Spectre

Spectre
GB 2015, Regie: Sam Mendes,  150 Min
Die 24. Ausgabe der James Bond Reihe ist wieder ein typisches Agenten-Action-Spektakel geworden, dass an fotogenen Orten und mit viel Tricktechnik aufgenommen wurde. Es beginnt in Mexico City, wo gerade der Tag der Toten gefeiert wird. Bond mit Totenkopfmaske und einer schönen Frau an der Seite entfliehen den Massen und ziehen sich in ein Hotelzimmer zurück, doch Bond muss noch schnell etwas erledigen. Bei der Liquidierung eines Widersachers stürzt ein halbes Stadtviertel ein. Dabei war er gar nicht im Dienst und so droht ihm Ungemach. Noch schlimmer ist jedoch, dass alle 00-Agenten für obsolet erklärt werden, ein Mega-Rechenzentrum, das die Geheimdienstinfos von 9 Ländern zusammenführen soll, wird künftig mit Drohnen solche Aufträge ausführen. Doch der Hacken dabei ist, dass die böse Organisation Spectre ihr Sponsor ist und damit die Weltherrschaft übernehmen will. Der suspendierte Bond handelt nun gegen den Willen seiner eigenen Regierung, die ihn nicht mehr braucht, doch er hat nach wie vor Freunde, die ihn für wichtig erachten und ihm helfen. So sucht er in Rom, in der Wüste Afrikas und im österreichischen Bad Aussee die Spuren des Bösen, um schließlich in London die Inbetriebnahme des Mega-Rechenzetrums zu verhindern.
Daniel Craig wird immer besser und natürlich sind auch die Auftritte des zynischen Bösewichts, durch Christoph Walz dargestellt, ein Genuß. Im Prinzip warnt der Film vor der Übermacht der globalen virtuellen Überwachung und gipfelt in der Philosophie „ein Agent entscheidet über schießt oder doch nicht, während eine Drohne darüber nicht nachdenkt“. So bleibt bei allem Geschiesse doch zum Schluß ein Quantum Menschlichkeit übrig. Was die schönen Bond-Girls anbetrifft: die gibt es nach wie vor, aber noch nie war Bond so zurückhaltend, horizontal sieht man ihn kaum.
*** perfekter James-Bond, ein Muss für alle die ihn mögen!

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