
Filmkulturclub Dornbirn
Edlach 4
A-6850 - Dornbirn
DVR 0796573
Dornbirn, am 3. Feb. 01
Endgültiger JAHRESBERICHT
2000
Im Jahre 2000 wurden 49 Filmvorführungen (je 24 am Donnerstag um
19.30 und am Mittwoch im Nachttermin, ca.21.30 ) in den Weltlichtspielen
Dornbirn durchgeführt, eine Aufführung fand im Kino Madlen in Heerbrugg
(Schweiz) statt.
Darunter waren 2 Sonderveranstaltungen:
27.4.2000 Kino Madlen, Heerbrugg, CH:
erstmals zeigte der „FKC international" eine Auswahlschau von Filmen der
Solothurner Filmtage 2000, der bedeutendsten Werkschau Schweizer Filmschaffens:
es wurden drei preisgekrönte Kurzfilme sowie der Langspielfilm „Emporte-moi"
von Lea Pool gezeigt.
Die im Jahr 1999 begonnen Zusammenarbeit mit diesem Kino in der unmittelbaren
Schweizer Nachbarschaft wurde somit fortgesetzt. Seither liegen gegenseitig die
Programme auf und es kommen vermehrt Besucher aus dem Schweizer Rheintal auch
zum FKC nach Dornbirn.
(mit 50 BesucherInnen war diese Veranstaltung zufriedenstellend und etwas
mehr als bei einer ähnlichen Veranstaltung im Vorjahr besucht)
24.5.2000 – Gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Hohenems zeigten wir in
Anwesenheit des Regisseurs Didi Danquart den Spielfilm „Viehjud Levi" und
boten anschließend eine Gelegenheit zur Diskussion mit dem Regisseur, die rege
in Anspruch genommen wurde.
(126 BesucherInnen)
Fortsetzung des zweiten Spieltermines - Nachtvorstellung
Nach der erfreulichen Akzeptanz des zweiten Spieltermins im Vorjahr wurde
dieser auch 2000 durchgehend mit gutem bis wechselndem Erfolg angeboten.
Besucherzahlen:
Das Jahr 2000 bedeutet einen Spitzenwert bei den Besucherzahlen pro
Vorstellung.
Mit einem Wert von über 108 BesucherInnen pro Titel erreichen wir noch nie da
gewesene Traumwerte.
Der Termin am Mittwoch im Nachtprogramm lockte im Schnitt 39,38
BesucherInnen an, (Vorjahr 34,7 BesucherInnen). Absolut: 945
Jener für den Haupttermin 70,4 (Vorjahr 51,07) Absolut 1760 -
Zusammen 108,2 BesucherInnen pro Titel (Vorjahr : 85,54 BesucherInnen), absolut
2705.
Auch die Mitgliederentwicklung ist positiv, gerade im Zuge der Diskussion um die
Folgen des Cineplexx auf die Vbg. Kinolandschaft, haben sich viele Freunde und
Mitglieder sich zu uns bekannt und den Mitgliedsbeitrag oder sogar freiwillige
Spenden geleistet. Wir haben rund 120 Mitglieder, welche den Mitgliedsbeitrag
von 150,-- S. einzahlten (rund 90 Einzahlungen erfolgten im Jahre 2000).
Die Besucherzahlen entwickelten sich erneut
kräftig nach oben:
(+243 absolut, + 9,87%) .
2705 BesucherInnen im Jahr 2000
Vergleichszahlen der Vorjahre:
2462 BesucherInnen im Jahr 1999
1800 BesucherInnen im Jahr 1998
1013 BesucherInnen im Jahre 1997 - hier gab es allerdings eine
Zwangspause wegen Schließung der Weltlichtspiele),
1427 BesucherInnen im Jahre 1996.
Besucherschnittentwicklung:
2000: 108,2 (+ 26,49 gegenüber dem Vorjahr)
1999: 85,54 (+28,29 gegenüber 1998)
1998: 57,25
1997: 50,7
1996: 50,9.
4 Filme wurden in spanischer Sprache (OmU) gezeigt und in kastellanisch
auch im Internet beschrieben. (http://www.seeseiten.de/user/fkc/esp.htm)
Diese spanische Linie zieht viele SpanischlehrerInnen und SchülerInnen von
Abendkursen und Menschen mit spanischsprachigem Freundeskreis an, sodass wir zu
einem der „Latino"-Treffs wurden . Die Besucherzahlen waren deshalb
durchaus erfolgreich (bis 150 BesucherInnen bei Almodovars Film-Hit „Todo
sobre mi madre/Alles über meine Mutter").
