Streik

in Zusammenarbeit mit dem ÖGB Vorarlberg:
Streik – En guerre

Frankreich 2018, 113 min, franz. O.m.U.
Regie: Stéphane Brizé
Mit Vincent Lindon,  Mélanie Rover, Jacques Borderie, David Rey, Olivier Lemaire, Martin Hauser, Jean Grosse

Im südfranzösischen Agen droht dem Werk der Perrin-Industrie, dem einzigen größeren Arbeitgeber der Region, die Schließung. Obwohl die gut tausend MitarbeiterInnen schon Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeiten gemacht hatten, um ihre Jobs zu erhalten, und trotz Rekordgewinnen in der letzten Bilanz, will die Firma, die inzwischen einem deutschen Konzern gehört, das Werk dicht machen. Gemeinsam und solidarisch wollen die ArbeiterInnen gegen die Schließung des Werks protestieren. Der altgediente Gewerkschafter Laurent Amédéo führt den Streik an. Doch die Verhandlungen dauern an und schon bald wird der Ton rauer. Es entspinnt sich ein nervenzehrender Existenzkampf, der auch unter der heftig kämpfenden Arbeiterschaft zu Auseinandersetzung führt.

Gewerkschafter organisieren einen Streik

 Ein Gewerkschaftler wehrt sich mit allen Mitteln gegen die Schließung eines Werks.– „Eindringliches Lehrstück über die zynische Logik des globalisierten Casino-Kapitalismus.“ (programmkino.de)

INTERVIEW MIT STÉPHANE BRIZÉ:
Warum haben Sie diesen Film gemacht?
Um zu verstehen, was sich hinter einer häufigen Art von Berichterstattung verbirgt, die sich mit Phänomenen vereinzelter Gewalt bei Arbeitsunruhen befasst. Und anstatt „hinter“, wäre es besser, „vor“ zu sagen. Was passiert vor diesen plötzlichen Ausbrüchen von Gewalt? Was führt dazu? Es handelt sich dabei um die Wut, die sich durch ein Gefühl von Demütigung und Verzweiflung genährt, über Wochen harten Kampfes ausbreitet und – wie wir sehen werden – das gewaltige Ungleichgewicht zwischen den beteiligten Parteien zum Ausdruck bringt.
Welche Kräftefelder wurden bei der Entwicklung der Filmstruktur berücksichtigt?
Olivier Gorce, der Mitautor des Films, und ich wollten anhand eines Doppelachsen- Systems vorgehen: den Film als ein romantisches Epos erzählen ohne dabei die Aspekte des realen Lebens zu verschleiern. Der Film schildert einen ökonomischen Mechanismus, der keine Rücksicht auf die Menschen nimmt und beobachtet parallel dazu die zunehmende Wut der ArbeiterInnen, die den turbulenten Plänen der Schließung ihrer Fabrik ausgesetzt sind. Diese Wut wird insbesondere durch einen Gewerkschaftsvertreter
verkörpert, der, ohne sich einer politischen Rhetorik zu bedienen,
dem Schmerz und der Empörung sowohl von ihm als auch seiner MitarbeiterInnen eine Stimme verleiht. Sein Streitpunkt: er weigert sich, seinen Job zu verlieren und dadurch dem Unternehmen mehr Gewinn zu ermöglichen als es bereits macht. Und zwar ein Unternehmen, das vor einigen Jahren angesichts von Gehaltsabkürzungen gerade die Sicherung der Arbeitsplätze versprach.
Erzählt der Film von einer Ausnahmesituation?
Nein, überhaupt nicht. Wäre das der Fall, dann würden wir der Realität Tatsachen zuschreiben, die es gar nicht gibt. (…)

Trailer: https://youtu.be/N_n7IW61kzA

Streik

in Zusammenarbeit mit dem ÖGB Vorarlberg:

Streik – En guerre

Frankreich 2018, 113 min, franz. O.m.U.
Regie: Stéphane Brizé
Mit Vincent Lindon,  Mélanie Rover, Jacques Borderie, David Rey, ler Olivier Lemaire, Martin Hauser, Jean Grosse

