Paterson

Paterson
Jim Jarmusch, USA 2016, 123 Min, DF
Also spannend ist der Film nicht. Sehenswert trotzdem. Er zeigt den immer gleichen Alltag eines Busfahrers, der Paterson heißt, genauso wie die Stadt, in der er lebt. Er wacht ohne Wecker pünktlich um 6:15 auf, versieht seinen Dienst, schreibt in den Pausen Gedichte in sein Notizbuch, isst zuhause zu Abend, geht mit dem Hund Gassi und gönnt sich dazwischen ein Bier. Seine Frau backt Kuchen und betätigt sich dekorativ mit schwarz – weiss, möchte Gitarre spielen lernen. Sie will ihn dazu bringen seine Gedichte zu kopieren und zu veröffentlichen. Doch der Hund zerfleischt kurz zuvor sein Notizbuch.

Die Qualität des Films liegt nicht in diesem banalen plot, sondern in den den vielen Details, die wir in den Bildern sehen können und ebenso in den schauspielerischen Leistungen der DarstellerInnen Adam Driver und Golschifteh Farahani.
Es ist einer der ersten Original-Filme aus den Amazon Studios, der in Cannes Premiere hatte und übrigens bei uns vor dem US-Start anlief. Er lief bei den Hofer Filmtagen und bei der Viennale.
*** Dank präziser und detailfreudiger Kamera ein sehenswerter Film über den Alltag eines Busfahrers, jeder Tag scheint gleich abzulaufen, doch im Detail ist es doch nicht so.

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