Everest

Everest 3D
GB/USA, 2015,  122 Min

Regie:  Baltasar Kormákur
Imax 3D –4K –  Dolby Atmos Immersive

Da der Film im grossen und ganzen auf historischen Tatsachen beruht, ergeht es dem Zuschauer wie bei andere historischen Ereignisse, man
weiß oder ahnt wie es ausgeht, jedenfalls nicht für alle gut.
Im Mai 1996 wollen gleich mehrere Teams am selben Tag, nämlich am 10. den höchsten Gipfel der Welt stürmen und es wird ganz ordentlich
Staus geben. Zwar vereinbaren die konkurrierenden Abenteuerveranstalter sich gegenseitig im Notfall zu helfen, doch ist kein Team bereit den
Zeitplan zu ändern. Natürlich passiert dann Unvorhergesehenes, es gibt zu wenig Sauestoff und an  einer besonders gefährlichen Stellen fehlt
das Basisseil.Der Abstieg erfolgt dadurch für einige viel zu spät, das Wetter schlägt rasch um, Schneestürme und Lawinen geben das ihre dazu
und so überleben einige dieses ehrgeizige Bergabenteuer nicht. Die ersten Dreiviertelstunden sind typische amerikanische Einführung, die
Familiengeschichten und andere biografische Details, als dann der eigentliche Aufbruch vom 3. Hochlager beginnt, wird es schon spannend.
Trotzdem lebt der Film nur von den grandiosen, in aufwändiger Imax-3D-Technik gedrehten Aufnahmen. Eigenartig ist dabei, dass in so
mancher Totale oder Luftaufnahme alles wie Spielzeug aussieht, während die Dialogszenen recht realistisch sind. Allein durch die 3D-Technik
wird einem fast auch als Zuschauer schwindlig, wenn die Personen über eine Aluleiter über riesige Gletscherspalten gehen müssen, und das mit
Eishaken an den Schuhen, oder wenn wir von oben sehen, wie schmal der Pfad an der Felswand ist.
Technisch ist der Film auch ein kleiner Meilenstein, ist er doch (im Imax Kino) in Dolby Atmos Immersive verfügbar, wo unzählige
Lautsprecher, sogar an der Decke für präzisen Raumton ebenfalls in allen drei Dimensionen sorgt. Erst seit einem Monat ist auch das
Hohenemser Imax als drittes in Österreich mit dieser Technik ausgestattet. Allerdings üppige oben-unten Stereoeffekte konnte ich nicht
ausmachen.
Gedreht wurde der Film in Nepal an den Ausläufern des Everest, in den italienischen Alpen sowie in den Cinecittà Studios in Rom und den
Pinewood Studios in Großbritannien, nicht alle Aufnahmen sind also echt.
*** Insgesamt fasziniert der Film rein technisch mit atemberaubenden Bildern vom Mount Everest,
rein dramaturgisch und inhaltlich fand ich ihn bei weitem nicht so aufregend, obwohl er zwar manchmal sentimental, aber doch nicht
esoterisch wird.

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