Filmkulturclub Dornbirn
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Dornbirn, am 1. Feb. 02

Betrifft: Endgültiger JAHRESBERICHT 2001

Im Jahre 2001 wurden 54 reguläre Filmvorführungen (je 27 am Donnerstag um 19.30 und am Mittwoch im Nachttermin, ca.21.30) in den Weltlichtspielen Dornbirn durchgeführt, eine weitere Aufführung fand im Kino Madlen in Heerbrugg (Schweiz) statt.

Sonderveranstaltungen:
3.3.2001 20 Jahre FKC
Zwar etwas verspätet, aber doch noch, veranstaltete der FKC im "Gasthaus an der Furt" in Dornbirn am 3.3.2001 ein Fest. In einer Power-Point –Show wurden die letzten 20 Jahre, von der Gründung bis dato, aufgezeigt. Es spielte Sigi Konzett mit seiner eigens für uns zusammengestellten "Non-Yankee-Jazzband" Musik aus jenen Ländern, aus denen auch unsere Filme kommen, also vorwiegend aus Europa aus Lateinamerika – vom französischen Zigeunerswing eines Jango Reinhard über Salsa bis zum brasilianischem Bossanova (Antonio Carlos Jobim) reichte deshalb die Palette.
Der Event wurde von uns mitgeschnitten und Mitgliedern wurde eine Doppel-CD mit der Musik angeboten, Ausschnitte wurden später auch im freien Radio "Proton" in Dornbirn gesendet.

3.5.2001 Kino Madlen, Heerbrugg, CH:
zum zweiten Male zeigte der "FKC international" eine Auswahlschau von Filmen der Solothurner Filmtage 2001, der bedeutendsten Werkschau Schweizer Filmschaffens: es wurden vier preisgekrönte Kurzfilme (Broke, Credo, Bus Stop, Supernova) sowie der long metrage Dokumentarfilm "Big Mac Small World"gezeigt.
Die im Jahr 1999 begonnen Zusammenarbeit mit diesem Kino in der unmittelbaren Schweizer Nachbarschaft wurde somit fortgesetzt. Seither liegen gegenseitig die Programme auf und es kommen vermehrt Besucher aus dem Schweizer Rheintal auch zum FKC nach Dornbirn. (es kamen 50 BesucherInnen und somit genau gleich viele wie im Vorjahr). Durch den Wechsel des Betreibers des Kino Madlen Heerbrugg ist im Jahre 2002 eine ähnliche Veranstaltung leider sehr fraglich)

4.-5.7. 2001 Klaus Kinsky-Festival
In Zusammenarbeit mit den Weltlichtspielen beteiligten wir uns auch am "Klaus Kinsky Festival" wir zeigten "Fitzcarraldo", den alten Edgar-Wallace-Klassiker "die blaue Hand" und den Dokumentarfilm "Mein liebster Feind" von Werner Herzog über Klaus Kinsky. (201 BesucherInnen) Übrigens widmete auch das renommierte Deutsche Filmmuseum Frankfurt im Herbst 2001 diesem bedeutenden deutschen Schauspieler eine Sonderausstellung.

5.-6.12. 2001 – Gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Hohenems und der Jewish Filmweek Vienna zeigten wir aus der Auswahl der Jüdischen Filmwoche Wien zwei Filme - den Dokumentarfilm "Jeckes" über die deutschen Juden in Israel und den Spielfilm "Inside Out" aus Südafrika. Letzterer wurde in engl. Originalfasung ohne Untertitel gezeigt. (20+36=56 BesucherInnen)

Filmklassiker
In Eigenimport aus Deutschland zeigten wir am 18/19.4.01 den Eisenstein-Filmklassiker "Que viva Mexico!" aus dem Jahre 1932 in restaurierter Fassung. (43 BesucherInnen)

Eigenimporte
Besonders aufwändig ist es, Filme aus dem Ausland zu importieren, neben den speziellen Frachtbedingungen über private Paketdienste verweigert auch die Weltlichtspiele den üblichen Service von Filmabholung/Rückbringung und die Abrechnung.
Der slowenische Film "Express, express", mehrfach auf Festivals ausgezeichnet, wurde ebenfalls von einem deutschen Verleiher entliehen, wobei der Mehraufwand leider nicht vom Publikum honoriert wurde. (44 BesucherInnen).