Im südfranzösischen Agen droht dem Werk der Perrin-Industrie, dem einzigen größeren Arbeitgeber der Region, die Schließung. Obwohl die gut tausend MitarbeiterInnen schon Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeiten gemacht hatten, um ihre Jobs zu erhalten, und trotz Rekordgewinnen in der letzten Bilanz, will die Firma, die inzwischen einem deutschen Konzern gehört, das Werk dicht machen. Gemeinsam und solidarisch wollen die ArbeiterInnen gegen die Schließung des Werks protestieren. Der altgediente Gewerkschafter Laurent Amédéo führt den Streik an. Doch die Verhandlungen dauern an und schon bald wird der Ton rauer. Es entspinnt sich ein nervenzehrender Existenzkampf, der auch unter der heftig kämpfenden Arbeiterschaft zu Auseinandersetzung führt.

Ein Gewerkschaftler wehrt sich mit allen Mitteln gegen die Schließung eines Werks. – „Eindringliches Lehrstück über die zynische Logik des globalisierten Casino-Kapitalismus.“ (programmkino.de)

INTERVIEW MIT STÉPHANE BRIZÉ:
Warum haben Sie diesen Film gemacht?
Um zu verstehen, was sich hinter einer häufigen Art von Berichterstattung verbirgt, die sich mit Phänomenen vereinzelter Gewalt bei Arbeitsunruhen befasst. Und anstatt „hinter“, wäre es besser, „vor“ zu sagen. Was passiert vor diesen plötzlichen Ausbrüchen von Gewalt? Was führt dazu? Es handelt sich dabei um die Wut, die sich durch ein Gefühl von Demütigung und Verzweiflung genährt, über Wochen harten Kampfes ausbreitet und – wie wir sehen werden – das gewaltige Ungleichgewicht zwischen den beteiligten Parteien zum Ausdruck bringt.
Welche Kräftefelder wurden bei der Entwicklung der Filmstruktur berücksichtigt?
Olivier Gorce, der Mitautor des Films, und ich wollten anhand eines Doppelachsen- Systems vorgehen: den Film als ein romantisches Epos erzählen ohne dabei die Aspekte des realen Lebens zu verschleiern. Der Film schildert einen ökonomischen Mechanismus, der keine Rücksicht auf die Menschen nimmt und beobachtet parallel dazu die zunehmende Wut der ArbeiterInnen, die den turbulenten Plänen der Schließung ihrer Fabrik ausgesetzt sind. Diese Wut wird insbesondere durch einen Gewerkschaftsvertreter
verkörpert, der, ohne sich einer politischen Rhetorik zu bedienen,
dem Schmerz und der Empörung sowohl von ihm als auch seiner MitarbeiterInnen eine Stimme verleiht. Sein Streitpunkt: er weigert sich, seinen Job zu verlieren und dadurch dem Unternehmen mehr Gewinn zu ermöglichen

Streik

als es bereits macht. Und zwar ein Unternehmen, das vor einigen Jahren angesichts von Gehaltsabkürzungen gerade die Sicherung der Arbeitsplätze versprach.
Erzählt der Film von einer Ausnahmesituation?
Nein, überhaupt nicht. Wäre das der Fall, dann würden wir der Realität Tatsachen zuschreiben, die es gar nicht gibt. (…)

Trailer: https://youtu.be/N_n7IW61kzA

Systemsprenger

Systemsprenger

Deutschland 2019, 120 min, Deutsche OF, Dolby 5.1

Buch und Regie: Nora Fingscheidt
Mit Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide,
Lisa Hagmeister u.v.a.

Eine mitreißende Tour de Force durch die Psyche einer kaum zu kontrollierenden Neunjährigen. – „Wuchtiges, intensives und sehenswertes Psychogramm.“(programmkino.de)

Sie ist wild, sie ist aggressiv und unberechenbar. Benni heißt eigentlich Bernadette. Aber wehe, jemand nennt sie so! Pflegefamilien, Wohngruppen, Sonderschule: Alles hat Benni schon hinter sich, und überall fliegt sie wieder raus. Die äußerlich zarte Neunjährige ist jetzt schon das, was man beim Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Doch das ist Benni egal, denn sie hat nur ein Ziel: Wieder bei ihrer Mutter wohnen! Aber Bianca ist völlig überfordert mit ihrer Tochter.

