Jahrhundertfrauen

20th Century Woman

USA 2016, 119 Min. Ges. in DF.
Regie: Mike Mills

Wir befinden uns in Südkalifornien der 70er Jahren, wo einiges im Umbruch ist.
Die alleinerziehende Mutter Dorothea (Annette Benning) lebt mit ihrem 15 jährigen Sohn Jamie (Lucas Jade Zumann), der depressiven Fotografin Abbie (Greta Gerwig) und dem einsamen Handwerker William (Billy Crudup) im selben Haus. Wie macht man aus dem offenbar ganz normalen jungen Mann, einen Mann, wie er den Feministinnen gefällt?
Dorothea lässt sich von Abbie beraten. Eine besonders üble Rolle spielt dabei Julie, die jede Nacht über das Baugerüst in Jamies Bett kriecht, ihm aber den Sex verweigert. Mutter Dorothea ist nicht in allem ein Vorbild, so raucht sie viel zu viel und wird an Krebs sterben.

Der katholische deutsche Filmdienst sieht in dem Film ein Meisterwerk und gibt ihm 5 Punkte. So großzügig bin ich nicht. Dazu ist er viel zu langweilig, zumindest aus meiner Sicht (ich habe keine Kinder und keine so aufreibenden Liebschaften), alleinerziehende Mütter werden es vielleicht anders sehen. Man braucht fast eine Stunde bis man weiß worum es eigentlich geht, dennoch gewinnt er gegen Ende an Dichte. Das Haus, in dem sie wohnen, eine ewige Baustelle, ist dabei Symbol für den Zustand der Protagonisten.

** gut gespielt, aber aus Alltagsbanalitäten bestehendes Beziehungsgeflecht um eine feministische Mutter und ihren 15 jg Sohn, leider ist der Film sehr prüde, bemerkenswert ist allerdings die Musik, damals neue Strömungen wie Punk in mehreren Facetten werden ganz nebenbei auch noch erklärt, die bekannten 70er Jahre Hits jedoch ausgespart.

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