Geschichte des FKC Dornbirn line1.gif (286 Byte)

Komplette Chronik des FKC in Langform :
Jahre 1979-1990
Jahre 1991-2000
ab 2001

ab 2007


Zusammenfassung:

Der FKC wurde 1979 von Adrian Krois und Dr. Norbert Fink (der seither ohne Unterbrechung Obmann ist) gegründet.
 Nachdem sich die Weltlichtspiele bereiterklärten, dem FKC einen Tag pro Woche (damals war es der Mittwoch)  zur Verfügung zu stellen, wurde am 24.9.1980 in Anwesenheit des "Kottan"-Regisseurs Peter Patzak und des inzwischen verstorbenen Autors  Helmut Zenker mit dem Film "Kaßbach" das Programm aufgenommen.
Erste Auftritte des "Proponentenkomittees" gab es im Sommer 1980 bei einem Stadtfest auf dem Stadtpark - damals wurde der inzwischen schon wieder abgerissene Musikpavillon eröffnet.

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Fink, Krois,Zenker und Patzak bei der Eröffnungdes FKC Dornbirn Nach dem Riesenerfolg gründete sich der FKC im Dezember 1980 formell als Verein. Es bestand ein riesiger Nachholbedarf nach anspruchsvollen und politisch engagierten Filmen, von Bertoluccis "1900" bis "Themroc". Anfangs hatten wir auch noch die Zeit und die Energie, eine eigene Wochenschau ("Schattenspiegel") auf Dia/Tonband zu produzieren, Kunstwettbewerbe, Kunst im Kino, Regisseureinladungen und Diskussionen zu veranstalten.
Bald wurde von Mittwoch auf Donnerstag gewechselt. Es gab auch Versuche, das Programm in Lustenau zu wiederholen, was aber nach zweimonatigen Versuchen scheiterte.

Jedes Jahr gab es mindestens eine Sonderveranstaltung, vom Stummfilm mit life-Musik bis zum Kurzfilmfestival und mehrere österr. FilmemacherInnen waren bei uns zu Gast: Valie Export, Michael Pilz, Peter Novotny...  und aus der Nachbarschaft besuchte uns Douglas Wolfsberger (2003) und Alfredo Knuchel.
Heute erinnert sich kaum noch jemand daran, dass der FKC bei der Gründung des Spielbodens Dornbirn aktiv dabei war, wenngleich vom FKC nur sehr wenige 16mm-Vorführungen und einige frühe Generalversammlungen auf dem alten Spielboden stattfanden.


1992 gingen wir bis zur Schließung des Forstersaal-Kinos zusätzlich  nach Bregenz. Aus jenen Leuten, die sich um das Bregenzer Programm kümmerten wurde nach dem Wechsel ins Metro-Kino Bregenz ein eigener unabhängiger Verein, das Filmforum Bregenz. Seither spielen wir im Prinzip noch 14-tägig. Ursprünglich  wechselten wir und das Filmforum sich am Donnerstag, seit einigen Jahren spielt es aber 4x wöchentlich, während wir uns bei 2x alle 14-Tage einpendelten.


Ende 1996 drohten die Weltlichtspiele unter Leitung der "Apollo Kinobetriebe Peter Pienz" zuzusperren und taten dies auch vorübergehend per 1.6.97. Die Hoffnung, dass der Cinematograph Innsbruck daraus ein Programmkino macht,  unterstützten wir. Die Hoffnungen zerschlugen sich aber bald. Der Cinematograph Innsbruck erweiterte jedoch  im Juni 1999 sein Angebot in Innsbruck durch die Übernahme des LEO-Kinos mit zwei neu restaurierten Sälen und hat nun in Innsbruck 3 Säle.


Im September 1997 musste Peter Pienz die Weltlichtspiele wieder öffnen und übergab sie per 1.1.98 an den Bludenzer Kleinverleiher Michael Wieser (Einhorn-Film), der trotz des bevorstehendes Baues des Cineplexx in Hohenems die Weiterführung des Traditionsunternehmens wagte.  Er übernahm jedoch 2008 das "Cinema 2000" und wurde so zu einem Konkurrenten der Weltlichtspiele.

Lähmung kam in die Vlbg. Kinolandschaft, als die Cineinvest verkündete, in Vorarlberg ein Cineplexx-Großkino zu errichten. Die erste Wahl wäre der Standort Dornbirn-Schwefel (nähe Rhombergs Fabrik / Neuer Spielboden) gewesen, doch wegen fehlenden Parkplätzen wurde dann fix der Standort Hohenems-Autobahnausfahrt gewählt. Die Eröffnung dieses ersten Cinplexx-Kinos in Vorarlberg war am 7.12.98. Es waren in der Umgebung weitere Megaplex-Kinos geplant, etwa beim " Arena" nähe Flughafen Altenrhein, in Lindau-Land, in Bad Ragaz und in St. Gallen, erfreulicherweise zerschlugen sich einige dieser  Pläne und das Cineplexx in Hohenems ist somit das einige Großkino-Center in der Umgebung. 2003 wurde bei Abtwil (Säntispark) ein weiteres Großkino errichtet, welches aber unter den Erwartungen läuft.
 
Zu unserer großen Überraschung stiegen die Besucherzahlen beim FKC nach Betriebsaufnahme des Cineplexx  fast auf das Doppelte an. Unsere Strategie (ab Mitte Jänner 1999), auch am Mittwoch abend den FKC-Film im Nachtprogramm zu zeigen, ging also voll auf. Mehr Vorstellungen bedeuten auch für uns mehr BesucherInnen.
Mit der Eröffnung des Cineplexx spielen auch die kleinen Lichtspieltheater verstärkt anspruchsvolle Filme, weil sie dafür Förderungen bekommen. Wir freuten uns darüber sehr und konnten deshalb unsere Exklusivität weiter ausbauen. Auch das Zweite Cineplexx in Lauterach ab Ende 2005 konkurriert uns überhaupt nicht.


