Filmkulturclub Dornbirn
Edlach 4
A-6850 - Dornbirn
Fax und Tel. 05572 - 28447
E-Mail: nobi.fkc@vol.at
Internet: http://www.fkc.at/
DVR 0796573
Dornbirn,
am 1. Feb. 02
Betrifft: Endgültiger
JAHRESBERICHT 2001
Im Jahre 2001 wurden 54 reguläre Filmvorführungen (je 27 am
Donnerstag um 19.30 und am Mittwoch im Nachttermin, ca.21.30) in den
Weltlichtspielen Dornbirn durchgeführt, eine weitere Aufführung fand im
Kino Madlen in Heerbrugg (Schweiz) statt.
Sonderveranstaltungen:
3.3.2001 20 Jahre FKC
Zwar etwas verspätet, aber doch noch, veranstaltete der FKC im
"Gasthaus an der Furt" in Dornbirn am 3.3.2001 ein Fest. In einer
Power-Point –Show wurden die letzten 20 Jahre, von der Gründung bis dato,
aufgezeigt. Es spielte Sigi Konzett mit seiner eigens für uns
zusammengestellten "Non-Yankee-Jazzband" Musik aus jenen Ländern, aus
denen auch unsere Filme kommen, also vorwiegend aus Europa aus Lateinamerika –
vom französischen Zigeunerswing eines Jango Reinhard über Salsa bis zum
brasilianischem Bossanova (Antonio Carlos Jobim) reichte deshalb die Palette.
Der Event wurde von uns mitgeschnitten und Mitgliedern wurde eine Doppel-CD mit
der Musik angeboten, Ausschnitte wurden später auch im freien Radio
"Proton" in Dornbirn gesendet.
3.5.2001 Kino
Madlen, Heerbrugg, CH:
zum zweiten Male zeigte der "FKC international" eine
Auswahlschau von Filmen der Solothurner Filmtage 2001, der bedeutendsten
Werkschau Schweizer Filmschaffens: es wurden vier preisgekrönte Kurzfilme
(Broke, Credo, Bus Stop, Supernova) sowie der long metrage Dokumentarfilm
"Big Mac Small World"gezeigt.
Die im Jahr 1999 begonnen Zusammenarbeit mit diesem Kino in der unmittelbaren
Schweizer Nachbarschaft wurde somit fortgesetzt. Seither liegen gegenseitig die
Programme auf und es kommen vermehrt Besucher aus dem Schweizer Rheintal auch
zum FKC nach Dornbirn. (es kamen 50 BesucherInnen und somit genau gleich viele
wie im Vorjahr). Durch den Wechsel des Betreibers des Kino Madlen Heerbrugg ist
im Jahre 2002 eine ähnliche Veranstaltung leider sehr fraglich)
4.-5.7. 2001 Klaus Kinsky-Festival
In Zusammenarbeit mit den Weltlichtspielen beteiligten wir uns auch
am "Klaus Kinsky Festival" wir zeigten "Fitzcarraldo", den
alten Edgar-Wallace-Klassiker "die blaue Hand" und den Dokumentarfilm
"Mein liebster Feind" von Werner Herzog über Klaus Kinsky. (201
BesucherInnen) Übrigens widmete auch das renommierte Deutsche Filmmuseum
Frankfurt im Herbst 2001 diesem bedeutenden deutschen Schauspieler eine
Sonderausstellung.
5.-6.12. 2001 – Gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Hohenems und der Jewish Filmweek Vienna zeigten wir aus der Auswahl der Jüdischen Filmwoche Wien zwei Filme - den Dokumentarfilm "Jeckes" über die deutschen Juden in Israel und den Spielfilm "Inside Out" aus Südafrika. Letzterer wurde in engl. Originalfasung ohne Untertitel gezeigt. (20+36=56 BesucherInnen)
Filmklassiker
In Eigenimport aus Deutschland zeigten wir am 18/19.4.01 den
Eisenstein-Filmklassiker "Que viva Mexico!" aus dem Jahre 1932 in
restaurierter Fassung. (43 BesucherInnen)
Eigenimporte
Besonders aufwändig ist es, Filme aus dem Ausland zu importieren,
neben den speziellen Frachtbedingungen über private Paketdienste verweigert
auch die Weltlichtspiele den üblichen Service von Filmabholung/Rückbringung und
die Abrechnung.
