Alpinale 2017

Bildbericht von der 32. Alpinale Nenzing

Die Alpinale Nenzing wurde am Dienstag, 8.8. im Ramschwagsaal eröffnet. Das Wetter liess keine open-air Aufführung zu.
Am  Mittwoch, 9.8.17 wagte man es draussen die Filme vorzuführen. Zwar gab es dichte Wolken, aber es war relativ warm. Erst beim zweiten Film nach Pause regnete es etwas – rasch wurden Regen Ponchos verteilt und es konnte wieder weitergehen.
Ich war heuer selbst im Vorauswahl Team. Das lief so ab: wir sollten – möglichst zu dritt – die Links auf einer Liste von youtube und vimeo-Seiten abarbeiten.
Mein Team erstellte eine Punkteschema, das Inhalt (Drehbuch), Aussage, Regiearbeit, Kamera und Schauspiel mit 1 -5 bewertete, maximum also 25 Punkte. Die „Top 10“ jedes Teams wurden dann von den Festivalmachern nochmals gesichtet. So waren unsere Favoriten nicht dabei, aber drei unserer Vorschläge wuren genommen (Watu Wote,  Australien, In Ayas Augen).
Immerhin, was wir einellig ablehnten, blieb abgelehnt und wurde nicht nochmals von anderen gesichtet.
Am Dienstag überzeugte mich „Das verstehe ich nicht“ , ein kurzer Vorarlberg-Short zum Thema Essen-im-Müll und von den Animationsfilmen „Bene´s Horizon“. Der Rest war eher bedrückend, B-Movie-artig. Alle Filme waren handwerklich gut gemacht.
Am Samstag gab es – wieder Open Air am vollen Ramschwag-Platz – die Preisverleihung und Vorführung eines Kinder-Animationsfilms und der Siegerfilme

Die Preisträger der 32. ALPINALE 2017:
Bester Kurzfilm in der Kategorie “v-shorts”:
Für eine Handvoll Silber
Im Stil eines historischen Western überzeugte vor allem die Kameraarbeit.

Bester Kurzfilm International: SCHROOT
Die sprichwörtliche Liebe zum Auto wird hier aufs Korn genommen. SCHROOT von Anthony Van Roosendael (Belgien) zeigt eine Liebe zu einem alten Wagen, der verschrottet werden muss. Eine Liebe bis zum Tod!

Bester Kurzfilm Animation: TIS
TIS von Chloë Lesueur (Frankreich) brachte eine neue, einfache Idee in den Animationsfilm: aus Papier ausgeschnittene Figuren und ihre Entwicklung im Leben.

Bester Kurzfilm Hochschule: WATU WOTE
Der in Kenya gedrehte Film überzeugte durch die klar erzählte Handlung einer wahren Begebenheit und Solidarität über Religionsgrenzen hinweg.

Preis der Jury: CHILD von Iring Freytag und Viktor Stickel.
Die Art der Animation stellte gewisse Anforderungen an den Zuseher und überzeugte die Jury wohl mehr als das Publikum.

Publikumspreis
THE CHOP von Lewis Rose (GB). Halal? Koscher? What does it matter?
Einer der wenigen lustigen Filme des Festivals überzeugte durch intelligenten Witz und Handlung: ein wahrer Künstler von Fleischhauer, ein Jude, verliert in London seinen Job, verkleidet sich als Muslim und wird vom einer „halal-Metzgerei“ angestellt, er ist jedoch so schnell und geschickt, dass ihm alles verziehen wird, als der Schwindel auffliegt, auch der frühere Arbeitgeber kämpft wieder um ihn!

 

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