Esen Işik zu Gast beim FKC

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Am Donnerstag, 22.9.16 empfingen Anita und Norbert am Bahnhof St. Margrethen die aus Zürich ankommende Schweizer Regisseurin mit türkischen Wurzeln. Sie hat heuer mit dem Film KÖPEK nicht nur den Schweizer Filmpreis gewonnen, sondern wurde mit diesem Spielfilm auch unter den Top 50 für den Europäischen Filmpreis nominiert.

Wir fuhren mit ihr aufs Bödele, wo sich eine herrliche Aussicht in den Bregenzer Wald bot, und dann weiter nach Schwarzenberg und Alberschwende.

 

Esen Isik

Esen Isik zu Gast beim FKC

Nach dem bewegenden Film über Gewalt an Frauen, Außenseitern und Wehrlosen, der Pippa Bacca, einer Künstlerin und Friedensaktivistin, die 2008 in Istanbul vergewaltigt und ermordet wurde, kam eine tiefreichende Diskussion in Gang. So berichtete Frau Işik von ihren Schwierigkeiten, den Film in Istanbul drehen zu können. Erst eine Intervention des Schweizer Kultusministeriums in Ankara verschaffte die Drehgenehmigung, bei der Szene mit der Transsexuellen gab es tätliche Angriffe auf die Filmcrew, die von der Polizei nur bedingt verhindert wurden. Vor einigen Wochen erst wurde eine andere Transsexuelle ermordet, auch sie bewarb sich beim Casting für diesen Film.
Allerdings ist Gewalt gegen Frauen kein typisch türkisches Phänomen, sondern kommt in vielen Ländern vor. Der Film ist in der Türkei zwar auf zwei kleinen Festivals gelaufen, hat jedoch dort keinen Verleih gefunden und nach den jüngsten Ereignissen will ihn auch kein Kino zeigen. Er wird im Oktober in Deutschland anlaufen und es ist wir hoffen, dass er dort mehr Besucher als in Österreich erreicht.

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