32. Festival de Cine Iberoamericano, Huelva 2006
Norbert Fink und Sarita Maceira Rodriguez
berichten für den FKC
Norbert Fink mit Patenkind José Jaime
in Huelva
deutsch
castellano
Das Festival verlor den letzten Glamour, den es früher zweifellos
hatte, in dem alle Filmvorführungen in einem unpersönlichen Megaplexx – mit
Einkaufszentrum am Stadtrad stattfanden, zwischen Burger King und Fetzläden
buchstäblich. Auch gab es kaum mehr einleitende Worte, Stars und Regisseure
waren dort nicht zu sehen, höchstens im einige km entfernten „Casa Colón“, dem
Festivalzentrum. Auch die Besucherzahlen waren sehr dürftig, bei den
morgendlichen Pressevorführungen waren es einmal gerade 9….
Gute Kritiken gab es für den Eröffnungsfilm im Anschluss an die Eröffnungsgala
¿POR QUÉ SE FROTAN LAS PATITAS?, der ein
Portrait des außergewöhnlichen Flusses „Rio Tinto“ ist, der durch die Provinz
Huelva fließt und dessen seltene Bakterien sogar die NASA studierten.
Auch „Violin“ erhielt Lorbeeren von der Kritik. Doch was habe ich gesehen ?
(siehe auch die Kritiken von Sarita in spanischer Sprache)
Páginas del diario de Mauricio (Seiten aus dem Tagebuch des Mauricio)
Manuel Pérez Paredes. Cuba/España/México 2006 135 Min.
Echter 35mm Film
Der große Anteil des Sports
(zu Beginn der Kampf gegen die USA, am Ende gegen die Russen) auf die
Befindlichkeit der Kubaner, ein Mann der Oberklasse Kubas blickt auf sein Leben
und seien Liebschaften zurück. Er zeigt die beiden verheerenden
Auswanderungswellen (Muriel, Bolseros), den Wandel nach dem Zerfall der UdSSR
(Wohnungen wurden Touristen zur Verfügung gestellt, aufblühende Prostitution ) .
Dennoch täuscht der Film ein weitgehend normales, sicheres, wenn auch etwas
perspektivenloses Leben der Kubaner vor.
viel zu geschwätzig. *
La Perrera
Manuel Nieto;
Uruguay/Arg/Esp/Can,·
2006, · 35 mm ·
109 min
Im Stile des Uruguayanischen Minimalismo („Whiskey“, Siegerfilm Huelva 2004) gedreht, zeigt er das Leben eines arbeitsscheuen jungen Mannes von 26 Jahren. Er liegt in einer verdreckten Wohnung mit einer jungen Frau im Bett, die sich von ihm verabschiedet, wohl für länger. Unerwartet taucht sein Vater auf und liest ihm die Leviten, er habe noch nie im Leben gearbeitet und das angebliche Studium koste ihm viel, ohne Resultate zu zeigen. Er solle ihm also helfen , ein Haus in einer ruhigen Gegend zu bauen, das erste eines touristischen Komplexes. Zusammen mit 2 weiteren Arbeitern bauen sie mit einfachsten Mitteln das Haus.
Seine Freunde berauschen sich an psychogenen Pilzen und Marihuana , er macht weiter Schulden auf Vaters Kosten, der ihn wiederholt hinaus schmeißt und ihm wieder verzeiht.
Nachdem er jedoch mit Schwielen an den Händen etwas vom harten Leben des Bauarbeiters kennen gelernt hat, entschließt er sich doch – diesmal ernsthaft - zu studieren.
Die letzte Szene zeigt ihn, wie er in der Wartehalle des Busbahnhofes übernachtet.
** An sich guter Plot, jedoch fehlt es dem Streifen an der nötigen Portion Humor, um ihn an „Whiskey“ oder die Werke Kaurismäkis erinnern zu lassen.
