Programm des FKC im Dezember 2003
1. Film 2. Film
Eintrittspreise: Normallänge 7€
Kino aus Lateinamerika
Mittwoch,
3.12.
- 21.35
Uhr - und Donnerstag
4.
12,2003
- 19.30 Uhr :
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Das letzte Kino der Welt mit:
Angela Molina (María),
Jean Rochefort (Edgard Wexley),
Vera Fogwill (Soledad), Fabián Vena (Pedro) u.v.a.
Argentinien in den 70er Jahren: die
Taxifahrerin Soledad flieht aus Buenos Aires und landet in Río Pico, einem
abgelegenen und total kinoverrückten Dorf ohne Radio und Fernsehen. Aber die
Filme werden in Carusos Kino derart ramponiert gezeigt, dass alle Kinogänger
schwere Verständigungsschäden davontragen. Eine Männerrunde beschließt, das
Übel mit einer dorfeigenen Wochenschau zu bekämpfen- samt der Hilfe des
Dorfgenies Tardini und Soledad als Moderatorin. Die verliebt sich in Pedro,
den Filmkritiker, und der französische Star des absurden Río-Pico-Kinos
besucht seine weltweit einzig verbliebenen Fans... |
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Sinopsis:
Soledad, una muchacha cansada de ser taxista en la infernal Buenos Aires, decide
viajar con su coche hasta la Patagonia. Recala en un pueblo cuyos habitantes
viven aislados y su único contacto con el exterior es un cine en el que se
proyectan viejas películas con rollos mezclados.
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Una joven taxista bonaerense escapa al sur en la búsqueda de un cambio de vida. Accidentalmente llega a un pueblo donde el único contacto con el exterior es a través de las viejas y maltratadas películas que proyectan en el cine local. |
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Mittwoch,
17.12.
- 21.35
Uhr - und Donnerstag
18.
12,2003
- 19.30 Uhr :
JAPÒN

Ein Film von Carlos Reygadas
Mexiko/Spanien 2002, 122 Minuten,
Farbe, 35mm, Cinemascope, Dolby SR,
Original mit deutschen Untertiteln
Ein namenloser Mann hinkt durch das mexikanische Hochland, auf einer Reise,
die seine letzte sein soll. Er hasst sich und hat genug vom Leben. Er sucht die
Einsamkeit der Berge, um sich auf den Tod vorzubereiten. In einem kleinen Dorf
findet er Unterschlupf bei Ascen, einer alten Witwe, die etwas abseits in einer
Steinhütte lebt. Ihr Neffe jedoch will sie aus der Hütte vertreiben.
Vorsichtig entwickelt sich zwischen dem Mann und Ascen eine Beziehung.
Gleichzeitig kämpft er jedoch mit seinem Drang nach Selbstzerstörung und seinen
Gefühlen für Ascen und dem Wunsch, ihr zu helfen.

Der Titel täuscht. Er beschreibt nicht den Film, folgt
lediglich einem Klang und ruft unterschiedliche Assoziationen hervor. Für den
Regisseur Reygadas die des mexikanischen Hochlands, einer grausamen und doch
wunderschönen Landschaft.
Diese bereist der namenlose Protagonist, um
Abschied vom Leben zu nehmen. Das Leben in „Japón“, in dieser rauen Umgebung,
präsentiert sich von Anfang an als dauernder Kampf ums Überleben. Die Bilder des
Todes finden sich überall.
In einem kleinen Dorf trifft der Lebensmüde auf Ascen, eine alte Frau. Zwischen
den beiden entwickelt sich eine Beziehung. Sie weckt in ihm Gefühle und Wünsche,
gleichzeitig kämpft er jedoch mit seinem Drang nach Selbstzerstörung.
Letztendlich findet der Fremde seinen Lebenswillen wieder, seine Ratlosigkeit
jedoch hat sich auf Ascen übertragen.

Das beeindruckende Debut Reygadas vereint die Dynamik zwischen den beiden
ProtagonistInnen mit gefühlvollen, weiten Landschaftsbildern und auffallendem
Sound. Purer, authentischer Ton, gepaart mit einer unvermittelten Präsenz der
Bilder, wird abgelöst von unrealistischen Geräuschen, die die psychologischen
Aspekte der Charaktere hervorheben. Die auf die stillen Momente einer
menschlichen Begegnung reduzierte Handlung lässt genügend Raum für
Interpretationen. Raygadas hat mit „Japón“ einen lyrischen Film geschaffen, der
sich deutlich vom heutigen, symbolbeladenen südamerikanischen Kino
unterscheidet.