Programm
Februar 2010
1. Film
2.
Film
Eintrittspreise: Normallänge 7€ - Weltlichtspiele Dornbirn
Donnerstag,
4.2.2010 -
19.30 Uhr und
Freitag, 5.2.2010 - 21. 30 Uhr
El Sistema
Deutschland / Frankreich / Schweiz / Japan 2007/08, 102 min, span. O.m.U.
Regie: Paul Smaczny, Maria Stodtmeier

Vor mehr als dreißig Jahren begann der
Ökonom, Politiker und Musiker José Antonio Abreu in Venezuela das "Sistema" -
ein Netzwerk von Kinder- und Jugendorchestern und Musikzentren - zu erreichten,
in dem heute über 300.000 Kinder und Jugendliche ein Instrument erlernen.
Was wie ein Märchen klingt, ist die außergewöhnliche Geschichte einer Vision,
die Realität wurde. Mit wegweisenden Ideen versucht Abreu einen Ausweg aus dem
Kreislauf der Armut in den "barrios" von Caracas zu bieten. Der Dokumentarfilm
„El Sistema“ zeigt, wie die Kraft der Musik langsam ein lateinamerikanisches
Land verändert. Und das Schöne daran - es handelt sich weitgehend um klassische
Musik, aber auch Mambo ist mal dabei, wenn das riesige Orchester aufspielt.

Internationale Größen der Klassik wie Sir Simon Rattle, Dirigent der Berliner Philharmoniker, bezeichnen es als „weltweit das Wichtigste“, was sich derzeit in der klassischen Musik tut: die Erfolge einer weltweit einzigartigen Musikausbildung, die in Venezuela als „El Sistema“ bekannt ist. Seit mehr als dreißig Jahren errichtet der Ökonom, Politiker und Musiker José Antonio Abreu in Venezuela das „Sistema“, ein Netzwerk von Kinder- und Jugendorchestern und Musikzentren, in dem heute über 300.000 Kinder und Jugendliche ein Instrument erlernen. Was wie ein Märchen klingt, ist die außergewöhnliche Geschichte einer Vision, die Realität wurde. Mit Weg weisenden Ideen versucht Abreu einen Ausweg aus dem Kreislauf der Armut in den Barrios von Caracas zu bieten. „El Sistema“ zeigt, wie die Kraft der Musik langsam ein lateinamerikanisches Land verändert.
Im Jahre 1975 gründete Abreu mit 12 Kindern aus sozialen Brennpunkten in Caracas das erste nationale Jugendorchester Venezuelas. Das Leben dieser Kinder war von Bandenkriegen, Gewalt und Armut geprägt. Der Grundstein für ein schier unglaubliches Sozialprojekt war gelegt. Mittlerweile hat das „Sistema“ die gesamte venezolanische Gesellschaft erfasst. In so genannten „nucléos“ musizieren die Kinder und Jugendlichen nach ihrem regulären Schultag an sechs Tagen in der Woche. Abreus pädagogisches Konzept fördert dabei vor allem soziale Kompetenzen: Respekt, Übernahme von Verantwortung und die Fähigkeit des gemeinschaftlichen Musizierens. Von Anfang an sind die Kinder in Ensembles integriert und erfahren damit ein besonderes Gemeinschaftsgefühl.
Die Kinder selbst
sprechen voller Stolz von ihrem Instrument, von erlernter Disziplin, neuen
Freundschaften und ihren Zukunftsplänen. Der phänomenale Erfolg von Gustavo
Dudamel dient ihnen als Vorbild. Der Dirigent, selbst im „Sistema“ groß
geworden, feiert heute unter anderem als Chefdirigent des Simón Bolívar
Jugendorchesters weltweit Erfolge.
(aus:
www.el-sistema-film.com)
Donnerstag,
18.2.10, 19.30 Uhr und Freitag, 19.2.10, 21.30 Uhr
Parlez-moi de la pluie
(Erzähl
mir was vom Regen)
Frankreich 2008, 98 min, Dolby SRD, französische OmU.
Regie: Agnès Jaoui, Darsteller: Agnès Jaoui, Jean-Pierre Bacri, Jamel Debbouze

Die Feministin und ehrgeizige Politikerin Agathe Villanova zieht
sich für einige Tage nach Südfrankreich in das Haus ihrer Kindheit zurück. Diese
Gelegenheit will der ebenso abgehalfterte wie uninspirierte Filmemacher Michel
Ronsard dazu nutzen, um mit der Unterstützung seines talentierten Assistenten
Karim eine Dokumentation über Villanovas Karriere zu drehen. Doch die
Dreharbeiten entpuppen sich schon von Beginn weg als veritable Katastrophe: Das
schlechte Wetter, Ronsards himmelschreiender Dilettantismus und eine zum Teil
schon lebenslang anhaltende, schwelende Abneigung zwischen allen Beteiligten
führt zu einer Reihe von Konfrontationen, in denen man seine wahren Gefühle
offenbart.
Agathe wird während der Dreharbeiten klar, wie sehr ihre dominante Art sie von
ihrem Lebenspartner und ihrer Schwester entfremdet hat. Michels Assistent Karim
dagegen kann seine Wut über die Leibeigenschaft seiner algerischen Mutter, die
der Familie Villanova ihr Leben lang selbstlos gedient hat, Agathe gegenüber
kaum unterdrücken. Und auch Agathes Schwester, die eine heimliche Affäre mit
Michel hat, sieht sich zu einer Entscheidung gezwungen. In diesem Sinne
betrachtet sich jeder als Opfer und schiebt den Unmut seiner persönliche
Niederlage auf seine Mitmenschen, was sich in Agnès Jaouis Comédie dramatique zu
einer äußerst unterhaltsamen Katharsis verdichtet, deren lakonischer Spott über
die Erwartung, das Verlangen und den Verlust gesellschaftlicher und familiärer
Anerkennung an ihr früheres und viel gelobtes Werk „Le goût des autres“
anknüpft.
(Cindy Hertach, www.451.ch)

http://www.erzaehl-mir-was-vom-regen.de/index.html