Se arriega (zu vermieten)
Alberto Fuguet, Chile 2005, 108 Min
Auch hier geht es um junge Menschen, die von wenig einträglichen Jobs (Musiker, Kultfilmmacher) träumen, wenig arbeiten und ihren Vätern viel Geld und Nerven kosten.
Mit 33 solle man doch mit dem Ernst des Lebens beginnen, und in der Immobilienkanzlei des Vaters kann er zu arbeiten beginnen….
Banales Geschwätz, das allerdings den unkritischen und unpolitischen Zeitgeist der Konsumgeneration von heute widerspiegelt. 1# . Schlafkissen.
La prueba (die Prüfung)
Judith Velez Aguirre; Peru/Cuba 2005, 105 min, echtes 35mm.
Saul, ein Hydrologe, repariert diverse Wasserwerke in den Anden Perus. Er trifft auf Miranda, eine recht neurotische Frau.
Diese ist auf der Suche nach ihrem Vater, der nach finanz. Malversikationen als Beamter sich in den Bergen versteckt hat und einen kleinen Laden betreibt. Nur er könnte aber durch eine Rückenmarksspende ihrem Bruder das Leben retten. Doch es ist "nur" eine Probe, denn er ist bereits verstorben.
In langen, langsamen Einstellungen, die an den Existentialismus oder Iranische Filme erinnern, wird eine Geschichte konstruiert.
Leider auch zu geschwätzig *
Solo Dios Sabe (Só Deus Sabe) - Nur Gott
weiss es
Carlos Bolado Mexiko, Brasilien 2005, 113 min

Dolores ist eine lebensfrohe 25 jg. Brasilianerin, Kunststudentin in San
Diego, Kalifornien. Kurz vor dem Weihnachtsurlaub sehen wir sie in der ersten
Szene beim schnellen Sex mit einem Freund auf einem Bürotisch. Danach geht’s zum
Feiern über die Grenze nach Tijuana, Mexiko in eine Disco, das Auto wird
aufgebrochen und sie sieht sich ihres Reisepasses beraubt. Wegen der
verschärften Grenzkontrollen zu den USA gibt es keine Chance zurück zu kommen.
Sie müsse nach Ciudad de Mexiko fahren, 3 Tage mit dem Bus, und dort bei der
brasil. Botschaft einen neuen Pass zu beantragen. Was sie nicht weiß, ist, dass
der junge Journalist Damian, den sie in der Disco flüchtig kennen lernte, und
dem sie gefiel, ihren Pass gefunden hat. Zufällig (oder von höherer Hand
gesteuert ?) ruft sie Damian an, der sich anbietet sie mit seinem Cabrio nach
Mexiko City zu fahren; sein Motiv ist, sie näher kennen zulernen. Eine
Liebesgeschichte beginnt und das Road-Movie wird folkloristisch, als sie mit der
Volksfrömmigkeit in einem Dorf konfrontiert werden.
Bei der Brasilianischen Botschaft wird der komplizierte Weg zum neuen Pass
erklärt…(Geburtsurkunde…), sie darf dabei ihre Mutter in Sao Paulo anrufen, um
die Dokumente zu bekommen, dabei erklärt diese, dass ihre Großmutter verstorben
sei. Dolores weint und in diesem Moment gibt Damian ihr den Pass zurück. Sie ist
wütend darüber und sagt er solle verschwinden. Nun will Dolores nicht mehr
zurück in die USA, sondern nach Brasilien zum Begräbnis der geliebten
Großmutter. Sie fährt sofort zum Flughafen und fliegt nach Brasilien, wo sie die
spiritistischen Kräfte der Verstorbenen zu spüren glaubt.
Obwohl sterilisiert, ist Dolores jedoch von Damian schwanger. Für ihre Mutter
kommt nur eine Abtreibung in Frage. Inzwischen taucht jedoch Damian in Brasilien
auf, um ihr zu erklären, dass er sie liebe und ihr den Pass nur nicht sofort
gegeben habe, um sie näher in seiner Nähe zu haben.
