib des Salvator Mundi zwischen 1500 und 1900. Es existiert ein Foto des Gemäldes aus dem Jahr 1911 mit einer alten und amateurhaften Restaurierung, die es schwierig macht, es als dasselbe Gemälde zu erkennen.
1958: Nachdem das Gemälde bis 1958 im Haus der Familie Cook, dem Doughty House in Richmond, gehangen hat, wird es bei Sotheby’s in London für 45 Pfund an den amerikanischen Geschäftsmann Warren Kuntz verkauft.
2005: Warren Kuntz und dessen Frau Minnie lebten in New Orleans. Nach ihrer beider Tod erbte ihr Neffe Basil Clovis Hendry Sr das Gemälde, der es bis zu seinem Tod im Jahr 2005 in seinem Haus in Baton Rouge bewahrte. Daraufhin wurde es bei der New Orleans Auktion zum Verkauf angeboten, wo es durch den geschulten und auf Spekulationen ausgerichteten Blick des New Yorker Kunsthistorikers und Händlers Alex Parish entdeckt wurde. Parish schließt sich mit Robert B. Simon zusammen, um den Salvator Mundi für nur 1175 US-Dollar zu kaufen.
2006: Die Restauratorin Dianne Modestini beginnt ihre Arbeit am Salvator Mundi.
2008: Die National Gallery in London bittet fünf Leonardo da Vinci Experten, sich an einem Nachmittag den Salvator Mundi anzuschauen. Während des informellen Gesprächs stehen die Fachleute dem Gemälde als Werk Leonardo da Vincis offen gegenüber, jedoch werden sie nicht damit beauftragt, das Gemälde gründlich zu untersuchen oder formale Einschätzungen zu liefern.
2011: Die National Gallery in London präsentiert den Salvator Mundi als Originalgemälde Leonardo da Vincis in ihrer Blockbuster-Ausstellung Leonardo da Vinci: Painter at the Court of Milan.
2012: Das Dallas Museum of Art versucht, das Gemälde zu erwerben, kann die dafür notwendigen Mittel jedoch nicht aufbringen.
2013: Der russische Oligarch Dmitry Rybolovlev kauft den Salvator Mundi am 3. Mai für 127,5 Millionen US-Dollar. Später erfährt Rybolovlev, dass sein Kunstberater Yves Bouvier das Gemälde am Vortag von einem durch Robert Simon geführten Konsortium in einem von Sotheby’s vermittelten Privatverkauf erworben hatte. Bouvier zahlte dem Konsortium 83 Millionen US-Dollar, bevor er das Gemälde mit einem Aufschlag von 44,5 Millionen US-Dollar an Rybolovlev übergab.
2015: Am 25. Februar wird Bouvier in Monaco wegen Betrugs und Beteiligung an Geldwäsche angeklagt. Laut Rybolovlev hatte Bouvier ihn um mehr als 1 Milliarde US-Dollar betrogen, indem er Gemälde oft innerhalb weniger Tage mit Aufschlägen von bis zu 70 % weiterverkaufte. Der Streit um Rybolovlevs Sammlung von 38 Gemälden führte in mindestens fünf Gerichtsbarkeiten weltweit zu zivil- und strafrechtlichen Verfahren – Singapur, Schweiz, Frankreich, Monaco und den Vereinigten Staaten. Der Rechtsstreit läuft noch heute.
2017: Im Vorfeld der Auktion entwickelt Christie’s eine umfangreiche Marketingkampagne für den Salvator Mundi und schickt das Gemälde auf eine Tour nach Hongkong, London, San Francisco und New York, wo es am 15. November zu einem Weltrekord-Auktionspreis von 450.300.000 US-Dollar verkauft wird. Nach der Auktion enthüllt die New York Times, dass der Käufer des Salvator Mundi der Kronprinz von Saudi-Arabien, Mohammad bin Salman, war.
2018: Das erste öffentliche Erscheinen des Gemäldes ist für den September im Louvre Abu Dhabi geplant, doch die Präsentation wird in letzter Minute abgesagt. Die Enthüllung wird ohne Angabe von Gründen auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Gemälde wird stattdessen zur wissenschaftlichen Untersuchung an das Zentrum für Forschung und Restaurierung der Museen Frankreichs (C2RMF) geschickt.
2019: Im Oktober eröffnet der Louvre in Paris seine Leonardo da Vinci Blockbuster-Ausstellung anlässlich des 500. Todestages des Renaissance-Meisters. Der Salvator Mundi wird nicht ausgestellt.
2020: Das Art Newspaper berichtet über ein geheimes 46-seitiges Booklet mit dem Titel „Léonard de Vinci: Le Salvator Mundi“, das vom Louvre erstellt und im Dezember2019 gedruckt wurde. Die Veröffentlichung des Buches wurde abgebrochen, als die Salvator Mundi Leihgabe abgelehnt wurde, einige Exemplare des Buches wurden jedoch in der Buchhandlung des Louvre gekauft. Der Sprecher des Louvre bestätigt, dass „das Buch für den Fall vorbereitet wurde, dass der Louvre die Möglichkeit hat, das Gemälde zu präsentieren. Da dies nicht der Fall war, wird es nicht veröffentlicht“. Das Booklet enthält detaillierte Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen des Louvre und folgert: „Die Ergebnisse der historischen und wissenschaftlichen Untersuchung (…) erlauben uns, die Zuschreibung des Werkes an Leonardo da Vinci zu bestätigen“. Der gesamte Inhalt des geheimen Buches wird im April 2021 durch das französische Kunstmagazin „La tribune de l’art“ veröffentlicht.