Der slowenische Film "Express, express", mehrfach auf
Festivals ausgezeichnet, wurde ebenfalls von einem deutschen Verleiher
entliehen, wobei der Mehraufwand leider nicht vom Publikum honoriert wurde. (44
BesucherInnen).
Fortsetzung des zweiten Spieltermines -
Nachtvorstellung
Nach der erfreulichen Akzeptanz des zweiten Termins in den beiden
Vorjahren wurde dieser auch 2001 durchgehend mit befriedigendem Erfolg
angeboten.
Sponsoring
Erfreulicherweise ist es uns gelungen, wieder die Hypo-Bank
Vorarlberg als Sponsor zu gewinnen. Neben 7000 S (598,71€)in bar für den
erhöhten Post-Mailingaufwand übernahm sie für uns den Druck der ProgrammZettel.
Besucherzahlen:
Leider konnten die herausragenden Beuscherzahlen des Vorjahres nicht
wieder erreicht werden.
Im Jahre 2001 zählten wir inkl. Sonderveranstaltungen 2101 BesucherInnen.
(-604)
(2061 bei den Filmen). Dies bedeutet 76,3 BesucherInnen pro Titel
(bzw.Reihe), 31,8 um 21.30 zum Nachttermin und 45,7 zum Hauptabendtermin um
19.30 Uhr.
Die Ursachen sind vielfältig (Schwierigkeiten die gewünschten Filme zum
gewünschten Termin zu bekommen, erhöhtes Angebot anspruchsvollerer Filme in den
anderen Kinos)
Besucherschnittentwicklung:
2001 76,3 (-31,22)
2000: 107,52 (+ 21,98)
1999: 85,54 (+28,29)
1998: 57,25
1997: 50,7
1996: 50,9.

5 Filme wurden in spanischer Sprache (OmU) gezeigt und in
kastellanisch auch im Internet beschrieben. (http://www.fkc.at/esp.htm)
Diese spanische Linie zieht viele SpanischlehrerInnen und SchülerInnen von
Abendkursen und Menschen mit spanischsprachigem Freundeskreis an, sodass wir zu
einem der "Latino"-Treffs wurden . Die Besucherzahlen waren dabei gut
(bis 136 BesucherInnen beim chilenischen Film "El entusiasmo"
Im Berichtszeitraum 2001 wurden auch 3
österreichische Filme im FKC gezeigt,
"Gelbe Kirschen", "Normale Zeiten", "Mein Boß bin
ich" die (außer dem 2.) überdurchschnittlich angenommen wurden
Erfolgreichste Filme:
1. In the Mood for Love 177 BesucherInnen
2. TGV Express –165 BesucherInnen
3. Mein Boß bin ich – 153 BesucherInnen
4. El entusiasmo (Chile) 136 BesucherInnen
5. Lista de espera (Kuba) –120 BesucherInnen
Flops: (*nur eine Aufführung, z.T. nur im
Nachttermin)
1. Jeckes* – 20 BesucherInnen - trotz bester Bewerbung der jüdischen
Filmwoche
2. Lumumba / Mein liebster Feind* / die blaue Hand* je 26 BesucherInnen
3. Die innere Sicherheit - 29 BesucherInnen.trotz deutschem Bundesfilmpreis
4. Rosetta – 30 BesucherInnen – trotz "Goldener Palme" von Cannes
Grundsätzliche Philosophie des FKC ist es, jene Filme zu zeigen, die ohne unser Zutun nicht in eines der Vorarlberger Kinos gekommen wären. Dies bedeutet, dass keine Filme aus den USA in unserem Programm gezeigt werden. Wir zeigen deshalb bewusst Filme aus Österreich, Europa, Lateinamerika und "filmischen Entwicklungsländern" zeigen, sofern diese unsere künstlerische Mindeststandards erfüllen..
