Programm des FKC im März 2003
wir zeigten am Mittwoch, 12.3.2003
- 21.30 - und Donnerstag 13.3.2003, 19.30 Uhr
UTTARA
Indien 2000, 97 Minuten.
benagalische O.m.U.
Regie: Buddhadeb Dasgupta
Der für seine poetisch-ausdrucksstarke Filmsprache bekannte 58-jährige indische Regisseur und Schriftsteller Buddhadeb Dasgupta erzählt in "Die schöne Uttara" eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Hass, die gleichzeitig ein aktuelles Thema behandelt: den religiösen Fundamentalismus.
Die beiden Freunde Balaram und Nimai leben als Bahnwärter in der bengalischen Provinz. In jeder freien Minute üben sie miteinander den Ringkampf. Nichts scheint dieses harmonische Zusammenleben stören zu können. Doch als Nimai eines Tages sein Heimatdorf besucht und kurz darauf mit der schönen Uttara als Ehefrau zurückkehrt, wird seine Freundschaft zu Balaram auf eine harte Probe gestellt. Nimai fühlt sich von seinem Freund vernachlässigt, empfindet aber auch heftige Eifersucht, denn er hat sich selbst in Uttara verliebt. Die zunehmende Spannung äußert sich in der steigenden Intensität und Ernsthaftigkeit in ihren Ringkämpfen. Als eines Tages einige Fundamentalisten versuchen, den Dorfpfarrer zu töten, nehmen die in wütender Verbissenheit kämpfenden Freunde Uttaras Hilferufe nicht wahr und versäumen es, ein furchtbares Unglück zu verhindern. Trotzdem endet der Film im Zeichen der Hoffnung.
Mittwoch, 26.3.2003 -
21.45 -
und Donnerstag 27.3.2003, 19.30 Uhr
Blue Moon
Österreichisches Road-Movie mit Josef Hader
Österreich 2002. Regie: Andrea Maria Dusl. Mit Josef Hader, Detlev W. Buck,
Victoria Malektorovych. 90 Min.
mit Josef Hader, Detlev Buck u. a dt./engl/slowak/ukrain. OmU
Johnny Pichler betreibt die Suche nach dem Callgirl Shirley wie eine innsere
Immigration. Lvov, Kiew und Odessa sind die Zentren, in denen er genau das
findet , wonach er sucht: die unbekannte Schöne und ein paar Antworten auf seine
Fragen.
Das Erstlingswerk von Andrea Dusl wurde ausschließlich an Originalschauplätzen
gedreht!
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Ein lakonisch-skurriles Roadmovie durch den „wilden Osten“
mit Josef Hader und Detlev Buck.“Eine epische und melancholische Odyssee
durch die Länder des ehemaligen Warschauer Paktes, die mit leisem Humor die
schwierige Annäherung von Ost und West beschreibt.” (Blickpunkt Film )
Es ist die Liebe, die Johnny Pichler vom sicheren Westen tief in den Osten
Europas treibt. Johnny, der stoische Geldbote, sucht Shirley, eine mysteriöse
Blonde, die ihr Glück in Hotelzimmern verloren hat. Dabei findet er nur ihre
Zwillingsschwester Jana, die Taxifahrerin, die von ihrer Vergangenheit im
ukrainischen Lviv gefangen gehalten wird, und Ignaz, einen gestrandeten
Ostdeutschen, der durch den Postkommunismus stolpert. Ein Spiel von Nähe und
Flucht schickt sie alle auf eine wundervolle verschrobene Odyssee der Gefühle,
ehe über dem Hafen des fernen Odessa der Blaue Mond aufzieht...
Das Filmdebüt von Andrea Maria Dusl ist ein modernes Märchen über die Liebe
zwischen Ost und West; ein Roadmovie in jene Länder, die jahrzehntelang vom
Eisernen Vorhang verborgen waren. Diese Welt ist voller Entdeckungen für die
„Eroberer“ aus dem Westen, bis hin zur legendären Freitreppe von Odessa, auf der
Eisenstein in „Panzerkreuzer Potemkin“ den Kinderwagen rollen ließ. Während der
großmäulige Ignaz bei diesen Streifzügen wie die Karikatur eines
kapitalistischen Unternehmers wirkt und sich am Ende als kümmerlicher
Kleinkrimineller entpuppt, begeht Johnny seine Reise unbefangen und voller
Neugierde. Dabei hilft ihm der Umstand, dass er nur nach vorne schaut. Vieles
von der kauzigen Atmosphäre des Films wird durch die beiden männlichen
Hauptdarsteller bestimmt. Detlev Buck gibt in der Rolle des flatterhaften Ignaz
wieder Kostproben seines knorrigen norddeutschen Humors und der Kabarettist
Josef Hader spielt dem Johnny mit der nötigen Mischung aus trotzigem
Draufgängertum und kindlicher Naivität. Kurz: Ein skurril-schräges Kinowerk!
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