Trailer:
https://youtu.be/padjQGAfkwY

Das Land meines Vaters

Das Land meines Vaters –
Au nom de la terre

Belgien / Frankreich 2019, 103 min, Scope,  französ. O.m.U. – Regie: Édouard Bergeon.

Ein Mann kauft die Farm seines Vaters, doch mit der Zeit häufen sich Schulden an: Ein ungeschönter, bitterer, von tiefer Empathie geprägter Blick auf die Situation der Bauern. Sehr berührend und schön gefilmt: Krise eines Bauern

Das französische Drama, das auf den Erinnerungen des Regisseurs und Co-Autors Bergeon beruht, erzählt eine Geschichte, die man im Kino nicht oft sieht und die von hochaktueller gesellschaftlicher Relevanz ist. Fern von geschönten romantischen Darstellungen zeigt der Film den Kampf einer Familie auf dem Land gegen EU-Auflagen und Preisdumping für landwirtschaftliche Rohstoffe. Doch trotz seiner realistischen Erzählhaltung (Co-Autoren: Emmanuel Courcol und Bruno Ulmer) ist DAS LAND MEINES VATERS auch eine Liebeserklärung an die Menschen, die als Familie zusammenhalten und alles tun, um den Traum vom eigenen Hof aufrechtzuerhalten. Darstellerisch gelingt es dem gesamten Ensemble, allen voran Guillaume Canet als Pierre und Veerle Baetens als seine Ehefrau Claire, die Figuren wahrhaftig und authentisch zu spielen. Als Zuschauer*in ist man immer sehr nah bei den Figuren, versteht die jeweiligen Konflikte – ob nun der Sohn, der sich seinem Vater verpflichtet fühlt und davor zurückschreckt, einen eigenen Weg zu gehen, oder die Ehefrau, die mit einem Halbtagsjob noch das Geld dazu verdient, welches der Hof, auf dem sie ebenso hart arbeitet, einfach nicht einbringt. Die Kamera von Eric Dumont schafft dazu große Kinobilder von wunderschönen Landschaften. Große Bilder, die immer kraftvoll, aber nie kitschig wirken.
Pierre ist entschlossen, den Hof seines Vaters, den er übernommen hat, ertragreich zu bewirtschaften. Doch im Laufe der Jahre müssen er und seine Familie feststellen, dass ihnen, trotz des großen Engagements, immer größere Steine in den Weg gelegt werden. So wahrhaftig wie die Geschichte ist, auf der der Film basiert, so wahrhaftig erzählt auch Regisseur Edouard Bergeon mit Kraft und Wärme von echten Menschen, die sich echten Problemen stellen müssen.

Das Land meines Vaters

Das französische Drama, das auf den Erinnerungen des Regisseurs und Co-Autors Bergeon beruht, erzählt eine Geschichte, die man im Kino nicht oft sieht und die von hochaktueller gesellschaftlicher Relevanz ist. Fern von geschönten romantischen Darstellungen zeigt der Film den Kampf einer Familie auf dem Land gegen EU-Auflagen und Preisdumping für landwirtschaftliche Rohstoffe. Doch trotz seiner realistischen Erzählhaltung (Co-Autoren: Emmanuel Courcol und Bruno Ulmer) ist DAS LAND MEINES VATERS auch eine Liebeserklärung an die Menschen, die als Familie zusammenhalten und alles tun, um den Traum vom eigenen Hof aufrechtzuerhalten. Darstellerisch gelingt es dem gesamten Ensemble, allen voran Guillaume Canet als Pierre und Veerle Baetens als seine Ehefrau Claire, die Figuren wahrhaftig und authentisch zu spielen. Als Zuschauer*in ist man immer sehr nah bei den Figuren, versteht die jeweiligen Konflikte – ob nun der Sohn, der sich seinem Vater verpflichtet fühlt und davor zurückschreckt, einen eigenen Weg zu gehen, oder die Ehefrau, die mit einem Halbtagsjob noch das Geld dazu verdient, welches der Hof, auf dem sie ebenso hart arbeitet, einfach nicht einbringt. Die Kamera von Eric Dumont schafft dazu große Kinobilder von wunderschönen Landschaften. Große Bilder, die immer kraftvoll, aber nie kitschig wirken. (Prädikat besonders wertvoll in D)

