Hampstead Park – Aussicht auf Liebe

GB 2017, 103 Min, Cinemascope
Regie: Joel Hopkins, gesehen in DF.

Emily, eine verwitwete Amerikanerin lebt über ihre Verhältnisse in einer noblen Parkgegend bei London. Sie ist arg verschuldet und kann die Instandhaltung ihrer Wohnung nicht bezahlen. Mehr aus Langeweile denn aus Überzeugung trifft sie sich mit ihren versnobbten und neugierigen Nachbarinnen. Eine solche verkuppelt sie mit einem Steuerberater, der ihre Finanzen in Ordnung zu bringen verspricht. Doch der macht sich falsche Hoffnungen, denn eines Tages, als sie mit einem alten Fernglas vom Dachboden auf den Park blickt, beobachtet sie, wie Harry, der in einer Hütte im Park „illegal“ lebt zusammengeschlagen wird und ruft die Rettung. So kommt sie endlich in engeren Kontakt zu dem Kauz, der sich nicht einmal von ihrer Wohltätigkeitsorganisation helfen lassen will. Spätestens als seine Hütte verwüstet wird und er bei ihr einzieht, schweben sie auf Wolke 7. Doch ein Räumungsbescheid macht ihm das Leben schwer, außerdem habe er keine Steuern bezahlt.

Es gelingt Emily und ihrem Anwalt nachzuweisen, dass er seit über 13 Jahren dort lebt und sich das Wohnrecht „ersessen“ hat…
Die Story soll wahr sein! Nun, eine realistische Auseinandersetzung mit dem Thema Obdachlosigkeit darf man sich nicht erwarten, auch kaum eine Romeo-und-Julia Geschichte.
Der Grundgedanke ist nett, hätte aber auch für einen Kurzfilm gereicht. Diane Keaton spielt souverän.

**Doch der Film hat mich in seiner Märchenhaftigkeit kaum berührt, er ist schön fotografiert, aber durch und durch harmlos und echte Probleme werden ausgeklammert.

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