Programm
Juni 2006
1. Film
2.
Film 3. Film
Eintrittspreise: Normallänge 7 - Weltlichtspiele Dornbirn
Aktuelle Filme


Donnerstag,
15. Juni, 19:30 Uhr und Freitag, 16. Juni, 21:30 Uhr
Argentinien 2004, 97 Min., spanische OmU; ein Trigon-Film

Angesiedelt in der Einöde der patagonischen Landschaft, erzählt
der Film die Geschichte eines arbeitslos gewordenen Mechanikers, der einen Hund
geschenkt bekommt und mit diesem sein Glück als Hundezüchter versucht. Doch er
hat nicht damit gerechnet, dass Bombón ein Dickschädel ist, der nicht alles mit
sich machen lässt.
Anders als viele Filmhunde zeichnet sich Bombón weder durch heldenhafte Taten,
besondere Tollpatschigkeit noch außergewöhnliche Intelligenz aus – er ist
einfach nur Hund – wenn auch einer mit starkem eigenem Willen. Und so vermittelt
denn der Film auch keine übertrieben idealisierte Mensch-Hund-Beziehung.
Die Erzählweise hat Sorin bewusst minimalistisch gestaltet, aber auch die karge
Landschaft, die Reduktion auf wenige einfache Figuren oder die kurzen Dialoge
tragen zum schlichten Stil des Films bei. Trotz aller Einfachheit ließ es sich
Sorin aber nicht nehmen, die Bilder sorgfältig und kunstvoll zu komponieren.
Die Besetzung durch Laienschauspieler hat sich als Glücksfall erwiesen: Der
Versuch des Regisseurs, einen Film im Grenzbereich zwischen Fiktion und
Dokumentarfilm zu realisieren, ist sicher auch dank Villegas echter und
überzeugender Darstellung geglückt, der im normalen Leben Portier bei einer
Autogarage ist.
Gerade weil der Film derart authentisch wirkt, ist es etwas enttäuschend, wenn
der Hauptkonflikt auf eine ziemlich klischierte und absehbare Weise gelöst wird.
(Andrea Lüthi;
Independent
Pictures)
en castellano
Es geht um die Intersexualität: eines von 2000 Kindern wird ohne eindeutiges Geschlecht geboren. Die Ärzte empfehlen den Eltern meist, ein Mädchen daraus zu machen, weil dies einfacher sei. Alex wird Penis und Hoden entfernt und eine Scheidenplastik hineinoperiert. Er wird mit 14 eine Frau, erkrankt an Krebs (weil er den Körper ablehnt), empfindet die Ärzte als Peiniger. Kontakte zu XY-Frauen Selbsthilfegruppen und Intersexuellen in San Francisco helfen. Später lässt er sich die Brüste wieder weg operieren, nimmt Testosteron, geht in Psychotherapie, wird wieder ein Mann; doch in Wahrheit ist Alex dazwischen.
Der Film nimmt Stellung gegen die eigentlich unnötige Operation an Kindern und den Zwang ein Geschlecht anzunehmen.
Äußerst informativ und sehr berührend wird Alex´ Geschichte
und seine Beziehung zu seinen Eltern, das Leid mit der Einsamkeit, die
Schwierigkeiten mit der Sexualität erzählt.
http://www.tintenfischalarm.at
Ich schrieb:
***1/2 eindrückliche Dokumentation über
Intersexualität am Beispiel von Alex, der uneindeutig geboren wurde, zum Mädchen
umoperiert wurde und sich dann wieder zum Mann, so weit es ging, machen ließ.
Rein psychisch ist und bleibt er dazwischen, doch das gibt es von Gesetzes wegen
nicht !
Gesehen und empfohlen von Norbert