Filmkritik von Walter Gasperi:
https://www.film-netz.com/post/das-land-meines-vaters

Trailer:

https://youtu.be/lCqEU7sYqGE

Das Land meines Vaters

Das Land meines Vaters –
Au nom de la terre

Belgien / Frankreich 2019, 103 min, Scope, französ. O.m.U. –
Regie: Édouard Bergeon.

Ein Mann kauft die Farm seines Vaters, doch mit der Zeit häufen sich Schulden an: Ein ungeschönter, bitterer, von tiefer Empathie geprägter Blick auf die Situation der Bauern. Sehr berührend und schön gefilmt: Krise eines Bauern

Das Land meines Vaters

Das französische Drama, das auf den Erinnerungen des Regisseurs und Co-Autors Bergeon beruht, erzählt eine Geschichte, die man im Kino nicht oft sieht und die von hochaktueller gesellschaftlicher Relevanz ist. Fern von geschönten romantischen Darstellungen zeigt der Film den Kampf einer Familie auf dem Land gegen EU-Auflagen und Preisdumping für landwirtschaftliche Rohstoffe. Doch trotz seiner realistischen Erzählhaltung (Co-Autoren: Emmanuel Courcol und Bruno Ulmer) ist DAS LAND MEINES VATERS auch eine Liebeserklärung an die Menschen, die als Familie zusammenhalten und alles tun, um den Traum vom eigenen Hof aufrechtzuerhalten. Darstellerisch gelingt es dem gesamten Ensemble, allen voran Guillaume Canet als Pierre und Veerle Baetens als seine Ehefrau Claire, die Figuren wahrhaftig und authentisch zu spielen. Als Zuschauer*in ist man immer sehr nah bei den Figuren, versteht die jeweiligen Konflikte – ob nun der Sohn, der sich seinem Vater verpflichtet fühlt und davor zurückschreckt, einen eigenen Weg zu gehen, oder die Ehefrau, die mit einem Halbtagsjob noch das Geld dazu verdient, welches der Hof, auf dem sie ebenso hart arbeitet, einfach nicht einbringt. Die Kamera von Eric Dumont schafft dazu große Kinobilder von wunderschönen Landschaften. Große Bilder, die immer kraftvoll, aber nie kitschig wirken.
Pierre ist entschlossen, den Hof seines Vaters, den er übernommen hat, ertragreich zu bewirtschaften. Doch im Laufe der Jahre müssen er und seine Familie feststellen, dass ihnen, trotz des großen Engagements, immer größere Steine in den Weg gelegt werden. So wahrhaftig wie die Geschichte ist, auf der der Film basiert, so wahrhaftig erzählt auch Regisseur Edouard Bergeon mit Kraft und Wärme von echten Menschen, die sich echten Problemen stellen müssen.

Das Land meines Vaters

Das französische Drama, das auf den Erinnerungen des Regisseurs und Co-Autors Bergeon beruht, erzählt eine Geschichte, die man im Kino nicht oft sieht und die von hochaktueller gesellschaftlicher Relevanz ist. Fern von geschönten romantischen Darstellungen zeigt der Film den Kampf einer Familie auf dem Land gegen EU-Auflagen und Preisdumping für landwirtschaftliche Rohstoffe. Doch trotz seiner realistischen Erzählhaltung (Co-Autoren: Emmanuel Courcol und Bruno Ulmer) ist DAS LAND MEINES VATERS auch eine Liebeserklärung an die Menschen, die als Familie zusammenhalten und alles tun, um den Traum vom eigenen Hof aufrechtzuerhalten. Darstellerisch gelingt es dem gesamten Ensemble, allen voran Guillaume Canet als Pierre und Veerle Baetens als seine Ehefrau Claire, die Figuren wahrhaftig und authentisch zu spielen. Als Zuschauer*in ist man immer sehr nah bei den Figuren, versteht die jeweiligen Konflikte – ob nun der Sohn, der sich seinem Vater verpflichtet fühlt und davor zurückschreckt, einen eigenen Weg zu gehen, oder die Ehefrau, die mit einem Halbtagsjob noch das Geld dazu verdient, welches der Hof, auf dem sie ebenso hart arbeitet, einfach nicht einbringt. Die Kamera von Eric Dumont schafft dazu große Kinobilder von wunderschönen Landschaften. Große Bilder, die immer kraftvoll, aber nie kitschig wirken. (Prädikat besonders wertvoll in D)