Systemsprenger Frau Befané vomSozialamt und Benny 

Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.
Die warmherzige Frau Bafané vom Jugendamt droht zu verzweifeln. Niemand will Benni mehr aufnehmen. Von der Schule ist sie dauerhaft suspendiert. Nicht einmal der Alltag mit ihr ist zu schaffen: Wegen traumatischer Erfahrungen in frühester Kindheit darf niemand ihr Gesicht berühren. Frau Bafané wagt ein letztes Experiment und engagiert Micha, einen Anti-Gewalt-Trainer für straffällige Jugendliche. Nach anfänglichem Widerstand lässt Benni sich auf Micha ein, und anstatt einer erneuten Einweisung in die Kinderpsychiatrie ermöglicht er ihr einen gemeinsamen Aufenthalt in der Natur. Drei Wochen Erlebnispädagogik ohne Strom und fließendes Wasser.
Die Zeit im Wald stellt nicht nur Benni, sondern auch Micha auf eine harte Probe. Der sonst so selbstbewusste Mann kommt an seine Grenzen. Doch es gelingt ihm schließlich, ein Erlebnis für Benni zu schaffen, auf das sie stolz sein kann, und einen wirklichen Zugang zu ihr zu finden.
Zurück in der ‚Zivilisation’ klammert Benni sich an Micha und möchte bei ihm bleiben. Aber Micha hat eine eigene Familie und erkennt, dass er seine professionelle Distanz verliert. Als Bennis Mutter plötzlich wieder auftaucht, nehmen die Dinge ihren eigenen Lauf.

Im Wettbewerb der 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin 2019 feierte SYSTEMSPRENGER eine fulminante Premiere. Die Regisseurin Nora Fingscheidt überzeugte die Jury und durfte sich für ihr intensives und gefühlvolles Spielfilmdebüt über den Silbernen Bären / Albert-Bauer-Preis sowie über den Publikumspreis der Leserjury der Berliner Morgenpost freuen.

Das großartige Ensemble begeistert – allen voran Helena Zengel, die mit körperlicher Wucht Bennis expressiver Wut ein zartes Gesicht verleiht, Lisa Hagmeister als Mutter, die Überforderung und Gebrochenheit eindrücklich verkörpert. Albrecht Schuch ist als Betreuer Micha der perfekte Gegenpol zu Benni. Gabriela Maria Schmeide überzeugt realitätsnah als Mitarbeiterin des Jugendamts, die alles Mögliche unternimmt, um Benni im Rahmen des Systems zu helfen. Einem System, das an diesem Anspruch scheitert und durch Kinder wie Benni „gesprengt“ wird.

SYSTEMSPRENGER ist seit der Berlinale auf zahlreichen Festivals gelaufen und mehrfach ausgezeichnet worden, darunter beim 23. Sofia International Film Festival mit dem Preis für die Beste Regie, beim Molodist – 47. Internationales Filmfestival Kiew mit dem Preis der Ökumenischen Jury sowie beim 29. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern mit vier Preisen und beim 30. Internationalen Filmfest Emden-Norderney mit zwei Preisen.

Trailer: https://youtu.be/_JzrPmLjTX8

Systemsprenger

Systemsprenger

Deutschland 2019, 120 min, Deutsche OF, Dolby 5.1
Buch und Regie: Nora Fingscheidt
Mit Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide,

Lisa Hagmeister u.v.a.Eine mitreißende Tour de Force durch die Psyche einer kaum zu kontrollierenden Neunjährigen. – „Wuchtiges, intensives und sehenswertes Psychogramm.“(programmkino.de)

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule:

