Programm August 2006

1. Film    2.Film
Eintrittspreise: Normallänge 7€ - Weltlichtspiele Dornbirn

der aktuelle deutsche Film:


Donnerstag, 10. August, 19:30 Uhr und Freitag, 11. August, 21:30 Uhr

Elementarteilchen


D 2006, nach dem gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq, 120 Minuten, DF
Regie und Buch: Oscar Röhler
Mit: Moritz Bleibtreu (Bruno), Franka Potente (Annabelle), Christian Ulmen (Michael), Martina Gedeck (Christiane), Nina
Hoss (Jane), Corinna Harfouch (Dr. Schäfer), Tom Schilling (young Michael)       
        


"Michael (Christian ULMEN) und Bruno (Moritz BLEIBTREU) sind Halbbrüder, wie sie verschiedener kaum sein könnten. Ihre Mutter Jane (Nina HOSS) führte einst ein unbekümmertes Jet-Set-Leben – ihre Söhne wuchsen derweil getrennt voneinander bei den Großmüttern auf. Während der introvertierte Molekularbiologe Michael sich lieber um seine Genforschungen als um Frauen kümmert, drücken sich Brunos »Kontakte« zum weiblichen Geschlecht mehr im Kopf oder im Bordell aus.

Schließlich aber begegnen beide der Liebe ihres Lebens: Michael trifft seine ehemalige Schulfreundin Annabelle (Franka POTENTE) wieder, mit der ihn seit Kindesbeinen eine scheue Zuneigung verbindet. Bruno dagegen lernt in einem esoterischen Urlaubscamp Christiane (Martina  GEDECK) kennen, mit der er endlich auch seine sexuellen Obsessionen ausleben kann. Doch das Glück scheint von kurzer Dauer – beide Frauen erkranken schwer. Bruno und Michael stehen vor einer ultimativen Entscheidung: altgewohnte Einsamkeit oder neuartige Zweisamkeit."


"Dort wo Houellebecq – etwa in naturwissenschaftlichen Exkursen oder der Satire auf die Selbsterfahrungsindustrie – mal dröge, mal munter ins Schwafeln kommt, hat Roehler diszipliniert gestrichen; wo wiederum sexuelle Schlüsselreize die Romanhandlung illustrieren, inszeniert er sie exakt, ohne sie visuell auszubeuten; und für die notwendigen Rückblenden des auf verschiedenen Zeitebenen hin und her springenden Geschehens findet er immer wieder hinreißende, fast auf Traumbilder reduzierte Szenen. Zweite Sensation: Der souveräne Umgang mit dem schwierigen Material bereitet den Boden für zwei der schönsten, melancholischsten, gebrochensten Skizzen der Liebe, die man seit langem im Kino hat sehen können.


http://www.elementarteilchen.film.de/


Donnerstag, 24. August, 19:30 Uhr und Freitag, 25. August, 21:30 Uhr

Knallhart


D 2006, 98 Minuten, DF
Regie: Detlev Buck;
Drehbuch:   
Zoran DrvenkarGregor Tressnow
Schauspieler: 
Jenny Elvers-Elbertzhagen, Jan Henrik Stahlberg (Dr. Peters), Erhan Emre (Hamal), Kida Ramadan (Barut), David Kroß (Michael Polischka), Eva Loebau (Elke), Hans Löw, Oktay Özdemir (Errol), Arnel Taci (Crille)



Der fünfzehnjährige Michael Polischka (David Kross) muss mit seiner Mutter Miriam (Jenny Elvers-Elbertzhagen) vom reichen Berliner Stadtteil Zehlendorf in den armen Bezirk Neukölln ziehen, weil der Liebhaber seiner Mutter sie sexuell nicht mehr attraktiv genug findet und deshalb kurzerhand rausschmeißt. Neukölln ist da, wo Berlin am meisten Street Credibility zu bieten hat: sozialer Brennpunkt, hoher Anteil von Migranten aus verschiedensten Kulturkreisen, viel Kriminalität usw., knallhart eben. Der neue Mitschüler aus Zehlendorf sieht in den Augen des gefürchteten Erol (Oktay Özdemir) und seiner Gang wie ein ideales Opfer aus. Gleich am ersten Schultag wird Michael von ihnen verprügelt, abgezogen und muss ihnen von nun an regelmäßig Schutzgeld zahlen. Seine neuen Freunde Crille (Arnel Taci) und Matze (Kai Michael Müller), mit denen zusammen er gleich mal die Villa von Mamas bösem Ex-Freund ausraubt, können gegen Erol und seine Gang auch nichts ausrichten. Und Kommissar Gerber (Hans Löw), der eigentlich wegen dieses Einbruchs ermitteln sollte, aber bald viel stärker an Michaels Mutter interessiert ist, erscheint ihm ebenso wenig als ein geeigneter Ansprechpartner. Doch dank seiner kleinkriminellen Freunde begegnet Michael dem Drogendealer Hamal (Erhan Emre). Hamal erkennt in dem mutigen und verzweifelten 15-Jährigen mit dem unschuldigen Gesicht einen perfekten Drogenkurier. Er bietet Michael seinen Schutz an, wenn der für ihn arbeitet. Michael sagt danke. „Danke ja oder danke nein?“ „Danke ja.“ das geht erst einmal gut und dann katastrophal daneben, bis zum knallharten Ende.


September

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