Filmkritik von Walter Gasperi:
https://www.film-netz.com/post/das-land-meines-vaters

Trailer:

https://youtu.be/lCqEU7sYqGE

Lamb

Lamb

Island / Schweden / Polen 2021, 106 min, isländ. O.m.U.
Regie: Valdimar Jóhannsson
Maria Noomi Rapace
Ingvar Hilmir Snær Guðnason
Pétur Björn Hlynur Haraldsson

Ingvar und Marie züchten Schafe und führen ein einfaches, naturverbundenes Leben in der wilden Abgeschiedenheit Islands.
Weites Land, Bergketten, endloser Himmel, ein abgeschiedenes Haus: In der überwältigend schönen isländischen Landschaft züchten Maria und Ingvar Schafe. Sie führen ein einfaches, der Natur verbundenes Leben. Bis eines Nachts etwas Seltsames in ihrem Stall passiert: Ein Schaf gebärt ein mysteriöses Wesen, das die beiden wie ein eigenes Kind aufziehen und ihm den Namen Ada geben. Das mit inniger Freude begrüßte Familienglück wird jedoch schon bald auf die Probe gestellt – denn Mutter Natur steckt voller Überraschungen …

Regisseur Valdimar Jóhansson siedelt sein mythologisch-folkloristisch Beziehungsdrama zwischen romantischer Naturgewalt und skandinavischem Märchen an. Angereichert mit absurdem Humor ist Jóhansson mit seinem Debütfilm ein großer Wurf gelungen.

Zwischen romantischer Naturgewalt und skandinavischem Märchen: Noomi Rapace, brilliert in diesem tief berührenden Folk-Drama. Eine eindrucksvolle Kinoerfahrung, deren einzigartige Magie unvergesslich bleibt.


INTERVIEW MIT VALDIMAR JÓHANNSSON
… über die Geschichte und seine Inspiration
Als Kind verbrachte ich viel Zeit auf der Farm meiner Großeltern, also kenne ich Lämmer, Schafe und Böcke sehr gut. Ich wollte schon immer einen Film machen, der auf den folkloristischen Märchen meiner Heimat beruht, eine Geschichte, die sich mit der Natur der Menschen und dem Menschen in der
Natur beschäftigt. Ich begann mit Konzept-Skizzen und einem Graphic Novel, um eine Geschichte zu entwickeln, die ich verfilmen konnte. Meine Produzenten
stellten mir 2010 den Drehbuchautor Sjón vor, was sich als glückliche Fügung erwies. Wir fingen an, über meine Ideen zu sprechen, die später in LAMB realisiert wurden. Ihm gefielen meine Vorstellungen und er war von denselben Dingen fasziniert wie ich. Wir hatten einen langen Schreibprozess und lernten uns dabei sehr gut kennen.
Kino ist ein audiovisuelles Medium, das den Zuschauer auf vielen Ebenen anspricht und deshalb fokussierten wir uns darauf, die Geschichte durch Bilder und Töne zu erzählen und die Dialoge auf ein Minimum zu beschränken. Unser Film zieht viel Inspiration aus isländischen Volksmärchen. Nicht aus einem bestimmten, aber aus einem Mix. Wir sind beide interessiert an Geschichten,
die in ihrem Kern realistisch sind – dann aber ein absurdes oder surreales Element besitzen, das nie direkt angesprochen wird und dadurch genauso
real wird wie der Rest.

Filmkritik von Walter Gasperi:
https://www.film-netz.com/post/_lamb 

Auszeichnung Festival Cannes 2021: un certain regard

Trailer: https://youtu.be/JH7_gbfBIac

Lamb

Lamb

Island / Schweden / Polen 2021, 106 min, isländ. O.m.U.
Regie: Valdimar Jóhannsson
Maria Noomi Rapace
Ingvar Hilmir Snær Guðnason
Pétur Björn Hlynur Haraldsson

Ingvar und Marie züchten Schafe und führen ein einfaches, naturverbundenes Leben in der wilden Abgeschiedenheit Islands.
Weites Land, Bergketten, endloser Himmel, ein abgeschiedenes Haus: In der überwältigend schönen isländischen Landschaft züchten Maria und Ingvar Schafe. Sie führen ein einfaches, der Natur verbundenes Leben. Bis eines Nachts etwas Seltsames in ihrem Stall passiert: Ein Schaf gebärt ein mysteriöses Wesen, das die beiden wie ein eigenes Kind aufziehen und ihm den Namen Ada geben. Das mit inniger Freude begrüßte Familienglück wird jedoch schon bald auf die Probe gestellt – denn Mutter Natur steckt voller Überraschungen …

Regisseur Valdimar Jóhansson siedelt sein mythologisch-folkloristisch Beziehungsdrama zwischen romantischer Naturgewalt und skandinavischem Märchen an. Angereichert mit absurdem Humor ist Jóhansson mit seinem Debütfilm ein großer Wurf gelungen.