Systemsprenger

Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.
Die warmherzige Frau Bafané vom Jugendamt droht zu verzweifeln. Niemand will Benni mehr aufnehmen. Von der Schule ist sie dauerhaft suspendiert. Nicht einmal der Alltag mit ihr ist zu schaffen: Wegen traumatischer Erfahrungen in frühester Kindheit darf niemand ihr Gesicht berühren. Frau Bafané wagt ein letztes Experiment und engagiert Micha, einen Anti-Gewalt-Trainer für straffällige Jugendliche. Nach anfänglichem Widerstand lässt Benni sich auf Micha ein, und anstatt einer erneuten Einweisung in die Kinderpsychiatrie ermöglicht er ihr einen gemeinsamen Aufenthalt in der Natur. Drei Wochen Erlebnispädagogik ohne Strom und fließendes Wasser.
Die Zeit im Wald stellt nicht nur Benni, sondern auch Micha auf eine harte Probe. Der sonst so selbstbewusste Mann kommt an seine Grenzen. Doch es gelingt ihm schließlich, ein Erlebnis für Benni zu schaffen, auf das sie stolz sein kann, und einen wirklichen Zugang zu ihr zu finden.
Zurück in der ‚Zivilisation’ klammert Benni sich an Micha und möchte bei ihm bleiben. Aber Micha hat eine eigene Familie und erkennt, dass er seine professionelle Distanz verliert. Als Bennis Mutter plötzlich wieder auftaucht, nehmen die Dinge ihren eigenen Lauf.

Im Wettbewerb der 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin 2019 feierte SYSTEMSPRENGER eine fulminante Premiere. Die Regisseurin Nora Fingscheidt überzeugte die Jury und durfte sich für ihr intensives und gefühlvolles Spielfilmdebüt über den Silbernen Bären / Albert-Bauer-Preis sowie über den Publikumspreis der Leserjury der Berliner Morgenpost freuen.

Das großartige Ensemble begeistert – allen voran Helena Zengel, die mit körperlicher Wucht Bennis expressiver Wut ein zartes Gesicht verleiht, Lisa Hagmeister als Mutter, die Überforderung und Gebrochenheit eindrücklich verkörpert. Albrecht Schuch ist als Betreuer Micha der perfekte Gegenpol zu Benni. Gabriela Maria Schmeide überzeugt realitätsnah als Mitarbeiterin des Jugendamts, die alles Mögliche unternimmt, um Benni im Rahmen des Systems zu helfen. Einem System, das an diesem Anspruch scheitert und durch Kinder wie Benni „gesprengt“ wird.

SYSTEMSPRENGER ist seit der Berlinale auf zahlreichen Festivals gelaufen und mehrfach ausgezeichnet worden, darunter beim 23. Sofia International Film Festival mit dem Preis für die Beste Regie, beim Molodist – 47. Internationales Filmfestival Kiew mit dem Preis der Ökumenischen Jury sowie beim 29. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern mit vier Preisen und beim 30. Internationalen Filmfest Emden-Norderney mit zwei Preisen.

Trailer: https://youtu.be/_JzrPmLjTX8

Vom Lokführer, der die Liebe suchte…

Vom Lokführer, der die Liebe suchte …

Deutschland, Aserbaidschan 2018, 90 min, ohne Dialog
Regie: Veit Helmer

Wie der Prinz im „Aschenputtel“-Märchen sucht ein pensionierter Lokführer in einem traumhaft überzeichneten, vormodernen Aserbaidschan nach der Besitzerin eines Büstenhalters. – „Ein modernes Märchen an einem magischen, scheinbar zeitlosen Ort.“ (kino-zeit.de)

