Programm
März 2010
1. Film
2.
Film
Eintrittspreise: Normallänge 7€ - Weltlichtspiele Dornbirn
Donnerstag,
4.3.2010 -
19.30 Uhr und
Freitag, 5.3.2010 - 21. 30 Uhr
Séraphine
Frankreich/Belgien 2008, 125 Minuten, Dolby Digital, französische OmU

Regie: Martin Provost. Drehbuch: Marc
Abdelnour, Martin Provost. Kamera: Laurent Brunet. Schnitt: Ludo Troch. Musik:
Michael Galasso. Ton: Philippe Van den Driesche. Ausstattung: Thierry François.
Kostüm: Madeline Fontaine. Produktion: TS Production, Climax Films, Région
Ile-de-France, Centre National de la Cinématographie. Produzenten: Miléna Poylo,
Gilles Sacuto. Mit: Yolande Moreau, Ulrich Tukur, Anne Bennent, Geneviève Mnich,
Nico Rogner, Alélaïde Leroux, Serge Larivière, Françoise Lebrun, Corentin Lobet,
u. a.

1912 zieht der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde in das
Städtchen Senlis, um sich dem Schreiben zu widmen und sich vom hektischen Leben
in Paris zu erholen. Als Haushälterin stellt er die unscheinbare Séraphine ein.
Eines Tages entdeckt er bei Nachbarn ein kleines auf Holz gemaltes Bild, das ihn
sogleich fasziniert. Zu seiner großen Überraschung stellt sich heraus, dass das
Bild von seiner Haushälterin Séraphine gemalt wurde. Von den unkonventionellen
Werken begeistert, beschließt der Kunstkenner Uhde, der als Entdecker Picassos
und Rousseaus gilt, die eigenwillige und von ihren Mitmenschen belächelte
Séraphine zu fördern.
Mit SÉRAPHINE gelingt Martin Provost ein überzeugendes filmisches Porträt der
wichtigen, aber immer noch weitgehend unbekannten Künstlerin Séraphine Louis -
einer der zentralen Vertreterinnen der "Naiven Kunst".
SÉRAPHINE gewann 2009 sieben Césars - darunter
diejenigen für den Besten Film, das Beste Drehbuch sowie die Beste Kamera.
Yolande Moreau wurde für ihre zu Recht gefeierte Interpretation der Séraphine
mit dem César für die Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Wikipedia - Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Séraphine_Louis
http://www.seraphine-derfilm.de/
Donnerstag,
18.3.10, 19.30 Uhr und Freitag, 19.3.10, 21.30 Uhr
Lourdes

Österreich/Frankreich/Deutschland 2009; Regie & Buch: Jessica Hausner; Kamera:
Martin Gschlacht; DarstellerInnen: Sylvie Testud (Christine), Léa Sey doux
(Maria), Bruno Todeschini
(Kuno), Elina Löwensohn (Cecile) Gilette Bar bier (Frau Hartl) u.a.; (35mm – von
Video übertragen; 1:1,85; Dolby SRD; 96min; französische O.m.U.

Christine, eine an Multiple Sklerose erkrankte junge Frau, steht dem
Wunderglauben und dem Treiben in Lourdes eher skeptisch ge gen über. Während
eines Aufenthalts in dem Wallfahrtsort wird sie über raschend geheilt. LOURDES,
der neue Film von Jessica Hausner (LO VELY RITA, HOTEL), lässt die berühmte
Pilgerstätte wie eine tou ristische Attraktion erscheinen, die genauen Regeln
unterworfen ist. Eine Woche lang durchlaufen die Besucher ein Programm: Wa schun
gen, Prozessionen und Messen folgen aufeinander wie die Ab schnitte eines
Produktionsablaufs. (nach:
www.lourdes-derfilm.at)
Jessica Hausner: „Ich wollte einen Film über ein Wunder machen und habe
verschiedene Orte und Geschichten, die von Wundern handeln, recherchiert.
Lourdes hat am besten gepasst, da dort angeblich Wunder passieren. (…) Ich fand
es spannend, an einem Ort diesen Film zu erzählen, wo das quasi zum Alltäglichen
dazugehört – ein Wunder.”
„Hausners filmisches Porträt einer Pilgerfahrt samt Wunderheilung ist zunächst
vor allem eine nüchterne Bestandsaufnahme vor Ort, an einem der extremsten,
abschreckendsten Orte der Welt. Dass ein Wunder das Leben nicht unbedingt
verbessert, ist die skeptische Schluss folgerung, mit der die Filmemacherin uns
entlässt.”
(Tagesspiegel)
„Es liegt in der Natur des Kinos, dass mit Wundern jederzeit zu rech nen ist.
Selbst dann, wenn der Pilgertourismus und seine Abläufe mit fast
dokumentarischem Interesse in Szene gesetzt werden. Aber am Ende schafft Jessica
Hausner es, eine Wendung zu finden, die uns die Fragilität von Wundern vor Augen
führt.” (www.faz.net)
-
Venedig 2009: FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik, Sig nis-Preis der
ökumenischen Jury, La Navicella-Preis, Brian-Preis; Viennale 2009: Wiener
Filmpreis
