Programm
Jänner 2006
1. Film
2.
Film
Eintrittspreise: Normallänge 7 - Weltlichtspiele Dornbirn
Es geht weiter - zumindest bis April !!!
Dieser Monat ist den Meisterwerken Kim-Ki-Duks gewidmet
Donnerstag, 12. 1. 2006 -
19.30 Uhr und
Freitag 13.1. 2006- 21. 30 Uhr
BIN JIP - leere Häuser
Südkorea / Japan 2004 -
90 Minuten - Dolby Digital - OmU.
Regie: Kim
Ki-Duk - Darsteller: Lee Seung-yeon, Jae Hee, Kwon
Hyuk-ho, Joo Jin-mo, Choi Jeong-ho, Lee Joo-suk, Lee Mi-sook, Moon Sung-hyuk,
Park Jee-ah, Jang Jae-yong

Tae-suk bricht in Häuser ein, deren Eigentümer verreist sind. Er will
nichts stehlen, er will sich nur ein paar Tage sorgsam um den fremden Ort
kümmern und dort wohnen. In einer luxuriösen Villa trifft er das unglücklich
verheiratete Model Sun-hwa. Eine außergewöhnliche Liebe beginnt. Gemeinsam
ziehen sie von einer leer stehenden Wohnung zur nächsten, bis die Polizei ihrem
anarchischen Treiben ein vorläufiges Ende bereitet...
Nach seinem ersten großen Publikumserfolg „Frühling,
Sommer, Herbst, Winter ... und Frühling“ überrascht
der bei Festivals und Kritik bereits hochgelobte Koreaner Kim Ki-duk mit einer
zarten, surrealen Liebesgeschichte, die fast ohne Worte auskommt. In BIN-JIP
vermischen sich Traum und Realität, Melancholie und Humor zu einer Erzählung von
hypnotischer Schönheit. Häuser und Räume werden zur Metapher menschlicher
Geheimnisse, die es zu entdecken gilt. Die fremden Eindringlinge agieren wie
Geister aus einer anderen Welt. Für diese Regiearbeit wurde Kim Ki-duk 2004 beim
internationalen Filmfestival von Venedig mit dem silbernen Löwen ausgezeichnet.
FKC-Kritik hier
Donnerstag, 26. 1. 2006 - 19.30 Uhr und
Freitag, 27.1. 2006 - 21. 30 Uhr
The Isle - Seom
Kim Ki-duk, Republik Korea 2000, mit Jung Suh, Kim Yoo-Suk,
Cho Jae-Hyun, 85 min, OmU

An einem einsamen, See in wunderschönster Bilderbuchlandschaft vermietet die
Hee-Jin Hausboote zum Angeln. Sie stellt für Geld auch mal den eigenen Körper
zur Verfügung. Der junge Hyun-Shik ist nicht zum Angeln gekommen sondern um sich
das Leben zu nehmen. Aber die schweigsame Schöne entwickelt ein unüberwindbares
Interesse für ihn und beide allmählich ein Verhältnis voller gewaltsamer
Leidenschaft und besitzergreifender Besessenheit füreinander – bis sie wie
Fische am Haken des jeweils anderen zappeln...

Regisseur Kim Ki-Duk, das „enfant terrible“ der koreanischen Filmindustrie hat
sich wie schon in BIRDCAGE INN (Berlinale 1998) auf Außenseiter der Gesellschaft
„spezialisiert“. Erneut taucht er mit seinen Helden in ein gewalttätiges Märchen
ab, das mit Eifersucht und Selbstzerstörung, mit Angelhaken und Fäkalien, mit
Tier- und Menschenfleisch zu tun hat. Wenig bis kein Dialog, surreal anmutende
Impressionen einer nebelumwobenen (Traum-) Landschaft, eine präzise entwickelte,
vom Regisseur selbst verfasste Story und sorgsam gezeichnete Charaktere – das
sind die Grundfesten, auf denen Kims anrührendes Kammerspiel ruht. Die wunderbar
ruhig komponierten, stellenweise gar meditativen Bilder stehen im harten
Gegensatz zum explizit sado-masochistischen Liebesverhältnis der beiden
Hauptdarsteller. Diesem finsteren, seltsam stillen Schocker kann man sich schwer
entziehen. Sanfte Gemüter seinen jedoch gewarnt: Nicht für jeden Magen geeignet!
THE ISLE erhielt unzählige Preise auf zahlreichen Festivals, u.a. World Cinema
Award in Sundance 2001.