Ein Güterzug rollt durch eine weite Graslandschaft, die sich vor den kaukasischen Bergen entlangzieht. Am Steuer: Nurlan, der Lokführer. Tagein, tagaus lenkt er seinen Zug durch einen dicht besiedelten Vorort Bakus, in dem die Schienen so dicht an die Häuser grenzen, dass Nurlan quasi durch die Vorzimmer und Gärten der Bewohner fährt. Auf seinem täglichen Weg passiert er teetrinkende Männer ebenso wie Frauen, die ihre Wäsche in den sanften Wind hängen. Sobald sich der Zug nähert, bläst der kleine Waisenjunge Aziz in eine Pfeife und die Bewohner des Vorortes bringen sich und ihre Habseligkeiten schnell in Sicherheit. Doch das gelingt nicht immer. Nurlan hat schon so einiges von seiner Lokomotive gepflückt: Hühnerfedern, Spielzeugbälle oder auch Bettbezüge. Am letzten Arbeitstag vor der Pensionierung verheddert sich ein besonderes Abschiedsgeschenk an Nurlans Lok: ein traumhaft schöner, blauer Spitzen-BH. Nurlan nimmt ihn nach seiner Schicht kurzerhand mit in sein Heimatdorf in den Bergen. Seine Neugier ist geweckt: Wem nur mag das kleine Stück Stoff gehören? Getrieben von Einsamkeit beschließt Nurlan, die Suche nach der Besitzerin des Büstenhalters aufzunehmen.

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE… ist eine mit viel Feingefühl und unbeschwert erzählte Geschichte von der Suche nach Liebe. Erneut zieht es Regisseur Veit Helmer in die Berglandschaft Aserbaidschans. In seiner meisterhaft phantasievollen Bildsprache wird er seinem Ruf als moderner Märchenerzähler gerecht und inszeniert die Geschichte VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE… als atmosphärische Komödie, die ganz ohne Dialoge auskommt und uns gerade dadurch in ihren Bann zieht.

 

Vom Lokführer, der die Liebe suchte…

Vom Lokführer, der die Liebe suchte …

Deutschland, Aserbaidschan 2018, 90 min, ohne Dialog
Regie: Veit Helmer

  Wie der Prinz im „Aschenputtel“-Märchen sucht ein pensionierter Lokführer in einem traumhaft überzeichneten, vormodernen Aserbaidschan nach der Besitzerin eines Büstenhalters. – „Ein modernes Märchen an einem magischen, scheinbar zeitlosen Ort.“ (kino-zeit.de)

Ein Güterzug rollt durch eine weite Graslandschaft, die sich vor den kaukasischen Bergen entlangzieht. Am Steuer: Nurlan, der Lokführer. Tagein, tagaus lenkt er seinen Zug durch einen dicht besiedelten Vorort Bakus, in dem die Schienen so dicht an die Häuser grenzen, dass Nurlan quasi durch die Vorzimmer und Gärten der Bewohner fährt. Auf seinem täglichen Weg passiert er teetrinkende Männer ebenso wie Frauen, die ihre Wäsche in den sanften Wind hängen. Sobald sich der Zug nähert, bläst der kleine Waisenjunge Aziz in eine Pfeife und die Bewohner des Vorortes bringen sich und ihre Habseligkeiten schnell in Sicherheit. Doch das gelingt nicht immer. Nurlan hat schon so einiges von seiner Lokomotive gepflückt: Hühnerfedern, Spielzeugbälle oder auch Bettbezüge. Am letzten Arbeitstag vor der Pensionierung verheddert sich ein besonderes Abschiedsgeschenk an Nurlans Lok: ein traumhaft schöner, blauer Spitzen-BH. Nurlan nimmt ihn nach seiner Schicht kurzerhand mit in sein Heimatdorf in den Bergen. Seine Neugier ist geweckt: Wem nur mag das kleine Stück Stoff gehören? Getrieben von Einsamkeit beschließt Nurlan, die Suche nach der Besitzerin des Büstenhalters aufzunehmen.

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE… ist eine mit viel Feingefühl und unbeschwert erzählte Geschichte von der Suche nach Liebe. Erneut zieht es Regisseur Veit Helmer in die Berglandschaft Aserbaidschans. In seiner meisterhaft phantasievollen Bildsprache wird er seinem Ruf als moderner Märchenerzähler gerecht und inszeniert die Geschichte VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE… als atmosphärische Komödie, die ganz ohne Dialoge auskommt und uns gerade dadurch in ihren Bann zieht.