Da der stv. Obmann, Dr. Rolando Avila, gebürtiger Argentinier ist, konnte auch
eine professionelle Qualität der kastellanisch-Texte und Infos erreicht werden.
Im Berichtszeitraum 2000 wurden auch 5 österreichische Filme im FKC
gezeigt,
"Nordrand", „Beresina" (Koproduktion. CH), „Cejka Stoyka",
„Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit", „Luna Papa", die
(außer dem 3.) durchschnittlich angenommen wurden.
Erfolgreichste Filme:
1. Romance – 222 BesucherInnen – ausverkauftes Haus am Donnerstag
2. Himalaya – 195 BesucherInnen
3. Schwarze Katze, Weißer Kater - 185 BesucherInnen
Flops:
1. „Cejka Stoyka" – österreichischer Frauenfilm - 19 BesucherInnen
2. "Helden wie wir" mit 30 BesucherInnen.
3. „Flame" – afrikanischer Frauenfilm – 35 BesucherInnen
Grundsätzliche Philosophie des FKC ist es, jene Filme zu zeigen, die ohne
unser Zutun nicht in eines der Vorarlberger Kinos gekommen wären. Dies
bedeutet, dass in der Regel keine Filme aus den USA in unserem Programm gezeigt
werden. Wir zeigen deshalb bewusst Filme aus Österreich, Europa, Lateinamerika
und den „filmischen Entwicklungsländern", soferne diese unsere
künstlerische Mindeststandards erfüllen..
Weitere Aktivitäten des FKC:
FKC im Internet:
Finanzbericht:
26.896,12 Porti, Herstellung des ProgrammZettels, Werbung in „Kultur",
u.ä.
31.008,66 Besuch von Filmfestivals (ab Dez. 99)
4.090,-- Abos von Zeitschriften, Bücher, Lexika
10.000,-- Rücklagenbildung
4.731,94 Verwaltung, Internetgebühren, Büromaterial etc.
Der Kontostand des Girokontos betrug am 31.12.1999 S 50.104,--, am 31.12.2000 S
30.914,-- (€2246,60). Auf dem Sparbuch befinden sich S 35.788,97.
Probleme des FKC:
Erstens, daß sich zuwenig Mitglieder für ehrenamtliche Arbeiten zur
Verfügung stellen.
Zweitens – eingeschränkte Filmauswahl: da die Weltlichtspiele – und
auch andere Kinos - jetzt ein Nischenprogramm machen, um neben dem Cineplexx
bestehen zu können, kommen einige Filme jetzt auch ohne den FKC ins Kino, die
früher nie gezeigt worden wären, was unsere Filmauswahl zunehmend erschwert.
Insbesondere österreichische Filme werden durch das Normalprogramm der
Weltlichtspiele jetzt weitgehend abgedeckt.
Drittens – Erhöhung der Portogebühren und Verschärfung der
Versandbedingung „Zeitung".
Durch die Sparmaßnahmen der Post wird es uns im Jahre 2001 nicht mehr möglich
sein, in bisher großzügiger Form die ProgrammZettel zu versenden, es ei denn
es fände sich ein Mailing - Sponsor. Ansonsten können nur noch einige wenige
Serienbriefe versendet werden.
Plan 2001:
- die Zusammenarbeit mit dem „Cinematograph" Innsbruck wird fortgesetzt, wir zeigen weiterhin vor allem aktuelle neue Filme aus aller Welt, informieren durch den ProgrammZettel.
- die beliebten Besuche von Filmfestivals im In- und Ausland als
Motivation für die Aktiven sollen erhalten bleiben. So möchten wir weiterhin
möglichst viele Festivals im deutsch- und spanischsprachigen Raum besuchen
– weiterhin Internetpräsenz und Newsletter, eventuell Schaffung einer
eigenen Domain.
Finanzbedarf für das Jahr 2001:
... ist somit im bisherigen Rahmen, wir bitten jedoch die Stadt
Dornbirn, die der kleinste Subventionsgeber darstellt, obwohl wir das
Kulturleben der Stadt kontinuierlich beleben,
ihre seit Jahren gleich hohen Subventionen so anzuheben, so wie die Post u.a.
die Gebühren auch anhoben....
Der Obmann:
Dr. Norbert Fink