Programm Juni 2006

1. Film   2. Film  3. Film
Eintrittspreise: Normallänge 7€ - Weltlichtspiele Dornbirn

Aktuelle Filme


Donnerstag, 1. Juni, 19:30 Uhr und Freitag, 2. Juni, 21:30 Uhr

Die Blutritter


D 2004, Regie: Douglas Wolfsperger, auf 35mm übertragen, 86 min.

http://www.blutritter-derfilm.de/

Ganz in unserer Nähe, in Weingarten bei Ravensburg findet alljährlich die größte
katholische Reiterprozession der Welt statt, 300 Reiter (nur männliche!) und
rund 30 - 40.000 Gläubige nehmen daran teil, wenn am Blutfreitag eine Reliquie
mit einem angeblichen Blutstropfen Jesu verehrt wird.

Der witzige Dokumentarfilm zeigt in erfrischend "politisch unkorrekter" Weise
das Leben dieses oberschwäbischen Völkleins, mit seiner Volksgläubigkeit.

Von zwei älteren schwulen Herren bis zu einem echten Eingeborenen, der sich eine
Afrikanerin zu Frau nahm, von Karl-May Fans mit Indianerschmuck, über den
Apotheker, Vorstand des Organisationskomitees bis zum
Abt der Basilika, alle kommen zu Wort und geben Erstaunliches und Erheiterndes von sich.




Ein unterhaltsamer  Dokumentarfilm über ein Städtchen und ihre Einwohner, wo scheinbar die katholische Kirche noch im Zentrum des gesellschaftlichen Lebens steht.

***
(gesehen und empfohlen von Urs und Nobi)

 


Donnerstag, 15. Juni, 19:30 Uhr und Freitag, 16. Juni, 21:30 Uhr

Bombón - El perro

Argentinien 2004, 97 Min., spanische OmU; ein Trigon-Film

Angesiedelt in der Einöde der patagonischen Landschaft, erzählt der Film die Geschichte eines arbeitslos gewordenen Mechanikers, der einen Hund geschenkt bekommt und mit diesem sein Glück als Hundezüchter versucht. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass Bombón ein Dickschädel ist, der nicht alles mit sich machen lässt.
Anders als viele Filmhunde zeichnet sich Bombón weder durch heldenhafte Taten, besondere Tollpatschigkeit noch außergewöhnliche Intelligenz aus – er ist einfach nur Hund – wenn auch einer mit starkem eigenem Willen. Und so vermittelt denn der Film auch keine übertrieben idealisierte Mensch-Hund-Beziehung.
Die Erzählweise hat Sorin bewusst minimalistisch gestaltet, aber auch die karge Landschaft, die Reduktion auf wenige einfache Figuren oder die kurzen Dialoge tragen zum schlichten Stil des Films bei. Trotz aller Einfachheit ließ es sich Sorin aber nicht nehmen, die Bilder sorgfältig und kunstvoll zu komponieren.
Die Besetzung durch Laienschauspieler hat sich als Glücksfall erwiesen: Der Versuch des Regisseurs, einen Film im Grenzbereich zwischen Fiktion und Dokumentarfilm zu realisieren, ist sicher auch dank Villegas echter und überzeugender Darstellung geglückt, der im normalen Leben Portier bei einer Autogarage ist.
Gerade weil der Film derart authentisch wirkt, ist es etwas enttäuschend, wenn der Hauptkonflikt auf eine ziemlich klischierte und absehbare Weise gelöst wird. (Andrea Lüthi; Independent Pictures)

en castellano


Donnerstag, 29. Juni, 19:30 Uhr und Freitag, 30. Juni, 21:30 Uhr

Tintenfischalarm

Elisabeth Scharang, 107 Min, A 2006, Videotransfer auf 35mm, Verleih: Polyfilm

Es geht um die Intersexualität: eines von 2000 Kindern wird ohne eindeutiges Geschlecht geboren. Die Ärzte empfehlen den Eltern meist, ein Mädchen daraus zu machen, weil dies einfacher sei. Alex wird Penis und Hoden entfernt und eine Scheidenplastik hineinoperiert. Er wird mit 14 eine Frau, erkrankt an Krebs (weil er den Körper ablehnt), empfindet die Ärzte als Peiniger. Kontakte zu XY-Frauen Selbsthilfegruppen und Intersexuellen in San Francisco helfen. Später lässt er sich die Brüste wieder weg operieren, nimmt Testosteron, geht in Psychotherapie, wird wieder ein Mann; doch in Wahrheit ist Alex dazwischen.

Der Film nimmt Stellung gegen die eigentlich unnötige Operation an Kindern und den Zwang ein Geschlecht anzunehmen.

Äußerst informativ und sehr berührend wird Alex´ Geschichte und seine Beziehung zu seinen Eltern, das Leid mit der Einsamkeit, die Schwierigkeiten mit der Sexualität erzählt.

http://www.tintenfischalarm.at


Ich schrieb:


***1/2 eindrückliche Dokumentation über Intersexualität am Beispiel von Alex, der uneindeutig geboren wurde, zum Mädchen umoperiert wurde und sich dann wieder zum Mann, so weit es ging, machen ließ. Rein psychisch ist und bleibt er dazwischen, doch das gibt es von Gesetzes wegen nicht !

Gesehen und empfohlen von Norbert


Programm Juli

zurück