 

Der unverhoffte Charme des Geldes

Der unverhoffte Charme des Geldes

(La chute de l’empire américain –
the fall of the american empire)

Kanada 2018, 128 min, franz. O.m.U., Cinemascope

Regie: Denis Arcand
Mit: Maxim Roy, Vincent Leclerc, Rémy Girard, Maripier Morin, Claude Legult

„Wir sind alle Untertanen des amerikanischen Imperiums. Der moralische Verfall des Imperiums hat begonnen uns anzustecken. Die Omnipotenz des Geldes ist nur ein Symptom dieser Krankheit. Werden wir Antibiotika finden, die stark genug sind, die Seuche zu bekämpfen?“ Denys Arcand

Der unverhoffte Charme des Geldes

Was passiert, wenn ein eingefleischter Kapitalismusgegner buchstäblich an Säcke voller Kohle kommt, zeigt DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES, der neue Film des für DIE INVASION DER BARBAREN mit dem Oscar® ausgezeichneten Kanadiers Denys Arcand. Nach einigen anfänglichen, nicht ausschlagbaren Annehmlichkeiten stellt sich für den Protagonisten Pierre-Paul bald die Frage: Wohin mit dem vielen Geld? Denn nicht nur die Mafia und das Finanzamt, sondern auch zwei gewiefte Polizisten haben ein verdächtig großes Interesse an seinem neuen Reichtum. Doch mithilfe eines gerade erst aus dem Knast entlassenen Finanzgenies, eines Offshore-Bankers und einer neuen, teuren Freundin gelingt es ihm, ein System auszutricksen, in dem alles nur auf Erfolg und Geld ausgerichtet ist.

Wie von Arcand gewohnt, verbindet auch DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES geschickt Gesellschaftskritik mit einer großen Portion Humor. Herausgekommen ist ein intelligentes Heist-Movie, das Spaß macht und am Ende auf berührende Weise zeigt, welche Werte wirklich wichtig sind.

Trailer: https://youtu.be/sfrkN7qYLSI

Kritik von Walter Gasperi:
https://www.film-netz.com/post/der-unverhoffte-charme-des-geldes-the-fall-of-the-american-empire?cid=92172b66-6fea-436b-a0d8-13d7a30f39c6&utm_campaign=a2016fc0-e0a4-4600-9efd-b5ac076380ed&utm_medium=mail&utm_source=so

Der unverhoffte Charme des Geldes

Der unverhoffte Charme des Geldes

(La chute de l’empire américain –
THE FALL OF THE AMERICAN EMPIRE)


Kanada 2018, 128 min, franz. O.m.U., Cinemascope

Regie: Denis Arcand
Mit: Maxim Roy, Vincent Leclerc, Rémy Girard, Maripier Morin, Claude Legult

„Wir sind alle Untertanen des amerikanischen Imperiums. Der moralische Verfall des Imperiums hat begonnen uns anzustecken. Die Omnipotenz des Geldes ist nur ein Symptom dieser Krankheit. Werden wir Antibiotika finden, die stark genug sind, die Seuche zu bekämpfen?“ Denys Arcand

Der unverhoffte Charme des Geldes

Was passiert, wenn ein eingefleischter Kapitalismusgegner buchstäblich an Säcke voller Kohle kommt, zeigt DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES, der neue Film des für DIE INVASION DER BARBAREN mit dem Oscar® ausgezeichneten Kanadiers Denys Arcand. Nach einigen anfänglichen, nicht ausschlagbaren Annehmlichkeiten stellt sich für den Protagonisten Pierre-Paul bald die Frage: Wohin mit dem vielen Geld? Denn nicht nur die Mafia und das Finanzamt, sondern auch zwei gewiefte Polizisten haben ein verdächtig großes Interesse an seinem neuen Reichtum. Doch mithilfe eines gerade erst aus dem Knast entlassenen Finanzgenies, eines Offshore-Bankers und einer neuen, teuren Freundin gelingt es ihm, ein System auszutricksen, in dem alles nur auf Erfolg und Geld ausgerichtet ist.

Wie von Arcand gewohnt, verbindet auch DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES geschickt Gesellschaftskritik mit einer großen Portion Humor. Herausgekommen ist ein intelligentes Heist-Movie, das Spaß macht und am Ende auf berührende Weise zeigt, welche Werte wirklich wichtig sind.