Fortsetzung des zweiten Spieltermines - Nachtvorstellung
Nach der erfreulichen Akzeptanz des zweiten Termins in den beiden Vorjahren wurde dieser auch 2001 durchgehend mit befriedigendem Erfolg angeboten.

Sponsoring
Erfreulicherweise ist es uns gelungen, wieder die Hypo-Bank Vorarlberg als Sponsor zu gewinnen. Neben 7000 S (598,71€)in bar für den erhöhten Post-Mailingaufwand übernahm sie für uns den Druck der ProgrammZettel.

Besucherzahlen:
Leider konnten die herausragenden Beuscherzahlen des Vorjahres nicht wieder erreicht werden.
Im Jahre 2001 zählten wir inkl. Sonderveranstaltungen 2101 BesucherInnen. (-604)
(2061 bei den Filmen). Dies bedeutet 76,3 BesucherInnen pro Titel (bzw.Reihe), 31,8 um 21.30 zum Nachttermin und 45,7 zum Hauptabendtermin um 19.30 Uhr.
Die Ursachen sind vielfältig (Schwierigkeiten die gewünschten Filme zum gewünschten Termin zu bekommen, erhöhtes Angebot anspruchsvollerer Filme in den anderen Kinos)

Vergleichszahlen
2101 BesucherInnen im Jahr 2001
2705 BesucherInnen im Jahr 2000
2462 BesucherInnen im Jahr 1999
1800 BesucherInnen im Jahr 1998
1013 BesucherInnen im Jahre 1997 - hier gab es allerdings eine Zwangspause wegen Schließung der Weltlichtspiele),
1427 BesucherInnen im Jahre 1996
.

Besucherschnittentwicklung:
2001
76,3 (-31,22)
2000: 107,52 (+ 21,98)
1999: 85,54 (+28,29)
1998: 57,25
1997: 50,7
1996: 50,9.


5 Filme wurden in spanischer Sprache
(OmU) gezeigt und in kastellanisch auch im Internet beschrieben. (http://www.fkc.at/esp.htm)
Diese spanische Linie zieht viele SpanischlehrerInnen und SchülerInnen von Abendkursen und Menschen mit spanischsprachigem Freundeskreis an, sodass wir zu einem der "Latino"-Treffs wurden . Die Besucherzahlen waren dabei gut (bis 136 BesucherInnen beim chilenischen Film "El entusiasmo"

Im Berichtszeitraum 2001 wurden auch 3 österreichische Filme im FKC gezeigt,
"Gelbe Kirschen", "Normale Zeiten", "Mein Boß bin ich" die (außer dem 2.) überdurchschnittlich angenommen wurden

Erfolgreichste Filme:
1. In the Mood for Love 177 BesucherInnen
2. TGV Express –165 BesucherInnen
3. Mein Boß bin ich – 153 BesucherInnen
4. El entusiasmo (Chile) 136 BesucherInnen
5. Lista de espera (Kuba) –120 BesucherInnen

Flops: (*nur eine Aufführung, z.T. nur im Nachttermin)
1. Jeckes* – 20 BesucherInnen - trotz bester Bewerbung der jüdischen Filmwoche
2. Lumumba / Mein liebster Feind* / die blaue Hand* je 26 BesucherInnen
3. Die innere Sicherheit - 29 BesucherInnen.trotz deutschem Bundesfilmpreis
4. Rosetta – 30 BesucherInnen – trotz "Goldener Palme" von Cannes

Grundsätzliche Philosophie des FKC ist es, jene Filme zu zeigen, die ohne unser Zutun nicht in eines der Vorarlberger Kinos gekommen wären. Dies bedeutet, dass keine Filme aus den USA in unserem Programm gezeigt werden. Wir zeigen deshalb bewusst Filme aus Österreich, Europa, Lateinamerika und "filmischen Entwicklungsländern" zeigen, sofern diese unsere künstlerische Mindeststandards erfüllen..

