Programm
Dezember 2006
1. Film
2.Film
Eintrittspreise: Normallänge 7€ - Weltlichtspiele Dornbirn
Donnerstag, 14. Dezember, 19:30 Uhr und Freitag, 15. Dezember, 21:30 Uhr
Lucy
Eine 18-jährige Mutter in Berlin versucht, zwischen
ihren Gefühlen und Pflichten gegenüber ihrem einjährigen Baby sowie ihrem
früheren Mädchenleben zu vermitteln und privates Glück zu finden. Die Ansprüche
und Verantwortlichkeiten, die die Erziehung des Kindes notwendig macht,
überfordern sie und die Beziehung zu ihrem neuen Freund. Ein aufmerksamer, genau
beobachtender Film als „éducation sentimentale“, der durch die große Präzision
gegenüber dem Milieu sowie das nuancierte Spiel der jungen Hauptdarstellerin
überzeugt. Dabei stellt die Kamera eine fast dokumentarische Intensität und Nähe
zu den Figuren her. (Filmdienst)

Donnerstag, 28. Dezember, 19:30 Uhr und Freitag, 29. Dezember 2006, 21:30 Uhr
Der Hals der Giraffe / Le Cou de la Girafe
Frankreich / Belgien 2004 - 84 Min - frz.
OmU .
Regie: Safy Nebbou
Darsteller: Sandrine Bonnaire, Claude Rich, Louisa Pili, Darry Cowl, Philippe
Leroy, Maurice Chevit, Monique Mélinand

Zart und gefühlvoll kommt er daher, ohne
kitschig zu sein oder ins Lächerliche abzurutschen: Safy Nebbous Debütfilm
Der Hals der Giraffe / Le Cou de la Girafe ist eine bewegende
Familiengeschichte, in der die neunjährige Mathilde (Louisa Pili) ihren kranken
Großvater aus dem Altersheim entführt, um ihn mit seiner Vergangenheit zu
konfrontieren und ein Familiengeheimnis zu lüften. Dazu nimmt die Neunjährige
eine Menge auf sich. Eines Nachts schleicht sie sich aus der elterlichen
Wohnung, in der sie mit ihrer allein stehenden Mutter Hélène (Sandrine Bonnaire)
wohnt. Der Großvater Paul (Claude Rich) ist nach einem Schlaganfall im nahen
Altersheim untergebracht, und so spaziert die Enkelin entlang der Bundesstraße
durch die dunkle Nacht. Ihr Ziel ist klar: Sie will ihren Opa aus dem Heim
entführen und die verschollene Großmutter finden, die die Familie vor 30 Jahren
verlassen hatte.

Diese rührende Familiengeschichte bietet neben aller Traurigkeit und ernsthaften
Themen liebevoll eingebauten Humor und wächst damit ans Herz. Wenn die Bewohner
des Altenheimes wie in bester Räuber-und-Gendarm-Manier das Verschwinden ihres
Freundes vor den Pflegern verheimlichen, möchte man lachen und weinen
gleichzeitig. Die nur knapp 90 Minuten des Filmes sind gefüllt mit einer
handvoll Nebenbei-Geschichten, die alle eine eigene Verfilmung wert wären. Die
Handlung aber wirkt stringent und verliert sich nicht Beiläufigkeiten. Nebbous
leichte Erzählweise wirkt gepaart mit eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen fast
märchenhaft, Figuren und Geschichte funktionieren über die zwischenmenschlichen
Verhältnisse und klaren Charakterisierungen - die strenge Mutter, der ängstliche
Großvater und das neugierige Kind. Zwei Handlungsstränge gehen ineinander über,
um die Suche nach der Familienidentität auf ein gemeinsames Finale hinzutreiben.
Die Macher des Filmes haben es sehr gut gemeint und mit viel Liebe eine
eindrucksvolle und sensible Geschichte auf die Leinwand gezaubert.
Neben Preisen für das Drehbuch erhielt Der Hals der Giraffe / Le Cou de la
Girafe unter anderem den Zuschauerpreis der Französischen Filmtage Dresden.
Totgesagte leben länger ! - es geht auch 2007 weiter ....
Programm Jänner 2007
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