Schlagwort-Archiv: verlassener Lebensraum

Homo Sapiens

Mittwoch, 30.11.16, 18 Uhr und Donnerstag, 1.12.16, 19.30 Uhr

Homo Sapiens

ein Geyrhalter-Dokumentarfilm

Homo Sapiens

Österreich 2016, 94 min, ohne Dialog
Regie und Kamera: Nikolaus Geyrhalter

Ein Film über die Endlichkeit menschlichen Seins, über die Fragilität unserer Existenz, das Ende des industriellen Zeitalters und über das, was es ausmacht, Mensch zu sein.
Leere Räume, Ruinen, zuwachsende Städte, rissiger Asphalt. Unsere Lebensräume, nur ohne uns. Preisgegeben dem Verfall, oder besser gesagt: der Natur, die sich langsam zurückerobert, was wir ihr einst genommen haben. HOMO SAPIENS ist eine Ode an das Mensch-Sein, betrachtet aus einem möglichen retrospektiven Szenario.

Das Abbild des Menschen als Mosaik in einer Art Tempel – das erste Bild von HOMO SAPIENS zeigt den historisch nicht einzuordnenden Versuch, ein zeitloses Portrait der Nachwelt zu hinterlassen. Aber der ‚Tempel’ ist verlassen und die Natur nimmt Raum. In keinem weiteren Bild von HOMO SAPIENS wird es noch Ab-Bilder von Menschen geben. Ihre Spuren werden dadurch umso deutlicher sichtbar. In einer Montage von präzise komponierten, unbewegten Einstellungen erforscht der Film die Räume, die der Homo Sapiens für sich und seine Lebensweise entwickelt hat: Von der Fortbewegung zum Wohnen, vom Gesundheitssystem zur Erziehung, von der Kommunikation zur Unterhaltung, von der Religion zur Bestattung der Toten. Plätze auf der Erde, die wir heute schon wieder verlassen, aufgegeben oder vergessen haben. Kleine, intime Räume wie Wohnungen oder Häuser ebenso wie riesige Industriekomplexe oder Orte des öffentlichen Lebens, in unterschiedlichen Stadien schon wieder von der Natur zurückerobert. Oft bewegt der Wind die Blätter von Pflanzen oder Teile von sich auflösenden Gebäuden. Bisweilen regnet oder schneit es, was im Inneren eines Gebäudes eine völlig neue Wirkung zeitigt. Viele dieser Orte sind auch von Tieren, meist Vögeln, bewohnt. Und gelegentlich ist es Wüstensand, der leise durch ehemalige Wohnzimmer weht

„Auch der Österreicher Nikolaus Geyrhalter hat im Forum bereits mehrere seiner Werke vorgestellt. Sein fantastischer Dokumentarfilm Homo sapiens zeichnet in einer leeren, von der Natur zurückeroberten, aber doch einst von Menschen gemachten Welt ein unbehagliches Szenario: er ist sowohl Science-Fiction als auch Dokument, zugleich Postapokalypse und Gegenwart.“
Berlinale Forum

Homo Sapiens

Mittwoch, 30.11.16, 18 Uhr und Donnerstag, 1.12.16, 19.30 Uhr

Homo Sapiens

homosapiens1k

Österreich 2016, 94 min, ohne Dialog
Regie und Kamera: Nikolaus Geyrhalter

Ein Film über die Endlichkeit menschlichen Seins, über die Fragilität unserer Existenz, das Ende des industriellen Zeitalters und über das, was es ausmacht, Mensch zu sein.
Leere Räume, Ruinen, zuwachsende Städte, rissiger Asphalt. Unsere Lebensräume, nur ohne uns. Preisgegeben dem Verfall, oder besser gesagt: der Natur, die sich langsam zurückerobert, was wir ihr einst genommen haben. HOMO SAPIENS ist eine Ode an das Mensch-Sein, betrachtet aus einem möglichen retrospektiven Szenario.

Das Abbild des Menschen als Mosaik in einer Art Tempel – das erste Bild von HOMO SAPIENS zeigt den historisch nicht einzuordnenden Versuch, ein zeitloses Portrait der Nachwelt zu hinterlassen. Aber der ‚Tempel’ ist verlassen und die Natur nimmt Raum. In keinem weiteren Bild von HOMO SAPIENS wird es noch Ab-Bilder von Menschen geben. Ihre Spuren werden dadurch umso deutlicher sichtbar. In einer Montage von präzise komponierten, unbewegten Einstellungen erforscht der Film die Räume, die der Homo Sapiens für sich und seine Lebensweise entwickelt hat: Von der Fortbewegung zum Wohnen, vom Gesundheitssystem zur Erziehung, von der Kommunikation zur Unterhaltung, von der Religion zur Bestattung der Toten. Plätze auf der Erde, die wir heute schon wieder verlassen, aufgegeben oder vergessen haben. Kleine, intime Räume wie Wohnungen oder Häuser ebenso wie riesige Industriekomplexe oder Orte des öffentlichen Lebens, in unterschiedlichen Stadien schon wieder von der Natur zurückerobert. Oft bewegt der Wind die Blätter von Pflanzen oder Teile von sich auflösenden Gebäuden. Bisweilen regnet oder schneit es, was im Inneren eines Gebäudes eine völlig neue Wirkung zeitigt. Viele dieser Orte sind auch von Tieren, meist Vögeln, bewohnt. Und gelegentlich ist es Wüstensand, der leise durch ehemalige Wohnzimmer weht

„Auch der Österreicher Nikolaus Geyrhalter hat im Forum bereits mehrere seiner Werke vorgestellt. Sein fantastischer Dokumentarfilm Homo sapiens zeichnet in einer leeren, von der Natur zurückeroberten, aber doch einst von Menschen gemachten Welt ein unbehagliches Szenario: er ist sowohl Science-Fiction als auch Dokument, zugleich Postapokalypse und Gegenwart.“
Berlinale Forum