Zwischen romantischer Naturgewalt und skandinavischem Märchen: Noomi Rapace, brilliert in diesem tief berührenden Folk-Drama. Eine eindrucksvolle Kinoerfahrung, deren einzigartige Magie unvergesslich bleibt.


INTERVIEW MIT VALDIMAR JÓHANNSSON
… über die Geschichte und seine Inspiration
Als Kind verbrachte ich viel Zeit auf der Farm meiner Großeltern, also kenne ich Lämmer, Schafe und Böcke sehr gut. Ich wollte schon immer einen Film machen, der auf den folkloristischen Märchen meiner Heimat beruht, eine Geschichte, die sich mit der Natur der Menschen und dem Menschen in der
Natur beschäftigt. Ich begann mit Konzept-Skizzen und einem Graphic Novel, um eine Geschichte zu entwickeln, die ich verfilmen konnte. Meine Produzenten
stellten mir 2010 den Drehbuchautor Sjón vor, was sich als glückliche Fügung erwies. Wir fingen an, über meine Ideen zu sprechen, die später in LAMB realisiert wurden. Ihm gefielen meine Vorstellungen und er war von denselben Dingen fasziniert wie ich. Wir hatten einen langen Schreibprozess und lernten uns dabei sehr gut kennen.
Kino ist ein audiovisuelles Medium, das den Zuschauer auf vielen Ebenen anspricht und deshalb fokussierten wir uns darauf, die Geschichte durch Bilder und Töne zu erzählen und die Dialoge auf ein Minimum zu beschränken. Unser Film zieht viel Inspiration aus isländischen Volksmärchen. Nicht aus einem bestimmten, aber aus einem Mix. Wir sind beide interessiert an Geschichten,
die in ihrem Kern realistisch sind – dann aber ein absurdes oder surreales Element besitzen, das nie direkt angesprochen wird und dadurch genauso
real wird wie der Rest.

Filmkritik von Walter Gasperi:
https://www.film-netz.com/post/_lamb 

Auszeichnung Festival Cannes 2021: un certain regard

Trailer: https://youtu.be/JH7_gbfBIac

Walchensee Forever

Walchensee Forever

Deutschland 2020, 110 min, dt.OF
Regie: Janna Ji Wonders
Kamera: Janna Ji Wonders, Sven Zellner; Musik: Markus Acher, Cico Beck; Darsteller*innen: Norma Werner, Anna Werner, Frauke Werner, Janna Ji Wonders, Jazon Wonders, Jutta Winkelmann, Rainer Langhans u.a.;

Eine Jahrhunderterzählung über Familienstrukturen: Wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts aussehen, wie sie den Ersten und Zweiten Weltkrieg überdauern und später im rebellischen Nachkriegsdeutschland der 60er und 70er Jahre auf dem Prüfstand stehen. – „Ein großartiger Dokumentarfilm.“ (Der Freitag)

Wonders Reise führt vom Familiencafé am Walchensee über Mexiko nach San Francisco zum „Sommer of Love“, über Münchner Kommunen und indische Ashrams zu einem Harem und immer wieder zurück nach Walchensee. Sie durchleuchtet die Familienstrukturen und -geheimnisse von Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Entstanden ist eine beeindruckende und humorvolle Entdeckungsreise mit vielen Archivaufnahmen, ein großartig geschnittener Film, eine Hommage an das Leben und die Frauen!