Als er von ihrer Schwangerschaft erfährt und hört, dass ihre Mutter einen
Abortus will, meint er, das müssten sie beide alleine entscheiden, und sie
entscheiden sich für das Kind. Allerdings fällt die Entscheidung schwer, weil
bei den Schwangerschaftsuntersuchungen ein Uteruskarzinom entdeckt wurde. Nur
eine sofortige Operation könne das Leben der Mutter retten. Trotz der
schlechten Prognose bekommt sie das Kind. In der Schluss-Szene sehen wir ihren
Mann und Sohn in Salvador - Bahia, sie lassen ihr Bild zu Ehren Oxums auf das
Meer hinaus …
Das rührselige Roadmovie ist sehr gut gemacht und hebt sich stilistisch und
fotografisch ganz deutlich von den brasilianischen Telenovelas ab, zeigt uns
verschiedene Mentalitäten und Vorurteile gegenüber der Volksfrömmigkeit bzw. des
Glaubens an animistische Religionen. Die Entscheidung für das Kind wird nicht
besonders ideologisch begründet, sondern die Widerstände gegen den „Zeitgeist“
beleuchtet . Der Verdacht, der Film sei von religiösen Sekten finanziert, wird
allerdings durch eine Reihe sehr freizügiger Sexszenen entkräftet.
**** spannend und mit herrlichen
Landschaftsbildern, ohne Zweifel der beste Film des Festivals (von jenen, die
ich gesehen habe)
Américan Visa
Juan Carlos
Valdivia. Bolivien, Mexiko 2005, 100 Min, gedreht in Bolivien.
Die erste Einstellung zeigt, wie eine riesige Staubwolke nachziehend, ein
Überlandsbus sich durch die gebirgige Gegend quält. Mario, Englischprofessor in
Bolivien will auf legalem Weise in die USA als Tourist einreisen und stellt bei
der Botschaft der USA in La Paz das Visum, die Prozedur ist demütigend und
lächerlich („wollen Sie den Präsidenten der USA ermorden?“), die Beamten
arrogant. Er verschweigt freilich, dass er in Wahrheit seinen Sohn, der schon
dort ist, besuchen will, ev. sich sogar wie Millionen anderen Latinos auch, sich
niederlassen will.
Er ist guter Dinge, dass alles klappt und wartet die per DHL zugestellte Post
ab. Doch sein Antrag wird abgelehnt. Nun bleibt ihm nur die Möglichkeit, die
Dienste dubioser Schlepper oder Passfälscher in Anspruch zu nehmen, 5000$ soll
das kosten. Während der Wartezeit verliebt sich Bianca, eine brasilianische
Prostituierte, die im selben billigen Hotel wohnt, in ihn. Er plant einen Raub
auf einen Goldhändler, als dieser sich mit einer Nutte vergnügt, doch es kommt
zum Kampf. Dessen Leibwächter verabreichen ihm eine Lektion und werfen ihn einen
Felsen hinab.
Er überlebt wie durch ein Wunder, mit einer kleinen Maschine fliegen Bianca und
er in eine entfernte Provinz.
Der rasant geschnittene Film zeigt die Vorurteile der Latinos gegenüber den USA
( und vice versa) und bedient sich vieler Klischees (arrogante Jankees, schöne
brasilianische Tänzerinnen, korrupte Politiker, dicke Schwarzhändler…) greift
aber wie viele andere Filme des Festivals das Thema der „Schandmauer“ der USA
gegen Mexiko auf, welche die Immigranten nur noch mehr in die Kriminalität
treibt.
*** spannend, aber zu klischeehaft
(erhielt den Silbernen Preis für die beste Schauspielerin)

Sarita Maceira con el Alacalde de Huelva PEDRO RODRIGUEZ
Criticas en
castellano por Sarita Maceira Rodriguez,
corresponsial del FKC en Huelva.
“Páginas del diario
de Mauricio”.
DIRECTOR: Manuel Pérez Paredes.
Cuba/España/México 2006 135 minutos
Es la historia de Mauricio, hombre habanero, que cumple 60 años y queda sólo y desvastado por la inesperada pérdida de su esposa.