Weitere Aktivitäten des FKC:
Unser "ProgrammZettel" erschien 5x als Programm-Info, Auflage 650 – 100050, A3-Fotokopie beidseitig und wurde kostengünstigst hergestellt - auch keine Kosten für Grafiker.
Erfreulicherweise konnte die Hypo-Bank als Sponsor gefunden werden. Sie druckte uns den ProgrammZettel gratis und legte 400 Exemplare in den Bankfilialen im Rheintal aus.
Er beinhaltet neben einer verleiherunabhängigen Beschreibung auch aktuelle Berichte über die Lage der Kinos. Immer wichtiger wird aber zusätzlich die Internetpräsenz:

FKC im Internet:
Im März 2001 wurde eine kostenpflichtige First-Level-Domain
unter www.fkc.at eingerichtet und neu gestaltet.
Sie löste die gratis Homepage unter einem deutschen Gratisanbieter (www.seeseiten.de) ab und führte zu einer deutlichen Steigerung der Besucher von rund 140 auf bis 1180 (Dez. 01) pro Monat.
Dazu wurden auch genaue Statistiken erstellt. (s.Anlage)
Allein im Dezember 2001 gab es auf dieser Homepage 8689 Hits, 7339 Fileviews, bzw.  4650 Pageviews von 1180 BesucherInnen.


Homepage mit Programm und vielen Festivalberichten, eigenen Filmkritiken, Links und Infos
http://www.fkc.at

in spanischer Sprache unter ....../esp.htm
E-Mail: nobi.fkc@vol.at

FKC-Newsletter per E-Mail
Eine ständig wachsende Anzahl – zuletzt fast 200 Personen – erhielten 29 x im Jahre 2001 per E-Mail kostenlos aktuelle Infos vom Obmann. Dies erhöhte die Anzahl der Zugriffe auf die Homepage und führt immer wieder zu spontanen Reaktionen.

Der Obmann, in seinem Hauptberuf EDV-Koordinator und Pagemaster beim AMS, erstellte die Homepage selbst und kann den FTP-Transfer zum Server auch selber durchführen.
Die Homepage wurde noch professioneller, es gibt auch viele Links zu anderen Clubs, internationale Festivals und die Homepages der Filmproduzenten.
Viele Bilder und sogar eine mp3-Sounddatei von unserem 20 Jahres-Fest wurden eingebettet.

Online-Veranstaltungskalender "Vera"
Die Eingabe in den "Vorarlberg Online" und den Dornbirn Online Veranstaltungskalender erfolgt seit November 1999 ebenfalls durch uns selbst.

Besuche bei Filmfestivals:
Obwohl die Mitglieder nicht sicher waren, überhaupt eine Kostenzuschuss für ihre Reisen zu den Filmfestivals zu erhalten, besuchten wir (mind. 1. Person) im Jahre 2001

Solothurner Filmtage, CH (3 Personen)
Festival des Films aus Ländern des Südens, Fribourg, Schweiz, (1 Personen)
Filmfestival Locarno, CH (1 Person)
Alpinale Bludenz, A (2 Personen)
Int. Filmfestival Innsbruck, A (1 Person)
27. Int. Iberoamerik.Filmfestival Huelva / Andalusien -Spanien (1 Person)
Filmfest München (1 Person)

Mit der erfreulichen Tatsache, dass der Bund uns doch einen Jahresbeitrag gewährte, konnten im Dezember den aktiven Mitgliedern, keineswegs nur der Obmann, welche Festivals besuchten ein bescheidener Kostenzuschuss (max 50% der Hotel- und Flugspesen) ausbezahlt werden.