Der Walchensee. Still, dunkel und unergründlich liegt er da. Er ist einer der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands. Der Walchensee ist ein magischer Ort, der den Familienmitgliedern unserer Geschichte Schutzraum und Gefängnis zugleich scheint. Der unsere Protagonisten immer wieder davon treibt und magnetisch zurückzieht. Wie ein unsterblicher Chronist überdauert der See alle Zeiten und bietet die Kulisse, vor der sich eine deutsche Familiensaga abspielt.
1920, eine Familie – Mutter, Vater, Kind – zieht an den Walchensee in Bayern und eröffnet dort ein Ausflugscafé, das bis heute existiert. Die Mutter, genannt Apa, ist eine imposante Frau, stolz, streng, geschäftstüchtig. Eine Tochter ist ihr an der Spanischen Grippe zugrunde gegangen. Ihr bleibt die Erstgeborene, Norma. Die ist fröhlich, fleißig, fügsam und zäh. Sie wird das Café übernehmen. Sie wird von ihrem Mann, einem gutaussehenden Künstler, verlassen werden, da dieser die Übergriffe der Schwiegermutter auf ihr Privatleben nicht ertragen wird. Norma wird nie klagen. Sie wird zwei Töchter zur Welt bringen, Anna und Frauke. Und sie wird 105 Jahre alt werden.
Anna und Frauke werden ihre Mutter und den Walchensee ebenfalls verlassen. Sie wollen sich befreien und die große weite Welt als Musikerinnen ergründen. Sie werden zurückkommen an den Walchensee, später in München in einer Kommune um Rainer Langhans leben. Tochter Frauke verzehrt sich nach der großen Liebe. Sie will eine richtige Familie. Sie wird stattdessen auf mysteriöse Weise sterben. Tochter Anna, die ältere der beiden, hat keine konkrete Idee von Familie. Sie wird ein Kind bekommen, Janna, mit einem Amerikaner, aber kein klassisches Familienleben führen. Stattdessen wird Anna ihr Leben lang den Tod von Frauke mit sich tragen. Und sie wird die Fragen, die sie an das Leben und an den Tod hat, an ihre Tochter Janna weitergeben.
Dieses Familienepos basiert auf einem einmaligen filmischen Schatz. Janna Ji Wonders arbeitet sich durch rund 100 Jahre privates Archivmaterial, das jede einzelne Generation akribisch gesammelt hat. Früheste 8mm-Filmaufnahmen, ungewöhnliche Fotografien und detailreiche Briefe lassen uns nicht nur aus nächster Nähe teilhaben an einer dramatischen Familiengeschichte. Diese einzigartigen Dokumente zeichnen in ihrer Dichte ein Psychogramm der deutschen Gesellschaft der letzten hundert Jahre.
Es ist kein Zufall, dass die Regisseurin Janna Ji Wonders nun diejenige ist, die sich an den Film macht, der schon vor 100 Jahren angelegt ist. Jannas Mutter Anna, eine Fotografin, hat ihre Tochter von Geburt an gefilmt, sie als Kleinkind vor der Kamera inszeniert und interviewt. Janna nimmt seit ihrer Kindheit auch selbst die Kamera in die Hand und stellt kontinuierlich Fragen zurück an ihre Mutter Anna und an ihre Großmutter Norma. So entsteht ein Dialog in der Jetztzeit, der uns organisch in die Vergangenheit führt und wieder zurück in die Gegenwart – bis hin zur Geburt von Jannas eigener Tochter während der Entstehungszeit des Filmes. (Presseheft)


Auszeichnungen: Perspektive-Preis Deutsches Kino: Berlinale 2020; Bester Dokumentarfilm: Bayerischer Filmpreis 2020; Publikumspreis: Festival des Neuen Heimatfilms Freistadt 2020 und beim Fünf-Seen-Filmfestival 2020

Trailer:
https://youtu.be/fGNX9LfImCo

Walchensee Forever

Walchensee Forever

Deutschland 2020, 110 min, dt.OF
Regie: Janna Ji Wonders
Kamera: Janna Ji Wonders, Sven Zellner; Musik: Markus Acher, Cico Beck; Darsteller*innen: Norma Werner, Anna Werner, Frauke Werner, Janna Ji Wonders, Jazon Wonders, Jutta Winkelmann, Rainer Langhans u.a.;

Eine Jahrhunderterzählung über Familienstrukturen: Wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts aussehen, wie sie den Ersten und Zweiten Weltkrieg überdauern und später im rebellischen Nachkriegsdeutschland der 60er und 70er Jahre auf dem Prüfstand stehen. – „Ein großartiger Dokumentarfilm.“ (Der Freitag)

Wonders Reise führt vom Familiencafé am Walchensee über Mexiko nach San Francisco zum „Sommer of Love“, über Münchner Kommunen und indische Ashrams zu einem Harem und immer wieder zurück nach Walchensee. Sie durchleuchtet die Familienstrukturen und -geheimnisse von Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Entstanden ist eine beeindruckende und humorvolle Entdeckungsreise mit vielen Archivaufnahmen, ein großartig geschnittener Film, eine Hommage an das Leben und die Frauen!


