Planet der Affen: Survival

Planet der Affen: Survival 3D

Regie: Matt Reeves, USA 2017, 140 Min
Es ist nun schon fast 50 Jahre her, als der erste Film der „Planet der Affen“ – Serie erschien.
Der neue Film ist wahlweise in 2D und 3D zu sehen, wobei die 3D-Effekte gut und nicht übertrieben sind, leider leidet die Bildqualität in Sachen Helligkeit und Kontrast etwas darunter (künftig soll Laser-Technik dieses Manko beseitigen).

Survival ist durchgehend spannend und wie viele US-Blockbuster in eine seltsam religiöse Sauce getaucht. Dies brachte den Film auch auf das Titelbild des renommierten katholischen Filmdienstes. Immerhin: diesmals sind die Menschen die Bösen und die Affen die Guten. Die Menschen schlachten nicht nur die intelligenten Affen ab und versklaven sie, sondern sie bekämpfen sich auch gegenseitig. Ein martialischer Colonel hat sich auf einen Militärstützpunkt an einer nicht näher bezeichneten Grenze zurückgezogen, wo er die Affen in einem KZ gefangen hält. Er meint die Menschheit, die von einem Affenvirus befallen ist und ihnen die Sprache entzieht und sie zu Tieren regrediert, retten zu müssen. Er tötet auch die infizierten Menschen erbarmungslos und gerät in Konflikt mit der Armee. Ein Trupp Affen verschiedener Rassen und ein von ihnen gerettetes Menschenmädchen versuchen sie zu befreien, während die große Masse der Affen in ein gelobtes Land in die Wüste zieht, doch es wird ein paradiesisch schöner Landstrich sein, ein von Bergen umgebenes Tal mit einem See sein. Bis es so weit kommt, herrscht Krieg und es geht verdammt brutal zu.

Die technischen Effekte (Motion-Capture-Technik) sind beeindruckend, die Affen bekommen eine sensible Mimik und ihr ausgeprägtes Sozialverhalten wird immer wieder betont. Sie sind aber weitgehend geschlechtslose Wesen, ihre normalerweise deutlich hervortretenden Geschlechtsteile sind hier durch einen dicken Pelz unsichtbar, auch dies ist wohl typisch amerikanisch-prüde.

*** Alles in allem bietet der Film Unterhaltung auf technisch höchstem Niveau und durchaus ein paar kritische Aspekte.

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