Weitere Aktivitäten des FKC:
Unser "ProgrammZettel"
erschien 5x als Programm-Info, Auflage 650 – 100050, A3-Fotokopie beidseitig
und wurde kostengünstigst hergestellt - auch keine Kosten für Grafiker.
Erfreulicherweise konnte die Hypo-Bank als Sponsor gefunden werden. Sie druckte
uns den ProgrammZettel gratis und legte 400 Exemplare in den Bankfilialen im
Rheintal aus.
Er beinhaltet neben einer verleiherunabhängigen Beschreibung auch aktuelle
Berichte über die Lage der Kinos. Immer wichtiger wird aber zusätzlich die
Internetpräsenz:
FKC im Internet:
Im März 2001 wurde eine kostenpflichtige First-Level-Domain unter www.fkc.at eingerichtet und neu gestaltet.
Sie löste die gratis Homepage unter einem deutschen Gratisanbieter (www.seeseiten.de) ab und führte zu einer
deutlichen Steigerung der Besucher von rund 140 auf bis 1180 (Dez. 01) pro
Monat.
Dazu wurden auch genaue Statistiken erstellt. (s.Anlage)
Allein im Dezember 2001 gab es auf dieser Homepage 8689 Hits, 7339
Fileviews, bzw. 4650 Pageviews von 1180
BesucherInnen.

Homepage mit Programm und vielen Festivalberichten, eigenen Filmkritiken,
Links und Infos
http://www.fkc.at
in spanischer Sprache unter ....../esp.htm
E-Mail: nobi.fkc@vol.at
FKC-Newsletter per E-Mail
Eine ständig wachsende Anzahl – zuletzt fast 200 Personen –
erhielten 29 x im Jahre 2001 per E-Mail kostenlos aktuelle Infos vom Obmann.
Dies erhöhte die Anzahl der Zugriffe auf die Homepage und führt immer wieder zu
spontanen Reaktionen.
Der Obmann, in seinem Hauptberuf EDV-Koordinator und Pagemaster beim AMS,
erstellte die Homepage selbst und kann den FTP-Transfer zum Server auch selber
durchführen.
Die Homepage wurde noch professioneller, es gibt auch viele Links zu anderen
Clubs, internationale Festivals und die Homepages der Filmproduzenten.
Viele Bilder und sogar eine mp3-Sounddatei von unserem 20 Jahres-Fest wurden
eingebettet.
Online-Veranstaltungskalender
"Vera"
Die Eingabe in den "Vorarlberg Online" und den
Dornbirn Online Veranstaltungskalender erfolgt seit November 1999 ebenfalls
durch uns selbst.
Besuche bei Filmfestivals:
Obwohl die Mitglieder nicht sicher waren, überhaupt eine
Kostenzuschuss für ihre Reisen zu den Filmfestivals zu erhalten, besuchten wir
(mind. 1. Person) im Jahre 2001
Solothurner Filmtage, CH (3 Personen)
Festival des Films aus Ländern des Südens, Fribourg, Schweiz, (1
Personen)
Filmfestival Locarno, CH (1 Person)
Alpinale Bludenz, A (2 Personen)
Int. Filmfestival Innsbruck, A (1 Person)
27. Int. Iberoamerik.Filmfestival Huelva / Andalusien -Spanien (1
Person)
Filmfest München (1 Person)
Mit der erfreulichen Tatsache, dass der Bund uns doch einen Jahresbeitrag gewährte, konnten im Dezember den aktiven Mitgliedern, keineswegs nur der Obmann, welche Festivals besuchten ein bescheidener Kostenzuschuss (max 50% der Hotel- und Flugspesen) ausbezahlt werden.
