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Señora Teresas Aufbruch in ein neues Leben

21. Februar @ 18:00 - 20:00

€10

La novia del desierto

La Novia del Desierto

Argentinien/Chile 2017, 78 min,  span. O.m.U., Cinemascope
Regie: Cecila Atán , Valeria Pivato

Ein Roadmovie über eine zunächst scheue und in sich gekehrte Frau, die immer mehr aufblüht. – „Ein Erstling von seltener Reife, visueller Brillanz, stupender Einfachheit der Erzählung, der schlicht nichts fehlt.“ (clarin.com.ar)

Goldener Columbus, Iberoamerik. Filmfestival Huelva 2017;
Un certain regard, Festival Cannes 201;
Havanna 2017: bestes Erstlingswerk.

Argentinien/Chile 2017, 78 min,  span. O.m.U., Cinemascope
Regie: Cecila Atán , Valeria Pivato

 

Seit vielen Jahren arbeitet die 54-jährige Teresa Godoy (Paulina García, bekannt aus „Gloria“)) als Hausmädchen in einem Einfamilienhaus in Buenos Aires. Doch dann ist die Familie, für die sie arbeitet, gezwungen, das Anwesen zu verkaufen und umzuziehen. Notgedrungen macht sich daher Teresa auf den Weg in die Stadt San Juan, wo sie eine neue Arbeitsstelle gefunden hat. Dazu muss sie jedoch die argentinische Wüste durchqueren, wozu sie keine sonderlich große Lust verspürt. Und es kommt wie es kommen muss: Beim ersten Zwischenstopp verliert Teresa ihre Tasche und all ihren Besitz, als sie beim fahrenden Händler El Gringo (Claudio Rissi) ein Kleid anprobiert und dieser die Tasche versehentlich in seinen Wagen lädt. Am nächsten Tag trifft Teresa den Händler wieder und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach ihren Habseligkeiten. Dabei kommen sich die beiden langsam näher…

Teresa arbeitet seit Jahrzehnten als Hausmädchen für eine Familie in Buenos Aires. Als die Familie ihr Haus verkaufen muss, ist Teresa gezwungen, eine Arbeitsstelle im weit entfernten San Juan anzunehmen. Obwohl ihr das Reisen nicht besonders gefällt, bricht sie auf eine Reise durch die Wüste auf. Bei ihrem ersten Zwischenstopp, im Land der wundersamen „Heiligen Correa“, verliert sie ihre Tasche mit all ihren Habseligkeiten. Durch diesen Zwischenfall lernt sie El Gringo (Claudio Rissi) kennen, einen fahrenden Händler, der ihr als Einziger weiterhelfen kann, ihre Tasche wiederzufinden. Was wie das Ende ihrer Welt schien, wird, erweist sich als ihre Rettung.

Während die Menschen in der Stadt nicht viel freier wirken als ihre in Käfigen gehaltenen Singvögel, breitet sich die Wüste in weiten Western-Kadrierungen aus und die Tonspur lässt häufig den Wind erzählen. Eigenwillig ist der Einsatz von Unschärfe. Immer wieder liegt der Schärfebereich ausschließlich bei der Protagonistin, während sogar wichtiges Geschehen im Hintergrund unscharf bleibt. Das sorgt im Zusammenspiel mit der Langsamkeit und der sowieso schon leicht schwebenden, traumartigen Atmosphäre mit spärlichen Dialogen für eine Betonung der Innensicht der Hauptfigur. Denn Teresa befindet sich selbstverständlich nicht nur auf einem Roadtrip, sondern auch auf einer Reise in ihre eigene Seele, und die sich anbahnende Romanze mit El Gringo ist dabei nur ein Aspekt. Dieser fügt sich in ein größeres, existentialistisches Bild von Verlust, Aufbruch und Erfahrung ungeahnter Freiheit ein – bis das von Sorgenfalten geprägte Gesicht von Paulina García irgendwann von innen her zu strahlen beginnt. »La novia del desierto« gelingt es, von dieser Selbstfindung kitsch- und klischeefrei zu erzählen, bisweilen gar so meditativ und leicht wie ein Haiku.

Unsere Korrespondenten Sarita und Ray berichteten vom Festival Huelva:
Die Liebe zum Leben und zu menschlichen Werten wird in diesem Film gezeigt. Das Grau und die Dunkelheit der Bilder verstärken die Persönlichkeit des Protagonisten, die Großartigkeit der Wüste und die Freiheit der Landschaft.
Zarte Geschichte um eine Liebe im Alter, in dem sie die Liebe finden, wenn es scheint, dass alles schon vorbei sei und es keine Hoffnung mehr gibt.
Gewinnt den Hauptpreis, den „Goldenen Columbus“ von Huelva, sowie für die beiden Hauptdarsteller die Preise für die besten DarstellerInnen.

„Señora Teresa…“ ist ein Road-Movie und eine Liebesgeschichte zugleich. Teresa vergisst auf dem Weg in eine entfernte Stadt, wo sie Arbeit gefunden hat, ihre Handtasche, in der alle Sachen sind. Auf der Suche nach ihr findet sie aber auch eine neue Liebe. Das Besondere daran ist jedoch, dass die beiden Protagonisten weder jung noch schön, sondern einfache ältere Menschen sind. Der Originaltitel „La Novia del Desierto“ (Die Braut der Wüste) ist ebenso treffend. (Norbert Fink)

Trailer: https://youtu.be/WODQv24oSxY?t=2

Details

Datum:
21. Februar
Zeit:
18:00 - 20:00
Eintritt:
€10
Website:
http://www.cinema-dornbirn.at

Veranstalter

FKC Dornbirn
Website:
http://www.fkc.at

Veranstaltungsort

Cinema Dornbirn
St.-Martin-Str. 3
Dornbirn, Vorarlberg 6850 Österreich
+ Google Karte
Telefon:
05572/21973
Website:
http://www.cinema-dornbirn.at/

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