2003: Mit 31.7. 03 wurde der Pachtvertrag mit Michael Wieser gelöst und der Besitzer des Objektes, Klaus Spiegel begann am 14.8.03 selbst mit dem Betrieb der Weltlichtspiele. Die Programmierung erfolgt durch Harald Luss, der übrigens damals auch das Cinema 2000 und die Kinothek Lustenau programmierte. Um das praktische Kinogeschäft kümmert sich jedoch Herr Rainer Maul.
Seit 2003 geistern mehrere Umbauvarianten der Weltlichtspiele im Kopf des Besitzers herum, von 2 - 5 Sälen;
eine frühe Variante sah 4 Säle (eines davon für Programmkino-Qualität, 3 für Kommerzkino) und eine mit der Sparkasse verbundene große Tiefgarage, Bar etc. vor. Ende 2005 sind die Pläne detailliert ausgearbeitet, aber noch immer nicht offiziell eingereicht.
2005: Gerüchte um ein neues Kinoprojekt beim Bay-Wa in Lauterach (mit Bowlingbahnen und Disco) wurden 8.10.2005 durch die VN publik. Mit einiger Verspätung - es gab große Probleme mit dem Schallschutz - übernahm die Cineplexx-Gruppe auch dieses Kino und spielt dort ausschließlich Mainstream. Die Befürchtungen, dass dadurch das Metro-Kino bedroht werde, bewahrheitete sich bis heute nicht.

Ende 2008 übernahm Michael Wieser die Programmierung des "Cinema 2000" und Peter Pienz verkaufte die Kinothek Lustenau.

Ende 2009 setzt sich langsam das digitale Kino durch - das Cineplexx ist praktisch vollkommen umgestellt und auf manchen Festivals, vor allem in Graz ist die digitale Qualität kaum noch vom 35mm zu unterscheiden,
70mm Qualität ist allerdings noch weit entfernt - und mit "Avatar" kommt der erste technisch richtig gut funktionierende 3D-Film in das Cineplexx.  Der Riesenerfolg von "Avatar" lässt sich aber nicht wiederholen, denn viele andere 3d-Filme sind einfach zu dunkel und nicht so richtig brillant.

Bei der Generalversammlung 2010 präsentiert Spiegel nun das Konzept eines 2-Saal-Programmkinos (analog und digital). Bauverhandlungen sollen im Juni 2010 sein, jedenfalls gibt es Markierungen am alten Gebäude.
Anrainer erheben freilich Einsprüche. Bis zum geplanten Abriss / Umbau der Weltlichtspiele oder deren Einstellung bleiben wir hier.  Dann erst sehen wir, wie es weitergeht.

mehr zur Geschichte der Jahre 2001 - 2005 siehe hier und ab 2007 siehe hier

 


Zusammenarbeit mit anderen Vereinen

Zunehmende Bedeutung gewann ab 1997 die Zusammenarbeit mit dem Filmverleih des Cinematograph Innsbruck (der auch die Schweizer "trigon-film" in Österreich vertritt), ebenso die Kooperation mit anderen Initiativen, wie dem ÖIE, dem Kosmos-Theater, dem Jüdischen Museum Hohenems u.a. Seit 2009 bietet uns auch der polyfilm-Verleih ab und zu previews an, d.h. wir können einige Filme vor dem Start in Wien zeigen.

Wir sprechen seit 1998 die Spanischsprechenden  in Vorarlberg besonders an. Dadurch sind die Filme in spanischer Originalfassung überdurchschnittlich gut besucht sind und unsere FKC Filme sind seit dem Jahr 1998 ein Treffpunkt für die Spanischsprechenden und Spanischlernenden. Der damalige stv.Obmann, Dr. Rolando Avila, gebürtiger Argentinier, sorgte damals für eine perfekte Homepage und Handouts  auch in kastellanisch.
Nach seinem berufsbedingten Abgang aus Vorarlberg im Mai 2000 sind wir mit ihm immer nur noch sporadisch im Kontakt, wenngleich er keine Funktion im FKC mehr ausüben kann. Doch nebem dem Obmann Dr. Fink kann auch der derzeitige Schriftführer Dr. Urs Vokinger spanisch und vertritt diesen Programmschwerpunkt.

Mehrere Besuche Finks beim Iberoamerikanischen Filmfestival in Huelva und zuvor auch in San Sebastian und Valladolid erlaubten ihm einen Einblick in das spanischsprachige Filmschaffen aus Spanien und Lateinamerika, wie es kein anderer Voralberger hat! Leider kommt nur ein winziger Bruchteil der jährlich rund 70 - 80 spanischsprachigen Filme in die österr. Verleiher; im lusophonen Bereich schaut es noch schlechter aus. 
Leider ist in den letzten Jahren die Zusammenarbeit mit Dritten etwas eingeschlafen, dennoch versuchten wir es bei "Garaje Olimpo" 2004 mit Amnesty International.
2005 - 2007 kommt es zur Veranstaltung von Kinderrechtsfilmtagen durch die Vbg. Filmclubs. 2008 kommen diese nicht mehr zustande. Allerdings gab es 2008-2010 wiederholt eine Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems.

 


1999 und 2002 wurden bei der Generalversammlung des FKC erneut die Ideologie bekräftigt, keinen Millimeter US-Film zeigen. (Gründe sind hier im Internet nachzulesen)


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letzte Aktualisierung: 28.8.2010

Norbert Fink