Der Walchensee. Still, dunkel und unergründlich liegt er da. Er ist einer der tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands. Der Walchensee ist ein magischer Ort, der den Familienmitgliedern unserer Geschichte Schutzraum und Gefängnis zugleich scheint. Der unsere Protagonisten immer wieder davon treibt und magnetisch zurückzieht. Wie ein unsterblicher Chronist überdauert der See alle Zeiten und bietet die Kulisse, vor der sich eine deutsche Familiensaga abspielt.
1920, eine Familie – Mutter, Vater, Kind – zieht an den Walchensee in Bayern und eröffnet dort ein Ausflugscafé, das bis heute existiert. Die Mutter, genannt Apa, ist eine imposante Frau, stolz, streng, geschäftstüchtig. Eine Tochter ist ihr an der Spanischen Grippe zugrunde gegangen. Ihr bleibt die Erstgeborene, Norma. Die ist fröhlich, fleißig, fügsam und zäh. Sie wird das Café übernehmen. Sie wird von ihrem Mann, einem gutaussehenden Künstler, verlassen werden, da dieser die Übergriffe der Schwiegermutter auf ihr Privatleben nicht ertragen wird. Norma wird nie klagen. Sie wird zwei Töchter zur Welt bringen, Anna und Frauke. Und sie wird 105 Jahre alt werden.
Anna und Frauke werden ihre Mutter und den Walchensee ebenfalls verlassen. Sie wollen sich befreien und die große weite Welt als Musikerinnen ergründen. Sie werden zurückkommen an den Walchensee, später in München in einer Kommune um Rainer Langhans leben. Tochter Frauke verzehrt sich nach der großen Liebe. Sie will eine richtige Familie. Sie wird stattdessen auf mysteriöse Weise sterben. Tochter Anna, die ältere der beiden, hat keine konkrete Idee von Familie. Sie wird ein Kind bekommen, Janna, mit einem Amerikaner, aber kein klassisches Familienleben führen. Stattdessen wird Anna ihr Leben lang den Tod von Frauke mit sich tragen. Und sie wird die Fragen, die sie an das Leben und an den Tod hat, an ihre Tochter Janna weitergeben.
Dieses Familienepos basiert auf einem einmaligen filmischen Schatz. Janna Ji Wonders arbeitet sich durch rund 100 Jahre privates Archivmaterial, das jede einzelne Generation akribisch gesammelt hat. Früheste 8mm-Filmaufnahmen, ungewöhnliche Fotografien und detailreiche Briefe lassen uns nicht nur aus nächster Nähe teilhaben an einer dramatischen Familiengeschichte. Diese einzigartigen Dokumente zeichnen in ihrer Dichte ein Psychogramm der deutschen Gesellschaft der letzten hundert Jahre.
Es ist kein Zufall, dass die Regisseurin Janna Ji Wonders nun diejenige ist, die sich an den Film macht, der schon vor 100 Jahren angelegt ist. Jannas Mutter Anna, eine Fotografin, hat ihre Tochter von Geburt an gefilmt, sie als Kleinkind vor der Kamera inszeniert und interviewt. Janna nimmt seit ihrer Kindheit auch selbst die Kamera in die Hand und stellt kontinuierlich Fragen zurück an ihre Mutter Anna und an ihre Großmutter Norma. So entsteht ein Dialog in der Jetztzeit, der uns organisch in die Vergangenheit führt und wieder zurück in die Gegenwart – bis hin zur Geburt von Jannas eigener Tochter während der Entstehungszeit des Filmes. (Presseheft)


Auszeichnungen: Perspektive-Preis Deutsches Kino: Berlinale 2020; Bester Dokumentarfilm: Bayerischer Filmpreis 2020; Publikumspreis: Festival des Neuen Heimatfilms Freistadt 2020 und beim Fünf-Seen-Filmfestival 2020

Trailer:
https://youtu.be/fGNX9LfImCo

Die Hand Gottes

Die Hand Gottes
(È STATA LA MANO DI DIO) 

Italien 2021; Scope, Regie: Paolo Sorrentino; Mit: Filippo Scotti, Toni Servillo, Teresa Saponangelo, Luisa Ranieri u.a.; 130 Min, ital. OmU.

In der Anfangsszene sehen wir einen Rolls-Royce auf einer leeren Küstenstraße fahren. Er hält bei einer Haltestelle, wo Hunderte auf einen Bus warten. Der Mann im RR spricht eine attraktive Frau (Patrizia) an und lädt sie ein, sie nach Hause zu fahren. Sie zögert. Er offenbart sich als der Schutzpatron der Stadt, weiß viele Details aus ihren Leben, etwa dass sie keine Kinder haben kann und verspricht ihr eine Lösung dieses Problems. Sie steigt ein, ein kleiner Mönch taucht auf.

Wir sind in den 1980er Jahren. Maradona wird vom SCC Neapel für eine wahnwitzige Summe gekauft und führt den Club in die oberste Nationalliga. Fellini dreht Filme und castet möglichst schräge, unkonventionelle Typen. Hauptfigur ist aber der junge Fabietto, dessen Leben in Gottes Hand lag, als er Maradona im Fußball-Stadium bewunderte, während es im Ferienhaus seiner Eltern einen Kohlenmonoxid-Austritt gab, bei dem seine Eltern verstarben. Seine schöne Tante Patrizia mit ihrem fellineskem Riesenbusen (vgl. Amarcord), zeigt sich gerne nackt und treibt so ihren Gatten vor Eifersucht in den Wahnsinn. Er will Filmregisseur werden und wird nach deswegen nach Rom fahren.

