Wilde Maus

Wilde Maus
Österreich 2017, 103 Min., Cinemascope. Regie: Josef Hader

Der Spielfilm von Josef Hader hatte bei der Berlinale 2017 im Wettbewerb seine Premiere. Er ging dort leer aus.
Der fünfzigjährige Georg ist seit vielen Jahren als angesehener Musikkritiker bei einer Wiener Zeitung tätig. Sein Chefredakteur, Waller, kündigt ihn eines Tages überraschend aufgrund von Sparmaßnahmen.
Seine Frau Johanna, eine etwas eigenartige Psychotherapeutin, und ehren führen natürlich eine „Ehe ohne Geheimnisse“ , doch Georg verheimlicht ihr, dass er den Job verloren hat. Inzwischen freundet er sich mit seinem ehemaligen Schulkollegen Erich an, der eine alte Achterbahn im Prater wieder aktivieren will und hilft ihm dabei. Johanna ist hauptsächlich damit beschäftigt ist, den nächsten Eisprung abzuwarten, um ihren Kinderwunsch in die Tat umzusetzen.  In der Nacht startet Georg Rachefeldzüge gegen seinen ehemaligen Chef, die zunächst als kleine Sachbeschädigungen beginnen, sich aber zu Mordversuchen steigern.
Besonderen Wert legt Hader auf eine angemessene Filmmusik und setzt vor allem Klassik massiv ein.
Irgendwie erwartet man vielleicht was besonders Lustiges, wenn man an Hader denkt, und das fand ich den Film eigentlich nicht. Die tragikomische Handlung wirkt ziemlich konstruiert und trotz einiger toller Pointen, etwa als der Polizeichef seine Taten als Kinderfaschings-Streiche bezeichnet und von seinen Konzertkritiken schwärmt, fehlt dem Film irgendwie der Schwung.

*** nette Unterhaltung mit einigen Seitenhieben auf die Presse. Toll auf jeden Fall die Schauspieler, vor allem Georg Friedrich.

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