Probleme des FKC:
Erstens, dass sich zuwenig Mitglieder für ehrenamtliche Arbeiten zur Verfügung stellen.


Zweitens – eingeschränkte Filmauswahl: da die Weltlichtspiele – und auch andere Kinos - jetzt ein Nischenprogramm machen, um neben dem Cineplexx bestehen zu können, kommen einige Filme jetzt auch ohne den FKC ins Kino, die früher nie gezeigt worden wären, was unsere Filmauswahl zunehmend erschwert. Insbesondere österreichische Filme werden durch das Normalprogramm der Weltlichtspiele jetzt abgedeckt.
Die Ausweitung der Filmclubangebote in Vorarlberg – TASKINO im Oscar Kino Feldkirch mit 2 Titel zu 5 Termin und des Filmforum Bregenz 2 Titel zu 4 Terminen pro Woche erhöhte vor allem die Filmbeschaffungsproblematik.
Außerdem zeigte manchmal auch die "Filmfabrik im Spielboden" Dornbirn ausgerechnet auch am Donnerstag Filme. Die Filmfabrik zeigt sich aber bereit, 2002 Terminkollisionen zu vermeiden, da dies nur beiden Teilen schadet.

Drittens – Erhöhung der Portogebühren
und Verschärfung der Versandbedingung "Zeitung".
Durch die Sparmaßnahmen der Post war es uns im Jahre 2001 nicht mehr möglich, in bisher großzügiger Form die ProgrammZettel zu versenden.
Alle ProgrammZettel mussten deshalb zu deutlich höheren Gebühren verschickt werden

Plan 2002:
- weiterhin zwei Termine anbieten
-Filme ohne Verleih
(Eröffnung mit "Heirate mir!") in Anwesenheit von Regisseur und Stars,
- spanische Filmtage im März (Direktimport aus Spanien in Zusammenarbeit mit der Spanischen Botschaft),

ev. die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems, sowie weiterhin möglichst viele Filme aus Filme aus Lateinamerika und Spanien in OmU-Fassung,
ohne die österr. und europäischen Filme zu vernachlässigen.
Weiterhin Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, die auch bereit sind, die Hälfte der Ausfallhaftung zu übernehmen

Die Zusammenarbeit mit dem "Cinematograph" Innsbruck wird fortgesetzt, wir zeigen weiterhin vor allem aktuelle neue Filme aus aller Welt, informieren durch den ProgrammZettel. Auch die beliebten Besuche der Filmfestivals im In- und Ausland als Motivation für die Aktiven sollen erhalten bleiben. So möchten wir weiterhin möglichst viele Festivals im deutsch- und spanischsprachigen Raum besuchen
– weiterhin Internetpräsenz und Newsletter

Finanzbedarf für das Jahr 2002:
... ist somit voraussichtlich im bisherigen Rahmen. Einsparungsmaßnahmen sind keine möglich, sieht man davon ab, dass dieses Jahr keine Festveranstaltung mit life-Musik mehr geplant ist.

Die Einnahmen betrugen 2001:
116.175 ATS – 8442 €
davon MB, Zinsen, Spenden 22.140,-- ATS - 1609€
Sponsoring, Beteiligung Dritter 10.006,-- ATS - 727€
Subventionen 84.000,-- ATS6105€

Die Ausgaben betrugen 2001
105.884,-- ATS – 7695€

davon Werbung, Programmzettel, Versand desselben: 20546,-- ATS - 1493 €
Zeitschriften, Bücher, Lexika auf CD-ROM: 4425,-- ATS - 322 €
Festivalbesuche – Reisezuschüsse: 4687,10 ATS - 341 €
Ausfallhaftung: 43.515,-- ATS - 3162 €
Sonderveranstaltungen und Eigenimporte: 17.119,-- ATS - 1244 €
Verwaltung, Büromaterial, Internetgebühren, sonstige Spesen: 15.592,-- ATS - 1133 €

Der Obmann:

(Dr. Norbert Fink)

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