Ähnlich wie Fellinis Amarcord gibt es hier einiges Autobiografisches von Regisseur Paolo Sorrentino (La grande belezza, Loro….), sehr schöne Landschaften und einige schräge Figuren beiderlei Geschlechts, die für Situationskomik sorgen. *** (N.Fink)

„ … ist ein Coming-of-Age-Film voller Italianità und eine Liebeserklärung an Neapel, den Fußball und das Leben.” (Zürich Film Festival.) In dem Drama verarbeitete der Regisseur seine eigene Jugend in Neapel der 1980er-Jahre, die von einem familiären Schicksalsschlag überschattet wurde. Das Werk wurde wiederholt als persönlichster Film Sorrentinos angepriesen. Es geht auch um Maradona, der für eine bis dahin undenkbare Ablösesumme aus Barcelona zum SSC Napoli kam, der mit ihm den ersten Meistertitel seiner Vereinsgeschichte gewann.

Silberner Löwe und bester italienischer Film, Venedig 2021; Publikumspreis Newport, 3 Nominationen für den Europäischen Filmpreis 2021, nominiert für den Auslandsoscar 2022.

Filmkritik von Walter Gasperi: https://www.film-netz.com/post/die-hand-gottes-%C3%A8-stata-la-mano-di-dio

Trailer: https://youtu.be/i_1VW_0i6vo

Die Hand Gottes

Die Hand Gottes
(È STATA LA MANO DI DIO) 

Italien 2021; Scope, Regie: Paolo Sorrentino; Mit: Filippo Scotti, Toni Servillo, Teresa Saponangelo, Luisa Ranieri u.a.; 130 Min, ital. OmU.

In der Anfangsszene sehen wir einen Rolls-Royce auf einer leeren Küstenstraße fahren. Er hält bei einer Haltestelle, wo Hunderte auf einen Bus warten. Der Mann im RR spricht eine attraktive Frau (Patrizia) an und lädt sie ein, sie nach Hause zu fahren. Sie zögert. Er offenbart sich als der Schutzpatron der Stadt, weiß viele Details aus ihren Leben, etwa dass sie keine Kinder haben kann und verspricht ihr eine Lösung dieses Problems. Sie steigt ein, ein kleiner Mönch taucht auf.

Wir sind in den 1980er Jahren. Maradona wird vom SCC Neapel für eine wahnwitzige Summe gekauft und führt den Club in die oberste Nationalliga. Fellini dreht Filme und castet möglichst schräge, unkonventionelle Typen. Hauptfigur ist aber der junge Fabietto, dessen Leben in Gottes Hand lag, als er Maradona im Fußball-Stadium bewunderte, während es im Ferienhaus seiner Eltern einen Kohlenmonoxid-Austritt gab, bei dem seine Eltern verstarben. Seine schöne Tante Patrizia mit ihrem fellineskem Riesenbusen (vgl. Amarcord), zeigt sich gerne nackt und treibt so ihren Gatten vor Eifersucht in den Wahnsinn. Er will Filmregisseur werden und wird nach deswegen nach Rom fahren.

Ähnlich wie Fellinis Amarcord gibt es hier einiges Autobiografisches von Regisseur Paolo Sorrentino (La grande belezza, Loro….), sehr schöne Landschaften und einige schräge Figuren beiderlei Geschlechts, die für Situationskomik sorgen. *** (N.Fink)

„ … ist ein Coming-of-Age-Film voller Italianità und eine Liebeserklärung an Neapel, den Fußball und das Leben.” (Zürich Film Festival.) In dem Drama verarbeitete der Regisseur seine eigene Jugend in Neapel der 1980er-Jahre, die von einem familiären Schicksalsschlag überschattet wurde. Das Werk wurde wiederholt als persönlichster Film Sorrentinos angepriesen. Es geht auch um Maradona, der für eine bis dahin undenkbare Ablösesumme aus Barcelona zum SSC Napoli kam, der mit ihm den ersten Meistertitel seiner Vereinsgeschichte gewann.

Silberner Löwe und bester italienischer Film, Venedig 2021; Publikumspreis Newport, 3 Nominationen für den Europäischen Filmpreis 2021, nominiert für den Auslandsoscar 2022.

Filmkritik von Walter Gasperi: https://www.film-netz.com/post/die-hand-gottes-%C3%A8-stata-la-mano-di-dio

Trailer: https://youtu.be/i_1VW_0i6vo