Dunkirk

Dunkirk

Christopher Nolan,  GB, NL, F, USA 2017, 106 Min

Der technisch brillante Film – er wurde in analogem 70mm (teils im noch größeren IMAX 65, teils in Panavison 65)  aufgenommen – sollte deshalb unbedingt in einem Imax- oder 70mm – Kino angesehen werden. Nachdem vorletztes Jahr „The Hateful 8“ nach vielen Jahren wieder in 70mm gedreht wurde und einige Kinos ihre 70mm Anlagen restaurierten, erschien heuer dieser Film optional im Königsformat.
Rein inhaltlich ist der Film etwas dünn. Es geht um die Situation der britischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg, als die Wehrmacht Dünkirchen eingekesselt hatte.
Es wird auch nicht darüber spekuliert, warum Hitler den Panzerangriff auf die in Dünkirchen eingeschlossenen französischen und britischen Truppen gestoppt hat. Die Luftwaffe mit ihren Stukas und deutsche U-Boote griffen die wenigen Boote, welche die 200.000 Soldaten evakuieren sollten, effizient an.
Es waren britische Zilvilisten, welche ein Boot besaßen und nach Dünkirchen fuhren, um ihren Soldaten zu helfen. Dies gelang tatsächlich.

Die Helden des Films sind vor allem drei britische Spitfire-Piloten, welche einige deutsche Flugzeuge abschossen, aber manchmal auch selber getroffen wurden, ferner ein Pensionist mit seinem Boot, der seinen Enkel verlor, als er auf dem Meer einen Soldaten aufnahm, der gerade der Hölle Dünkirchens entkommen ist und sich mit allen Mitteln wehrt, wieder dorthin zurückzukehren. Zwei Franzosen, welche sich unter die Engländer mischen, sorgen auch noch für Spannung. Die Masse der Soldaten bleibt anonym, die Deutschen haben kein Gesicht, man erkennt sie höchstens an den typischen Helmen.
Die Musik von Hans Donner lässt die Bombenangriffe vorahnen und ähnelt einer Geräuschkulisse von Sirenen.

*** Die Stärke des Films sind die Massenszenen und die Darstellung des Luftkampfes, man kann erahnen, wie man sich als einfacher Soldat gefühlt haben muss.

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