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Arrival

Arrival
USA 2016, 117 Min, Regie: Denis Villeneuve

Außerirdische landen auf der Erde – an 12 verschiedenen Plätzen über den Globus verteilt in ihren muschelartigen Raumschiffen.
Zwei hochkarätige Wissenschaftler, die Linguistin Luise und der Physiker Ian, sollen im Auftrag der US-Armee Kontakt mit diesen Wesen aufnehmen und herausfinden, woher sie sind und was sie wollen. Es handelt sich dabei um krakenartige, siebenfüssige Wesen „Heptapoden“, die über eine noch zu entschlüsselnde Schrift in Kreisform kommunizieren. Der Eingang in das Raumschiff öffnet sich exakt alle 18 Stunden und führt über einen vertikalen Kanal, in dem die Schwerkraft verdreht und reduziert ist. Die Heptapoden verhalten sich keinesfalls aggressiv, doch manche Politiker interpretieren es fälschlicherweise so. Selbst als ein Heptapode durch eine Bombe getötet wird, greifen sie die Menschen nicht an. Als die einzelnen Staaten, in denen sie gelandet sind, erste Erkenntnisse sammeln, behalten sie diese für sich, statt sich auszutauschen, was fast zu einem globalen Krieg führt, wäre da nicht die Heldin des Films.

Der Film ist durchgehend spannend und sehr intelligent, keine Marsianer, keine menschenähnlichen Wesen, die alles besser wissen, sondern eine Art Tintenfische, die als Kommunikation eine Tinte versprühen, die sich als ringförmiger Text entpuppt. Sie müssen unsere Sprache erst lernen und wir ihre. Ein Weiterleben auf dem Planeten scheint nur möglich, wenn alle zusammen- und nicht gegeneinander arbeiten, ist ihre Botschaft – und in 3000 Jahren brauchen auch fremde Planeten einander.

Etwas esoterisch wird die Geschichte allerdings, als Luise durch das Decodieren von deren Schrift hellseherische Fähigkeiten erlangt. Mehr sei nicht verraten!

**** sehr intelligenter SF-Film über die Landung von 12 Raumschiffen fremder Wesen auf unserem Planeten.