Alpinale eröffnet

 

31. Alpinale Kurzfilmfestival in Nenzing
Am Dienstag, 9.8.2016 wurde die heurige Alpinale im fast ausverkauften Ramschwagsaal eröffnet. Dabei wurden zum zehnten Male die v-shorts von Vorarlberger FilmemacherInnen präsentiert. Dafür gibt es neben den goldenen Einhörnern nun einen eigenen, eher symbolischen Preis: eine Klappe in V-Form.

Die am Dienstag präsentierten Filme wiesen ein sehr hohes Niveau auf, drei gefielen mir besonders.

Felix Kalaivanan (A), der inzwischen an der Filmakademie in Wien studiert, drehte seinen 10 min. Beitrag der Kategorie v-shorts „Neujohr“ bewusst auf 16mm. Zwei ehemalige Schulfreunde treffen sich nach der durchzechten Silvesternacht in einer Schneelandschaft, der eine will den eingeschlafenen Kontakt wieder herstellen, der andere lehnt das ab. Für die Kürze hat der Film relativ viel Dialog, wird aber zum Schluss mit experimentellen Elementen optisch gut aufgelöst. ***

Witzig im Prinzip der Ansatz, insgesamt nicht ganz überzeugend war „Die Badewanne“ (D, A) von Tim Erich. Drei Brüder wollen für den Geburtstag der Mutter eine kindliche Badewannenszene nachstellen.**

Brillant und überzeugend hingegen „Voicemail“ von Eric Brehmer  (D) in der Kategorie Hochschule. Stefan wurde bei einer großen Boulevardzeitung als Karenzvertretung aufgenommen und soll den Fall einer nach einem Streit mit der Mutter verschwundenen Jugendlichen recherchieren. Er hackt ihren Handyzugang und hört ihre Anrufe ab, darunter die der verzweifelten Mutter. Die Polizei interpretiert das Abhören der Sprachnachrichten als Lebenszeichen der Tochter, statt nach der Leiche zu suchen. ****

In die Kategorie Animation fiel „Electrofly“ von Natalia Freitas (D), der durchaus innovativ war. **

„Am Ende der Wald“ von Felix Ahrens (D), Hochschule war ein 30 min- „Tatort“. Eine junge Polizistin erschießt einen Tschechen, der nach einer banalen Fahrzeugkontrolle flüchtet, sie vermutet in ihm einen Drogenkurier, doch er hatte nur keinen Führerschein und war betrunken. Sie bekommt Gewissensbisse und will sich bei der armen Bauernfamilie, aus der das Opfer stammt, entschuldigen. Dabei wird sie in dieselbe Lage wie er gelockt. *****

Bereits zur Oscar-Nomination schaffe es der russische Beitrag „We can´t live without cosmos“ von Konstantin Bronzit. Hart sind die Auswahlkriterien für die Kosmonauten. Zwei befreundete Kandidaten schaffen es, doch ein Unfall im Kosmos trennt die beiden vorübergehend. ***
Wenig berührt hat mich „The Fantastic Love of Beeboy and Flowergirl“ und „[Out of Fra]me“ (beide D, Hochschule).

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