Programm des FKC im Juli 2003

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Mittwoch, 9. 7. -  21.30 Uhr -  und Donnerstag 10.7. 2003  - 19.30 Uhr :

À la folie ... pas du tout
Wahnsinnig verliebt
Der "Amelie"-Nachfolgefilm nun auch im FKC
F 2002, 92 Min, dolby digital, frz. O.m.U.
Regie: Laetitia Colombani   

WAHNSINNIG VERLIEBT [À la folie . . . pas du tout]

Regie: Laetitia Colombani. Drehbuch: Laetitia Colombani, Caroline Thivel. Kamera: Pierre Aïm. Schnitt: Véronique Parnet. Musik: Jerôme Coullet. Ton: Marc-Antoine Beldent, Cyril Holtz. Ausstattung: Jean-Marc Kerdelhue. Kostüm: Jacqueline Bouchard. Produktion: Téléma, TF1 Films. Produzent: Charles Gassot. Mit: Audrey Tautou, Samuel Le Bihan, Isabelle Carré, Sophie Guillemin, Clément Sibony, Elodie Navarre, Eric Savin, Vania Vilers, Michèle Garay, Catherine Cyler, Mathilde Blache, Charles Chevalier, Michael Mourot, Yannick Alnet, Nathalie Krebs, u. a. Frankreich 2002, 92 Minuten, Farbe, 35 mm/1 : 1,85/Dolby Digital,  frz. OmU
Verleih gefördert durch das Media-Programm der Europäischen Union
Für sie ist es die große Liebe: Angélique (Audrey Tautou) liebt Loïc, den smarten Herzchirurgen. Da dieser aber unglücklicherweise mit einer Anderen verheiratet ist und zu allem Überfluss auch noch Vater wird, werden die Gefühle der jungen hübschen Kunststudentin auf eine harte Probe gestellt. Heimliche Treffen, einsame Nächte und tagelanges Warten sind offenbar alles, worauf Angélique hoffen darf. Doch dann wendet sich das Blatt. Nach einer Fehlgeburt verlässt Loïcs Frau Mann und Haus, nichts steht der Verwirklichung von Angéliques Träumen mehr im Wege . . .
Aus der anfänglichen Liebesgeschichte wird, ohne dass man es sich versieht, ein Thriller, der es in sich hat. Nichts ist, wie es zu sein scheint. Warum wird der sonst eher ruhige Kommilitone David auf einmal so aggressiv? Wieso ist Angéliques beste Freundin Héloïse plötzlich deren erbitterte Feindin? Ist Loïc ein zu Recht beschuldigter Mörder? Und warum ist ausgerechnet Angélique die Einzige, die ihm helfen könnte?
"Er liebt mich, er liebt mich nicht . . ." - dieses Spiel um die Liebe ist bei diesem außergewöhnlichen Film, der bis zur letzten Minuten fesselt, Programm. Audrey Tautou zeigt sich nach der "Fabelhaften Welt der Amelie" diesmal von einer ganz anderen Seite.
Website zum Film
 

Ich schrieb nach der Sichtung:
Audrey Tautou, bekannt seit "der wunderbaren Welt der Amelie" spielt die Hauptrolle in diesem bemerkenswerten Film, der vor allem junge Mädchen in die Kinos lockt. Wie schon in "Lola rennt" wird eine Geschichte zweimal erzählt, zuerst aus der Sicht der Täterin, dann aus der völlig anderen Sicht des Opfers ... einer Wahn-Sinnig verliebten. Eine junge Frau liebt einen Kardiologen, schickt ihm Geschenke, ja sogar den Hausschlüssel, wartet vergebens auf ihn auf dem Flughafen, um in die Ferien zu fliegen, tötet die Leibesfrucht seiner Frau, bringt seine Ehe in Gefahr und versucht sich dann das Leben zu nehmen, wird aber (natürlich von ihm) gerettet und... (alles verrate ich nun doch nicht) , sie landet schließlich zwangsweise in der Psychiatrie. Diagnose: Erotomanie. Tolle Schlussszene: die Tabletten, die sie einnehmen hätten sollen, wurden zu einem Mosaik mit seinem Antlitz geformt und hinter dem Kasten abgespachtelt. Gewalt gegen Männer ist also lustig, vor allem wenn sie ausgeübt wird durch eine psychisch kranke Frau ...

 ***1/2 vergnüglich und kurzweilig, filmisch frisch, aber jugendfrei und brav....


Mittwoch, 23. 7. -   21.30 Uhr -  und Donnerstag 24.7. 2003  - 19.30 Uhr :

EL HIJO DE LA NOVIA
DER SOHN DER BRAUT

Argentinien 2001, 123 Min, span. OmU.

Für Rafael Belvedere fließt das Leben irgendwie dahin. Obwohl ihm etwas Jungenhaftes, Schelmisches anhaftet, findet er keine wirkliche Beziehung zu den Dingen und Menschen um sich herum. Am liebsten zappt er sich durchs Fernsehprogramm und will eigentlich nur die Folgen seiner alten Lieblingssendung aus Kinderzeiten sehen: "Zorro". Es braucht schon einen Herzinfarkt, mehrere Tage auf der Intensivstation und das unverhoffte Wiedersehen mit einem Jugendfreund, um Rafael begreifen zu lassen, dass er sein Leben in die Hand nehmen und Entscheidungen fällen muss. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass es ohne Liebe, Familie und Freunde nicht geht, dass seine Freundin Naty wirklich die Frau seines Lebens und sein Vater kein senil romantischer Greis ist.
 

Erst ein Herzinfarkt, mehrere Tage auf der Intensivstation und das unverhoffte Wiedersehen mit seinem Jugendfreund Juan Carlos, einem erfolglosen Schauspieler, der sich mit Statistenrollen begnügen muss, begreift Rafael, dass er sein Leben in die Hand nehmen und Entscheidungen fällen muss. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass es ohne Liebe, Familie und Freunde nicht geht, dass Naty die Frau seines Lebens und sein Vater kein senil romantischer Greis ist.

Nicht nur für Norma wird die Hochzeit der schönste Tag im Leben ...


Juan José Campanella ist eine wunderbare, oft turbulente Komödie gelungen, deren leise melancholische Zwischentöne uns vom Lachen zu Tränen der Rührung führen und auch uns bewusst machen, dass wir nur einmal leben. Dafür gab es 2002 eine Oscar-Nominierung.

Website zum Film

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Abschlussfilm von Michael Wieser in den Weltlichtspielen:

Nur Mittwoch, 30.7.2003 – 20.00

Cinema Paradiso
Italien 1988, 170 Min
Regie: Giuseppe Tornatore

Durch den Tod eines alten Freundes wird ein 50jähriger Regisseur, der vor 30 Jahren Sizilien verließ, noch einmal mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Vor seinem geistigen Auge ersteht die Erinnerung an eine wunderschöne Freundschaft, die eng mit dem Kino seines Heimatortes und dem dortigen Filmvorführer verknüpft ist.
Ein ewig schönes Melodram übers Kinosterben.
(Aber keine Angst, nach dem Betriebsurlaub der Weltlichtspiele geht es weiter ...)


Achtung: Wegen Wechsel des Vertragspartners / Betreibers der Weltlichtspiele machen wir im August Pause !
Wir starten im September wieder mit neuem Schwung und mit 3 Filmen !


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