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Das ist unser Land! – Chez nous

Das ist unser Land! – Chez nous

Frankreich/Belgien 2017, 117 min,  franz. O.m.U., Cinemascope
Regie: Lucas Belvaux

Eine Krankenpflegerin kandidiert für Bürgermeisterwahlen auf einer rechtsextremen Liste, wird jedoch bloß von einer skrupellosen Parteichefin für deren Zwecke eingespannt. – „Lucas Belvaux zeichnet das eindrückliche Porträt einer an den Front National angelehnten Partei und legt so die Mechanismen rechtsextremer Politik offen.“ (epd Film)


Der Film startete aktuell zum französischen Wahlkampf, Ähnlichkeiten mit Frau Marine Le Pen dürften nicht ganz zufällig sein.

Pauline ist eine selbständige Krankenpflegerin und überall beliebt. Der Arzt ihrer Mutter überredet sie dazu sich als Bürgermeisterkandidatin einer rechtsextremen lokalen Partei aufstellen zu lassen.
Zufällig verliebt sie sich in einen Schulkollegen, ein mit einschlägigen Symbolen tätowierter paramilitärischer Rechtsextremist, der ihre Kinder zu Kriegsspielen mitnimmt. Der Film zeigt die Methoden der modernen Rechtsextremen auf, ihr geschultes Wording, mit dem sie scheinbar moderat und harmlos die Ängste der Bürger aufzeigen, ihre Aktivitäten in sozialen Netzwerken, ihre Hetze gegen den Islam. Doch auch Pauline ist nur ein Opfer, genauso wie ihr Freund. Sie wird die Marionette des „Blocs“ und kann keine freie Entscheidung mehr treffen. Sie soll sich von ihrem Freund trennen, weil sie sich offiziell von Rechtsextremen distanzieren und sich als weder links noch rechts bezeichnen sollen. Aber auch er wird von jenem Arzt gesteuert. Letztlich kann Pauline die Notbremse ziehen und sieht, wie schnell sie ausgetauscht werden kann, wenn die große Chefin es so will.
Gravierend betroffen sind alle persönlichen Beziehungen, ihr Vater, ein alter Kommunist, bricht mit ihr; viele ihrer alten Freundinnen und Kunden polarisieren sich politisch. Jedes vernünftige Zusammenleben wird vergiftet.

**** Herausragendes Beispiel der Arbeit nationaler Parteien und ihr Einfluss auf das Privatleben. (gesehen von Norbert beim Crossing Europe Filmfestival Linz, 2017)

 

Leo Kaserer mit „Last Fisherman“ beim FKC

Last Fischerman – Diskussion mit Leo Kaserer
Am 17. und 18.5.17 war Leo Kaserer zu Gast beim FKC.  Am Donnerstag abend ergab
sich im Cinema Dornbirn eine interessante Diskussion um seinen „Wohlfühl-Dokumentarfilm“, der den letzten traditionellen und nachhaltigen Fischer in Cornwall, Malcolm Baker, in den Vordergrund stellte.

Während der Film lief lud FKC-Obmann Norbert Fink Leo Kaserer zu einem Abendessen ins Gemsle ein.