La historia comienza a desarrollarse en septiembre de 2000, precisamente el día del cumpleaños de Mauricio, un ser romántico, que siempre busca el fondo de las cosas.
Casado y con una hija de 18 años, con la cual tiene una relación de confianza y afecto muy tierna, padre e hija son como amigos. Esta está estudiando en la URSS y el día que termina sus estudios, no regresa a Cuba, se queda en Finlandia en busca de una vida mejor.
El primer matrimonio de Mauricio se ve destruido cuando éste empieza a dar clases en una escuela de adultos y conoce a una mujer que le roba el corazón desde el primer instante, con tan sólo mirarlo a los ojos.
Ella también está casada y tiene una hija de catorce años, pero el día que mantiene relación sexual con Mauricio, termina con su esposo definitivamente y se va a vivir con sus abuelos.
Es entonces, cuando comienza la narración de una historia llena de conflictos y vivencias, basada en la vida de estos seis personajes que luchan por ideales diferentes.
La película conjuga retrospectivas y hechos presentes que abarcan los momentos claves que definieron el camino de Mauricio hasta el día que cumple sus 60 años.
Viendo el contexto social de la última década del siglo XX cubano, con los cambios políticos, sociales y económicos que removieron las bases éticas y humanas de estas generaciones que estrenaron el nuevo milenio.
Es interesante que el cambio político se ve sobre el entusiasmo sobre el deporte. Al final toda Cuba está en guerra contra los Estados Unidos y sufre.
Con la quiebra de la URSS comenzó un período especial en Cuba, comenzaron a alquilarse las habitaciones para los extranjeros y fue florecido el jineterismo.
La última escena de la película es la victoria de Cuba en boleibol contra rusia.
Al otro lado el filme sólo refleja la minoría de clase alta en Cuba que es conforme con el sistema, teniendo la oportunidad de viajar, y se ve muy poco los problemas del pueblo.
El largometraje cuenta con 135 minutos de duración, pero se hace interminable al principio del filme.
El excesivo diálogo llega a aburrir, cuando en verdad muchas cosas pudieron decirse sin palabras.
La falta de signos de semiótica hacen que el espectador lo vea todo detalladamente, por lo que no queda nada en el aire y que te haga reflexionar.
*
(recibe el Premio Especial del Jurado)“Américan Visa”
DIRECTOR: Juan Carlos Valdivia.
Bolivia, Mexico 2005, 100 min, rodada en Bolivia.
Mario, padre de un hijo y divorciado, es profesor de inglés y emprende un camino hacia la búsqueda de una vida mejor en los Estados Unidos.
Para ello solicita el trámite legal a través de una visa de turista para Estados Unidos, negando la existencia de su hijo en Estados Unidos.
El conflicto comienza cuando la Embajada le deniega el visado a Mario.
En la calle encuentra un negociante del mercado negro por 5000 dólares que le asegura tenerle hecho su trámite legal en menos de una semana.
Es entonces que en el hotel donde se hospeda, conoce a una prostituta brasileña que se enamora de él profundamente.
Para conseguir el dinero, Mario cree que la única solución está en robarle a un traficante de oro.
Su plan es hecho realidad, y logra el dinero, pero los guardaespaldas buscan a toda costa a Mario, lo encuentran y lo golean y lo tiran por una roca.
Menuda sorpresa se lleva Mario cuando está en el hospital y vuelve Blanca para llevarle su pasaporte y una muda de ropa americana para que este a la moda.
Los dos marchan a un pueblecito de Bolivia, donde juntos harán realidad su sueño.
El filme es rodado en Bolivia, cuenta con 100 minutos de duración pero los
cortes son demasiado rápidos.
Un buen guión donde la música predomina en función de la trama.
Hay demasiados prejuicios oficiales y arrogantes.
La rapidez del inicio se lentilisa, lo que hace que el filme sea demasiado convencional y no muestra algo inesperado.
**
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