Probleme des FKC:
Erstens, dass sich zuwenig Mitglieder für ehrenamtliche Arbeiten zur
Verfügung stellen.
Zweitens – eingeschränkte Filmauswahl: da die Weltlichtspiele – und auch
andere Kinos - jetzt ein Nischenprogramm machen, um neben dem Cineplexx
bestehen zu können, kommen einige Filme jetzt auch ohne den FKC ins Kino, die
früher nie gezeigt worden wären, was unsere Filmauswahl zunehmend erschwert.
Insbesondere österreichische Filme werden durch das Normalprogramm der
Weltlichtspiele jetzt abgedeckt.
Die Ausweitung der Filmclubangebote in Vorarlberg – TASKINO im Oscar Kino
Feldkirch mit 2 Titel zu 5 Termin und des Filmforum Bregenz 2 Titel zu 4
Terminen pro Woche erhöhte vor allem die Filmbeschaffungsproblematik.
Außerdem zeigte manchmal auch die "Filmfabrik im Spielboden" Dornbirn
ausgerechnet auch am Donnerstag Filme. Die Filmfabrik zeigt sich aber bereit,
2002 Terminkollisionen zu vermeiden, da dies nur beiden Teilen schadet.
Drittens – Erhöhung der Portogebühren und Verschärfung der Versandbedingung
"Zeitung".
Durch die Sparmaßnahmen der Post war es uns im Jahre 2001 nicht mehr möglich,
in bisher großzügiger Form die ProgrammZettel zu versenden.
Alle ProgrammZettel mussten deshalb zu deutlich höheren Gebühren verschickt
werden
Plan 2002:
- weiterhin zwei Termine anbieten
-Filme ohne Verleih (Eröffnung mit "Heirate mir!") in Anwesenheit
von Regisseur und Stars,
- spanische Filmtage im März (Direktimport aus Spanien in Zusammenarbeit
mit der Spanischen Botschaft),
ev. die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems,
sowie weiterhin möglichst viele Filme aus Filme aus Lateinamerika und
Spanien in OmU-Fassung,
ohne die österr. und europäischen Filme zu vernachlässigen.
Weiterhin Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, die auch bereit sind, die
Hälfte der Ausfallhaftung zu übernehmen
Die Zusammenarbeit mit dem "Cinematograph" Innsbruck wird
fortgesetzt, wir zeigen weiterhin vor allem aktuelle neue Filme aus
aller Welt, informieren durch den ProgrammZettel. Auch die beliebten
Besuche der Filmfestivals im In- und Ausland als Motivation für die Aktiven
sollen erhalten bleiben. So möchten wir weiterhin möglichst viele Festivals im
deutsch- und spanischsprachigen Raum besuchen
– weiterhin Internetpräsenz und Newsletter
Finanzbedarf für das Jahr 2002:
... ist somit voraussichtlich im bisherigen Rahmen.
Einsparungsmaßnahmen sind keine möglich, sieht man davon ab, dass dieses Jahr
keine Festveranstaltung mit life-Musik mehr geplant ist.
Die Einnahmen betrugen 2001:
116.175 ATS – 8442 €
davon MB, Zinsen, Spenden 22.140,-- ATS - 1609€
Sponsoring, Beteiligung Dritter 10.006,-- ATS - 727€
Subventionen 84.000,-- ATS6105€
Die Ausgaben betrugen 2001
105.884,-- ATS – 7695€
davon Werbung, Programmzettel, Versand desselben: 20546,-- ATS - 1493 €
Zeitschriften, Bücher, Lexika auf CD-ROM: 4425,-- ATS - 322 €
Festivalbesuche – Reisezuschüsse: 4687,10 ATS - 341 €
Ausfallhaftung: 43.515,-- ATS - 3162 €
Sonderveranstaltungen und Eigenimporte: 17.119,-- ATS - 1244 €
Verwaltung, Büromaterial, Internetgebühren, sonstige Spesen: 15.592,-- ATS -
1133 €
Der Obmann:
(Dr. Norbert Fink)