Trailer: https://youtu.be/sfrkN7qYLSI

Kritik von Walter Gasperi: 
https://www.film-netz.com/post/der-unverhoffte-charme-des-geldes-the-fall-of-the-american-empire?cid=92172b66-6fea-436b-a0d8-13d7a30f39c6&utm_campaign=a2016fc0-e0a4-4600-9efd-b5ac076380ed&utm_medium=mail&utm_source=so 

Ramen Shop

Ramen Shop

Japan/Frankreich/Singapur 2018, 90 min, japan.-engl.-mandarin. O.m.U.
Regie: Eric Khoo

Ramen Shop

Der junge Masato beherrscht ein wunderbares Handwerk: er ist Koch in einer traditionellen japanischen Suppenküche. Die Ramen-Nudel-Suppe ist seine Spezialität. Der plötzliche Tod des Vaters versetzt Masato in seine Kindheit zurück. In einem Koffer voller Erinnerungen findet Masato nun Spuren der Liebesgeschichte seiner Eltern. Er beschließt, sich auf den Weg nach Singapur zu machen, ins Heimatland seiner Mutter, die starb als Masato 10 Jahre alt war. Für den jungen Koch beginnt eine kulinarische Reise in die Vergangenheit, denn die Geschichte seiner Familie ist eine Geschichte voller Sinnlichkeit und von großer Liebe. Masato probiert sich durch die kulinarischen Traditionen Singapurs, Japans und Chinas und lernt nicht nur die Kunst des Kochens ganz neu kennen, sondern auch die Kunst des Zusammenseins.

Von Familiengeheimnissen und zaubrischen Rezepten – RAMEN SHOP ist einfühlsames und sinnlichesKino aus Fernost. RAMEN SHOP erzählt von der Suche eines jungen Menschen nach einem Platz in der Welt und nimmt uns mit auf eine köstliche Bildungsreise in die Küchen und Seelen Japans.

Trailer: https://youtu.be/w9pXMr1XBVs

Kritik von Walter Gasperi:
https://www.film-netz.com/post/ramen-shop?cid=92172b66-6fea-436b-a0d8-13d7a30f39c6&utm_campaign=a2016fc0-e0a4-4600-9efd-b5ac076380ed&utm_medium=mail&utm_source=so

Ramen Shop

Ramen Shop

Japan/Frankreich/Singapur 2018, 90 min, japan.-engl.-mandarin. O.m.U.
Regie: Eric Khoo

Ramen Shop

Der junge Masato beherrscht ein wunderbares Handwerk: er ist Koch in einer traditionellen japanischen Suppenküche. Die Ramen-Nudel-Suppe ist seine Spezialität. Der plötzliche Tod des Vaters versetzt Masato in seine Kindheit zurück. In einem Koffer voller Erinnerungen findet Masato nun Spuren der Liebesgeschichte seiner Eltern. Er beschließt, sich auf den Weg nach Singapur zu machen, ins Heimatland seiner Mutter, die starb als Masato 10 Jahre alt war. Für den jungen Koch beginnt eine kulinarische Reise in die Vergangenheit, denn die Geschichte seiner Familie ist eine Geschichte voller Sinnlichkeit und von großer Liebe. Masato probiert sich durch die kulinarischen Traditionen Singapurs, Japans und Chinas und lernt nicht nur die Kunst des Kochens ganz neu kennen, sondern auch die Kunst des Zusammenseins.

Von Familiengeheimnissen und zaubrischen Rezepten – RAMEN SHOP ist einfühlsames und sinnliches Kino aus Fernost. RAMEN SHOP erzählt von der Suche eines jungen Menschen nach einem Platz in der Welt und nimmt uns mit auf eine köstliche Bildungsreise in die Küchen und Seelen Japans.

Trailer: https://youtu.be/w9pXMr1XBVs

Kritik von Walter Gasperi:
https://www.film-netz.com/post/ramen-shop?cid=92172b66-6fea-436b-a0d8-13d7a30f39c6&utm_campaign=a2016fc0-e0a4-4600-9efd-b5ac076380ed&utm_medium=mail&utm_source=so